Als König lebt es sich prima

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Majestät Klaus dankt ab – Bürgerschützen Herbern ermitteln Nachfolger von König Klaus Feldkemper

HERBERN. Dieses eine Jahr wird Klaus Feldkemper wohl nie vergessen. Ein Jahr, in dem er in eine Rolle schlüpfte, die ihm wie auf den Leib geschneidert war. Königlich eben. Denn als Majestät der Bürgerschützen Herbern, hat er seinen persönlichen Traum realisiert und es keine Minute bereut. Im Gegenteil! „Das hat Riesenspaß gemacht und ich kann nur jedem, der im Schützenwesen aktiv ist, empfehlen, einmal den Vogel von der Stange zu pusten“. Doch nun neigt sich das Jahr seiner Majestät Klaus und dessen Königin Grit Mainusch dem Ende zu. „Da ist dann schon ein wenig Wehmut im Spiel, denn wir hatten ein wirklich super Jahr.“ Prall gefüllten Terminkalender inklusive. „Das hat aber nichts gemacht, denn das waren ja alles tolle Termine“, sagt der 50-jährige und lacht. Sein persönlich schönstes königliches Erlebnis war der Jubiläumsumzug in Herringen. „Mit Tanz und 20 Vereinen, das war schon ein echtes Highlight“. Aber auch all die anderen Termine begeisterten ihn, zumal er in diesem einen Jahr auch jede Menge neuer Leute kennen gelernt hat und vor so mancher Überraschung nie gefeit war. „Da haben schon mein Hofstaat und meine Königin für gesorgt“, verrät der eingefleischte Schütze, der völlig begeistert darüber ist, wie sein Gefolge das ganze Jahr über mitgezogen hat. So fertigte Königin Grit ein Liederbuch an, mit erklärten Volks- und Schützenliedern und das Königspaar brachte das Werk schon fleißig unter die Leute. Die nächste Überraschung steht dann wohl am Freitag ins Haus, wenn Feldkempers Nachfolger gegen 17.30 an der Schützenwiese am Haselbüschken ermittelt wird. „Ich habe hinter den Kulissen absolut noch nichts gehört, wer den Königsposten ins Visier nehmen will, da muss ich mich mal wieder überraschen lassen“. Aber das tut er gerne, denn so bleibt es wenigstens spannend. Sein Königsjahr war geprägt von vielen Facetten. Da stand seine Majestät auch gerne mal hinter der großen Pfanne und bekochte die Besucher des Frühlingsfestes oder briet für sich und sein Gefolge Eier. Gäste gingen ein und aus im Königshaus. „Und genau das war Klasse.“ Auch am heutigen Donnerstag herrscht Hochbetrieb, „denn da binden wir den Kranz und die blau-weißen Röschen“. Er hat viel gelacht in diesem Jahr, auch mal geschwitzt, wie bei der königlichen Radtour, die er gerade mit Grit Mainusch unternommen hat und nun heißt es Abschied nehmen. Denn der König tritt zurück in die Schützenreihen und nimmt ab Samstag wieder seinen Posten als Oberst ein. Tina Nitsche

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Deutschland steht im Achtelfinale!!!

Anton Helmer (r.) ging kämpferisch für die Schweiz auf Torjagd und war erfolgreich. Foto: Tina Nitsche
Anton Helmer (r.) ging kämpferisch für die Schweiz auf Torjagd und war erfolgreich. Foto: Tina Nitsche
Eine Familie im Fußballfieber, nur traten die Söhne für unterschiedliche Mannschaften das runde Leder. Foto: Tina Nitsche
Eine Familie im Fußballfieber, nur traten die Söhne für unterschiedliche Mannschaften das runde Leder. Foto: Tina Nitsche

Spannende Spiele und tolle Atmosphäre beim zweiten Vorrundentag der Mini-WM in Ascheberg

 

ASCHEBERG. Geschafft! Deutschland ist weiter und trifft heute Abend im Achtelfinale auf Russland. Moritz Hollenhorst, die Herberner Linus Backstede und Paul Holtmann, Alina Raschle sowie Mats Budde, die in den deutschen Trikots aufliefen, jubelten. Nicht ganz aufgegangen war dabei jedoch die Rechnung von Luca Simon Löcke und Freund Phillip Schulze-Strathaus. Luca Löcke betrat sogar neues Terrain. Normalerweise tritt er fußballtechnisch momentan eher in die Fußstapfen seines Vaters, dem heutigen SVH-Coach Beppo Löcke, und kickt im Mittelfeld. Bei der Mini-WM bezog er als „Amy“ Stellung im Kasten. Siegessicher. Zunächst. „Die schrubben wir“, war sich Freund Phillip ganz sicher. Deutschland landete den 2:1-Sieg über die USA und damit kam für die beiden Kumpels das Aus. Derweil fachsimpelten zwei Väter eifrig am Fußballfeld. Der eine hielt der Schweiz die Daumen, der Sohn des anderen kickte für Honduras. Geboten wurde ihnen eine spannende Partie auf Augenhöhe. Eintracht herrschte auch an Tag zwei auf Schlingermanns-Weide. Der SV Herbern übernahm die Turnierleitung, mal mit flotten Sprüchen, mal musikalisch, indem sie die jeweiligen Landeshymnen für sich sprechen ließen. Eine fußballverrückte Familie musste sich in Sachen Daumen drücken dabei direkt verrenken. „Die einzige Wahl, wenn gleich drei Söhne für drei verschiedene Mannschaften auf Torjagd gehen“, nahm Papa Nico Helmer diese Tatsache allerdings mit einem Lächeln und feuerte alle seine Söhne lautstark an. „Na am Donnerstag trennt sich dann wohl die Spreu vom Weizen“, wagte Josef Reher schon mal eine fachmännische Prognose. Und der muss es ja wissen. Schließlich gilt der Herberner als fußballerfahrene Größe. Ihn zog die Sportbegeisterung und die Neugier an die Soccer-Courts. Belohnt wurden er und die vielen Gäste mit spannenden Partien und einer tollen Atmosphäre. Tina Nitsche