Nachbarn retten Mann aus Flammenmeer

Feuerwehr Ascheberg rückte mit allen drei Löschzügen und dem Löschzug Lüdinghausen zum Hausbrand an den Bernwardring aus

Qualm versperrte die Sicht. Foto: Tina Nitsche
Qualm versperrte die Sicht. Foto: Tina Nitsche

ASCHEBERG. Carmen Czappla wollte eigentlich nur kurz einen Kaffee bei ihrer Mutter Waltraud Schwabe trinken. Gerade hatten es sich die beiden in der Küche gemütlich gemacht, als sie den Feuerschein im Nachbarhaus bemerkten. „Da haben wir nur meinen Vater gerufen, sind rüber und haben parallel die Feuerwehr informiert“. Um 11.27 erfolgte die Alarmierung für die Löschzüge Ascheberg, Davensberg und Herbern sowie den Löschzug Lüdinghausen. Die Mitteilung lautete: Gebäudebrand am Bernwardring. Die Ascheberger Wehr rückte mit 20 Kameraden aus, die Lücinghauser Wehr mit 17 Kameraden. Unterdessen hatten die Schwabes den 83-jährigen Hausbewohner schon in Sicherheit gebracht. Seine Tochter war gerade auf der Autobahn unterwegs und sah die Flammen. „Aus Spaß habe ich noch gesagt, ob es bei meinem Sohn brennt, der wohnt im angrenzenden Neubaugebiet.“ Statt dessen stand das Haus ihres Vaters in Flammen. Der alte Herr hatte eigentlich nur eine Gasflache öffnen wollen. Doch dabei kam es zur Verpuffung. Die Flammen fraßen sich von der unteren Etage ins obere Stockwerk. „Das Haus ist komplett unbewohnbar“, so Aschebergs Wehrführer Reinhard Koch, dem die Einsatzleitung oblag. Eine genaue Schadenssumme konnte er noch nicht nennen. „Wir schätzen der Schaden liegt im fünfstelligen Bereich.“ Die Blauröcke sicherten zunächst einmal beide Gasflachen und legten sie in ein Wasserbad. Vier Trupps drangen unter Atemschutz ins Gebäude vor, und bekämpften den Brand von innen. Die anderen Blauröcke nahmen Löschangriffe von außen vor. „Ein Übergreifen auf das Nachbargebäude konnte erfolgreich verhindert werden“, so die Polizei, die ebenso wie Rettungskräfte vor Ort waren. Doch diese waren arbeitslos, denn dem alten Herrn war dank der schnellen nachbarschaftlichen Hilfe nichts passiert. „Ich werde trotzdem mit ihm gleich noch zum Arzt gehen, denn er wirkt als ob er einen leichten Schock hat“, so seine Tochter, die ihren Vater nun erst einmal bei sich zu Hause aufnimmt. Die Blauröcke nahmen nach erfolgreicher Brandbekämpfung von außen die Dachpfannen ab, denn die Wärmekamera zeigte noch Wärmebilder an. „Da müssen wir noch alle Glutnester ausräumen“, so Koch abschließend. Tina Nitsche

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