Mit Kamelle in den Ehehimmel

Ingrid und Alfred Klaverkamp sind seit 50 Jahren glücklich verheiratet
ASCHEBERG. Im zarten Alter von 16 Jahren kam Ingrid Klaverkamp, geborene Francke, 1956 von der Insel Rügen nach Ascheberg. Ziel dort: Ihre ihr bis dato kaum bekannte Cousine Gertrud Siebeneck. Erkennungszeichen: Blauer Hut. „Damit bin ich aus dem Zug am Ascheberger Bahnhof gestiegen“, schmunzelt die 74-jähige.
Im Modehaus ihrer Cousine nahm sie dann ihre Arbeit auf und nur ein Jahr später begegenet sie an ihrem neuen Wohnort ihrer großen Liebe. „Meinen Schatz, da sitzt er“, verrät Irmgard Klaverkamp und lächelt ihren Mann Alfred an. Gefunkt hat es auf dem Sommerfest auf dem Hof Wentker-Brümmer. „Sie hat mir Kamelle angeboten“, erinnert sich Alfred Klaverkamp noch ganz genau und die grün-blauen Augen strahlen. 1962 feierte das junge Paar Verlobung, zwei Jahre später segelten sie dann am 27. August 1964 in den Hafen der Ehe. Dort ankern sie noch heute und zwar äußerst glücklich.
Das Rezept
Zusammenhalt, „und auch mal fetzen, ein Gewitter reinigt schließlich die Luft“ – so lautet das erklärte Rezept für ein halbes Jahrhundert Eheglück. „Und vor allem Ehrlichkeit, das ist wichtig“, fügt Ingrid Klaverkamp noch eine Zutat hinzu. Die beiden zogen in das Heimathaus von Alfred an der Dorfheide, wo sie heute auch noch wohnen. Während er sein Leben lang bei der Schreinerei Stattmann als Tischler arbeitete, war seine Frau zunächst noch im Modehaus Siebeneck tätig. Danach wechselte sie zu Nordwest, bevor sie am Werkhaus St. Georg anfing. Dort blieb sie 20 Jahre bis zur Rente.
Ihre Freizeit war von vielen Aktivitäten geprägt. Alfred war Steiger bei der Feuerwehr Ascheberg, Mitbegründer und aktives Mitglied des Kolpingspielmannzuges und aktives Mitglied im Bürgerschützenverein. „Nur den Vogel, den habe ich nie abgeschossen“. Ingrid sang 45 Jahre im Kirchenchor. Das Haus und der große Garten forderten außerdem ihren Tribut. „Da gab und gibt es immer viel zu tun“, verrät das Paar, das außerdem gerne Radtouren unternahm und reiste. „Nach Bayern und natürlich auch nach Rügen“, nennen sie bevorzugte Reiseorte. Zur Goldhochzeit am heutigen Tage gratulieren die beiden Kinder, vier Enkel, Verwandte, Nachbarn, Freunde und Bekannte. In Sachen Wünschen gibt sich das Paar bescheiden: „Gesundheit, das ist das wichtigste, und noch viele gemeinsame Jahre“. Tina Nitsche

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