Atemlos durch die (blau-weiße) Nacht

SuB-Band ist gewappnet für ihr 21. Oktoberfest
ASCHEBERG. Die SuB’ler sind gewappnet. Denn so manche Probe liegt bereits hinter ihnen. Anlaufpunkt war dazu jeweils der Keller von Kapellmeister Manni Hölscher. Hier haben die Musiker die Saiten gezupft, in die Tasten und zum Mikro gegriffen und sich vorbereitet für das 21. SuB-Oktoberfestspektakel, das am Samstag, 11. Oktober auf den Wiesn an Schlingermanns Weide steigt. Unzählige Kellerproben – immer wieder mittwochs – und auch schon das ein oder andere Oktoberfest liegen hinter ihnen. „Warmgespielt“ sind die Jungs somit. Dennoch brüten sie über einem klitzekleinen Problem. „Bislang hat sich noch kein neuer Oktoberhit rauskristallisiert“, verrät Kapellmeister Manni Hölscher. Doch die SuB-Band wäre nicht die SuB-Band, wenn sie sich von dieser Kleinigkeit unterkriegen lassen würden. Die Lösung ist einfach: „Da werden wir eben selber kreativ!“ Und an Einfallsreichtum mangelt es den Herren keineswegs. Die Oktoberfestgäste dürfen sich in der Tat auf einen unvergleichlichen Abend freuen. Einem an dem sogar Helene Fischer grüßen lässt. Nicht blond, dafür aber feurig und stimmgewaltig. Sängerin Claudia Riegel sei Dank – sie schlüpft in die Fischer-Rolle und führt die Gäste „Atemlos“ durch die blau-weiße Oktobernacht.
„Und ein wenig halten wir uns natürlich ans bayrische Original“, erklärt Manni Hölscher. Will heißen es werden nicht nur ausschließlich Disco-Hits serviert, sondern auch „Zünftiges“ zum Mitsingen und Schunkeln. Zudem wird auch an entsprechender Unterhaltung nicht gespart. Flotte Sprüche, eigenwillige Showeinlagen und natürlich die Wahl zur Ascheberger Hopfenkönigin mittels der Disziplinen: Sägen, blasen, heben, sorgen dafür, dass das Stimmungsbarometer sprunghaft anschnellt. Und eine Bombenstimmung garantieren die SuB’ler schon jetzt. „Denn die Proben laufen so gut, dass man da schon das Gefühl hat, dass die Gäste nach 15 Minuten auf den Bänken stehen“, verspricht Manni Hölscher.
Die Musiker, die übrigens von Sophia Peters und Marc Samson mit Klarinetten unterstützt werden, sind also gewappnet für ihr traditionelles Oktoberfest. Und die Gäste dürfen sich schon jetzt auf eine zünftige Gaudi freuen, bei der die Bretter beben und sicherlich so mancher atemlos durch die Nacht tanzt. Tina Nitsche

Info:

Einlass im Festzelt ist am Samstag, 11. Oktober, ab 18 Uhr. Einige Stehplatzkarten gibt es ab 19 Uhr noch an der Abendkasse

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In der Qualmhölle

Löschzug Ascheberg absolvierte eine Übung

Von außen verschaffte sich ein Trupp unter Atemschutz mittels des HURWs Zugang zum Silo, um dort erfolgreich eine vermisste Person zu retten. Foto: Tina Nitsche
Von außen verschaffte sich ein Trupp unter Atemschutz mittels des HURWs Zugang zum Silo, um dort erfolgreich eine vermisste Person zu retten. Foto: Tina Nitsche

ASCHEBERG. Die Taschenlampe malt allenfalls bizarre Kunstwerke in die Tiefen des Raumes und bringt ihre Träger keineswegs schneller voran. Vorsichtig arbeiten sich die Feuerwehrleute auf allen Vieren durch die Nebelwand. Der Qualm nimmt ihnen die Sicht und hängt „beißend“ in der Luft. Ab und zu ist das Knacken des Funkgerätes zu hören, über das die Blauröcke mit der Außenwelt verbunden sind. Nur das Licht der Helm- und Taschenlampen lässt wenig später noch erahnen wie weit die Kameraden in den Raum schon vorgedrungen sind. Selbst das schnorchelnde Geräusch, das von ihren Atemmasken herrührt entfernt sich immer mehr. Harte Arbeitsbedingungen denen die Blauröcke im Ernstfall ausgesetzt sind.  Am Montagabend jedoch, war diese Szenerie gestellt, denn der Ascheberger Löschzug absolvierte am Dienstabend eine Übung.
Die angenommene Lage: Bei Reinigungsarbeiten in der Mühle Geismann an der Bultenstraße war es zu einer Verpuffung gekommen. Die war so stark das es im angrenzenden Gebäude zu einem Schwelbrand kam. Die Aufgabenstellung: Menschenrettung und Brandbekämpfung per C-Rohr. Die Einsatzleitung oblag dem stellvertretendem Löschzugführer Dietmar Schwabe.
Zunächst wurde ein Trupp unter Atemschutz in das Silo geschickt. „Die Problematik hier war das Gassegment, aber schnell konnte klar gestellt werden, das kein Gas ausgetreten ist, so dass wir dann die Person von außen per HURW retten konnten“, erläuterte Schwabe. Zwei weitere Trupps unter PA drangen ins Nachbargebäude vor, arbeiteten sich erfolgreich durch den beißenden Qualm und retten die sich dort befindlichen zwei Personen. „Aufgrund Personalmangels konnten wir nur drei Trupps unter Atemschutz einsetzen, im Realfall hätten wir bei einem solchen Einsatz natürlich die Unterstützung der Löschzüge Herbern und Davensberg“, so Schwabe. Fehler waren ihm bei der Übung natürlich auch welche aufgefallen. „Aber eine Übung ist dazu da, um Fehler zu machen, denn so können wir sie im Ernstfall abstellen“, sah Schwabe diese Tatsache als gute Lerneinheit.
Der ungeplante „Einsatz“ am montäglichen Dienstabend ging auf das Konto von Ludger Olbrich und seinem Sohn Olli. Vater und Sohn hatten diese Übung am Sonntag ausgearbeitet. Am Montag erfuhr das Duo dann Unterstützung eines weiteren Familienmitglieds. Der jüngste Spross Yannick war es nämlich, der für den inszenierten Qualm zuständig war, die er per Nebelmaschine produzierte.
Ein besonderer Dank ging an die Familie Geismann, die die Räumlichkeiten für die Übung zur Verfügung stellte. Tina Nitsche