In der Qualmhölle

Löschzug Ascheberg absolvierte eine Übung

Von außen verschaffte sich ein Trupp unter Atemschutz mittels des HURWs Zugang zum Silo, um dort erfolgreich eine vermisste Person zu retten. Foto: Tina Nitsche
Von außen verschaffte sich ein Trupp unter Atemschutz mittels des HURWs Zugang zum Silo, um dort erfolgreich eine vermisste Person zu retten. Foto: Tina Nitsche

ASCHEBERG. Die Taschenlampe malt allenfalls bizarre Kunstwerke in die Tiefen des Raumes und bringt ihre Träger keineswegs schneller voran. Vorsichtig arbeiten sich die Feuerwehrleute auf allen Vieren durch die Nebelwand. Der Qualm nimmt ihnen die Sicht und hängt „beißend“ in der Luft. Ab und zu ist das Knacken des Funkgerätes zu hören, über das die Blauröcke mit der Außenwelt verbunden sind. Nur das Licht der Helm- und Taschenlampen lässt wenig später noch erahnen wie weit die Kameraden in den Raum schon vorgedrungen sind. Selbst das schnorchelnde Geräusch, das von ihren Atemmasken herrührt entfernt sich immer mehr. Harte Arbeitsbedingungen denen die Blauröcke im Ernstfall ausgesetzt sind.  Am Montagabend jedoch, war diese Szenerie gestellt, denn der Ascheberger Löschzug absolvierte am Dienstabend eine Übung.
Die angenommene Lage: Bei Reinigungsarbeiten in der Mühle Geismann an der Bultenstraße war es zu einer Verpuffung gekommen. Die war so stark das es im angrenzenden Gebäude zu einem Schwelbrand kam. Die Aufgabenstellung: Menschenrettung und Brandbekämpfung per C-Rohr. Die Einsatzleitung oblag dem stellvertretendem Löschzugführer Dietmar Schwabe.
Zunächst wurde ein Trupp unter Atemschutz in das Silo geschickt. „Die Problematik hier war das Gassegment, aber schnell konnte klar gestellt werden, das kein Gas ausgetreten ist, so dass wir dann die Person von außen per HURW retten konnten“, erläuterte Schwabe. Zwei weitere Trupps unter PA drangen ins Nachbargebäude vor, arbeiteten sich erfolgreich durch den beißenden Qualm und retten die sich dort befindlichen zwei Personen. „Aufgrund Personalmangels konnten wir nur drei Trupps unter Atemschutz einsetzen, im Realfall hätten wir bei einem solchen Einsatz natürlich die Unterstützung der Löschzüge Herbern und Davensberg“, so Schwabe. Fehler waren ihm bei der Übung natürlich auch welche aufgefallen. „Aber eine Übung ist dazu da, um Fehler zu machen, denn so können wir sie im Ernstfall abstellen“, sah Schwabe diese Tatsache als gute Lerneinheit.
Der ungeplante „Einsatz“ am montäglichen Dienstabend ging auf das Konto von Ludger Olbrich und seinem Sohn Olli. Vater und Sohn hatten diese Übung am Sonntag ausgearbeitet. Am Montag erfuhr das Duo dann Unterstützung eines weiteren Familienmitglieds. Der jüngste Spross Yannick war es nämlich, der für den inszenierten Qualm zuständig war, die er per Nebelmaschine produzierte.
Ein besonderer Dank ging an die Familie Geismann, die die Räumlichkeiten für die Übung zur Verfügung stellte. Tina Nitsche

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