Trällernd auf der Kegelbahn

KC „Die Holzjäger“ gehen seit 30 Jahren durch dick und dünn
ASCHEBERG. Zugegeben, zu ganz großem Ruhm haben es diese Jungs noch nicht gebracht. Aber dafür sind die Kegelbrüder schließlich auch nicht wirklich angetreten. Denn sie gründeten vor 30 Jahren ihren Kegelclub „Die Holzjäger“ aus einem ganz anderen Grund: Nach der Schulentlassung 1984 wollten sie sich einfach nicht aus den Augen verlieren. „Und das funktionierte auf diese Weise am besten!, erzählt Kegelvater Martin „Boat“ Weiß lachend.
In Sachen Ehrgeiz hing die Messlatte nie wirklich weit oben. Kein Titel als Dorfmeister, auch keiner als Bahnmeister! Statt dessen war immer eines garantiert wenn die „Holzjäger“ irgendwo auftauchten: Jede Menge Spaß und noch mehr gute Laune. Und die herrschen auch einmal im Montag samstags auf der Kegelbahn der Gaststätte Frenking vor, wo die muntere Truppe kegelt. Und manchmal sind sie da so in ihrem Element, „das wir tatsächlich vergessen zu kegeln“. Statt dessen trällern Martin Weiß, Christoph „Mölli“ Möller, Ralf Geismann, Andreas Hoppe und Frank Neve, die auch Gründungsmitglieder sind, sowie Markus Timpen, Heiner Lüningmeyer, Manfred Trahe und Thomas Nowak, die wenig später zur Truppe stießen, einfach mal ein Liedchen.
Denn das beherrschen die Brüder zweifelsohne besser als kegeln. Denn schließlich ist die Hälfte der Jungs im Kolpingspielmannzug aktiv, andere verdingen sich erfolgreich in Musikgruppen. Alles was den Spaßfaktor nach oben treibt, geht auf das Konto der „Holzjäger“. Ob auf Kegelausflügen – im Jubiläumsjahr sorgten sie bei einer Aida-Kreuzfahrt unterhaltsam für Aufsehen – oder auf ihren legendären Schützenfesten, die eigentlich als Eintagsfliege zur Aufbesserung der Kegelkasse angelegt und zum erfolgreichen Dauerbrenner wurden. Wo diese zehn Mann starke Combo auftaucht, ist eine Attacke auf das Zwerchfell garantiert. Nur wenige feste Regeln herrschen vor. Eine davon ist der erste November. Denn dieses Datum ist im Kalender sämtlicher Kegelbrüder gebloggt. Denn findet traditionell die Generalversammlung statt. So auch am Samstag. Die Kugeln ruhten, Manfred Trahe wurde als bester Kegler 20114 ausgezeichnet, und selbstverständlich erhoben die Brüder nicht nur ihr Glas, sondern auch ihre Stimmen auf 30 Jahre ungewöhnliche Gemeinschaft, die sie auch nach der Schullaufbahn stets durch dick und dünn gehen lassen hat. Gut gelaunt versteht sich! Tina Nitsche
Info:
Neun Jahre kegelten die Holzjäger auf der Kegelbahn der Gaststätte Goldener Stern, seit 21 Jahren lassen sie Kugeln auf der Kegelbahn der Gaststätte Frenking rollen.

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