Eine kleine Auszeit

Der sechste Abend des Lichts, der Musik und des Gebets zog ganze Generationen von nah und fern in die St. Lambertus Kirche
ASCHEBERG. Draußen war es ungemütlich, stürmisch und kalt. Drinnen in der St. Lambertus Pfarrkirche wurden am Freitagabend ganze Generationen eingehüllt von warmen Licht und einer ganz besonderen Atmosphäre.
Eine, die die Menschen innehalten und einkehren ließ. Eine, bei der die Stille dominierte und eine wohltuende Ruhe von den Menschen Besitz ergriff. Sie ließen los, Stress und Sorgen hatten hier keinen Platz. Jung und Alt, Männer wie Frauen genossen diese ganz besondere Stimmung. Losgelöst vom Alltag, ganz ohne Regeln. Die einen kamen, andere gingen. Leise, fast unbemerkt.
Die Stille dominierte, viele Augenpaare versanken in das Licht, das die unzähligen Kerzen ausstrahlten und begaben sich auf ganz unterschiedliche Reisen. Mal zu sich selbst, mal zu Gott oder sie ließen ihre Gedanken einfach nur in die Ferne schweifen. Begleitet von sanften Klängen oder Gebetsimpulsen, die manchmal die Stille auf angenehme Weise durchbrachen. Und sie alle waren dankbar, dass ihnen eine solche Auszeit vergönnt war.
Denn genau diese bewirkte der sechste Abend des Lichts, der Musik und des Gebets. Einer, der überaus gut angenommen wurde und viele Menschen von nah und fern in die Kirche führte. Auch aus Davensberg und Herbern fanden zahlreiche Bürger den Weg in die Ascheberger Kirche, wodurch wunderbar sichtbar wurde, dass die drei Kirchengemeinden immer mehr zusammenwachsen. „Dieser Abend wird mittlerweile richtig toll angenommen und das von allen Altersklassen. Für uns ist der gute Besuch die schönste Belohnung für die vielen Mühen und Arbeiten im Vorfeld“, war Küsterin Roswitha Krebs, die gemeinsam mit einem achtköpfigen Vorbereitungsteam den Abend organisiert hatte, dankbar und erfreut. Unterstützt wurde das Team vom Kirchenchor und dem Jugendchor „Voices for life“ sowie einigen Solisten, die dem Abend eine sanfte musikalische Note gaben.
Viele Besucher nahmen die Möglichkeit wahr, ihre Gedanken und Gebete auf Zettel niederzuschreiben. Diese kamen in eine Box, die zu den Klarissen ins Kloster nach Senden verbracht wird, wo die Gebetschwestern dann für die Gemeinschaft beten. Der Kirchenbesuch am Freitagabend gestaltete sich individuell. Während einige nach längerem oder kürzeren Verweilen gestärkt wieder in die Kälte hinaustraten, ließen andere sich ein auf Kerzenschein und diese ganz besondere Stille beim sechsten Abend des Lichts. Tina Nitsche

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