Eine Tankstelle für die Seele

Elisabeth Roters hat mit grünem Daumen eine blühende Idylle geschaffen
HERBERN. „Mein Garten ist die Tankstelle für die Seele“. In weißen geschwungenen Lettern ziert dieser Spruch eine rote Dachziegel, die dekorativ unter grünen Palmenblättern hervorlugt.
Dieses nett verpackte Arrangement beschreibt treffend, was das von der Familie Roters geschaffene Gartenparadies ausmacht. Ein farbiges Blütenmeer ziert die Ränder des grünen Rasens. „Ich habe den ganzen Sommer über Blumen, da brauche ich keine zu kaufen“, sagt Elisabeth Roters lächelnd. Sie hat diese Wohlfühloase, die sich hinter dem Haus auftut, maßgeblich geschaffen. Bei schweren Dingen wird sie von Ehemann Heinrich unterstützt.

Dahlien mag Elisabeth Roters besonders gern.
Dahlien mag Elisabeth Roters besonders gern. Foto: Tina Nitsche

Ein Garten, der durch Vielfalt besticht und in dem dekorative Kunst und Pflanzen zu einer Einheit verschmelzen. „Ich bastele gerne“, gibt die 55-Jährige zu und freut sich umso mehr, dass sie dabei auf viele natürliche Materialien zurückgreifen kann. Aus der Natur und aus ihrem Garten. Natürlich ist dieses himmlische Fleckchen Erde mit Arbeit verbunden. „Aber mir macht das Spaß, das ist genau mein Ding“, sieht Elisabeth Roters in der Gartenarbeit vorwiegend einen Entspannungsfaktor.
„Ok, im Frühjahr, wenn man nach der Winterpause wieder loslegt, ist es immer erst einmal wieder ungewohnt, aber danach ist es dann ok.“ Sie gärtnert mit viel Herzblut. „Ich bin quasi damit groß geworden. Als Kind habe ich mir zu Hause im Garten schon viel abgeguckt.“
Ihr grüner Daumen ist unübersehbar und macht sich auch deutlich hinter dem herrlichen Rosenbogen bemerkbar, der das schillernde Entree zum Gemüsegarten bildet. Hier wachsen Möhren, Kartoffeln, Zwiebeln, schwarze und rote Johannisbeeren in unterschiedlichen Sorten. Das bedeutet zwar Arbeit, aber „es bringt anschließend Kreativität in die Küche“, schmunzelt sie. Ob Erdbeermarmelade, Aufgesetzter oder leckere Gemüsegerichte, kulinarisch bleiben hier keine Wünsche offen. Dem Gemüsegarten sei Dank.
Überall im Garten der Familie Roters finden sich kleine kreative Oasen.
Überall im Garten der Familie Roters finden sich kleine kreative Oasen. Foto: Tina Nitsche

Elisabeth Roters verlässt sich bei der Gartenarbeit auf Bauchgefühl, Augenmaß und angeeignetes Wissen. Ihre Blumenbeete hat sie so angeordnet, das vorne die flachen Stauden ihren Platz finden und nach hinten hin die höheren Gewächse. Dabei kämpft sie dann auch mal mit natürlichen Unwegsamkeiten, auf die sie keinen Einfluss hat. „Hier“, streicht sie über die Blätter einer Clematis, „sie sind alle verbrannt, die Sonne, sie ist einfach zu heftig in den letzten Tagen.“ Sie hat sich hier ihr Außenreich geschaffen, wohlwissend, das jeder Garten anders ist. „Aber gerade das macht ja den Reiz aus“. Für ihre Arbeit wird sie belohnt, denn in ihrem Garten lässt es sich herrlich entspannen und auftanken. Tina Nitsche

Info:
Der Garten der Familie Roters ist einer von insgesamt sechs Herberner Gärten, die am Sonntag, 12. Juli, ihren Garten für Besucher öffnen, wenn das Herberner Bauerngartenteam zum Tag der offenen Gärten“ lädt.

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