Ein harmonisches Miteinander

Das erste Flüchtlingstreffen wurde überaus gut angenommen
ASCHEBERG. Lamine und Abdoulayce hatten sich schick gemacht. Schließlich waren sie am Samstag eingeladen. Genau wie all die anderen Flüchtlinge aus der Gemeinde Ascheberg.
Ein wenig aufgeregt waren sie alle, die Flüchtlinge, aber auch die Menschen, die das große Treffen initiert hatten. Das war in diesem Falle die Arbeitsgruppe Kontakte der Flüchtlingshilfe St. Lambertus. Was sie erwartet, das wusste niemand so genau. Doch eines sei an dieser Stelle vorab verraten: Es war eine Veranstaltung, die von Erfolg gekrönt war und die vor allem eines zeigte: Ein harmonisches Miteinander und die große Hilfsbereitschaft, die seitens der Bürger den Flüchtlingen entgegengebracht wird.
Viele Bürger haben größere und kleinere Aufgaben übernommen. Ehrenamtlich. Da gab es welche, die die Flüchtlinge von Davensberg und Herbern nach Ascheberg und zurück fuhren.

Jenny Reckers (l.) und  Sohn Leandro (r.) fuhren mit Abdoulaye und Lamine (2.v.r.) von Herbern nach Ascheberg zum großen Flüchtlingstreffen. Foto: Tina Nitsche
Jenny Reckers (l.) und Sohn Leandro (r.) fuhren mit Abdoulaye und Lamine (2.v.r.) von Herbern nach Ascheberg zum großen Flüchtlingstreffen. Foto: Tina Nitsche

Anna, Birthe und Caja Homann beispielsweise kümmerten sich rührend mit einem Spielenangebot um die Flüchtlingskinder. Die Kolpingsfamilie Ascheberg stellte dafür gerne ihre unterschiedlichen Spielsachen bereit.
Man war auf Du und Du, was den Kontakt erleichterte. Denn die AG Kontakte, unter der Leitung von Sabine Lenz und Marlies Rellmann, hatte sich auch zum Thema Kontaktaufnahme im Vorfeld Gedanken gemacht. Gelöst wurde es auf schöne Weise: Jeder Besucher erhielt am Eingang ein Schildchen, wo er seinen Vornamen drauf schreiben konnte. Verschiedene Nationalitäten saßen bei Kaffee und Kuchen gemeinsam an den Tischen. Kommuniziert wurde auf englisch – hier übersetzte Ludger Konkol, Elias Saffra übersetzte weiter ins Arabische – aber auch mit Händen und Füßen.
Rührend war die Geste von Simon und Johannes Nöcker. Die Jungen hatten Kartoffeln verkauft und übergaben Maria Schumacher, Vorsitzende der Steuerungsgruppe, den erwirtschafteten Betrag in Höhe von 40 Euro.
„Dass das so gut angenommen wurde, damit haben wir nicht gerechnet, 120 Gäste, das ist phantastisch“, freuten sich Marlies Rellmann und Sabine Lenz über die Besucherschar.
Auch Maria Schumachers Wunsch, den sie zur Begüßung äußerte, ging in Erfüllung: An den Tischen kamen sich die Menschen näher. Es wurden viele gute Gespräche geführt. Und eines steht schon jetzt fest: Eine Wiederholung eines solchen Treffens ist nicht ausgeschlossen. Tina Nitsche

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