Keine leichte Entscheidung!

Pfarrer Carsten W. Franken sorgt mit plötzlichem Rücktritt für Fassungslosigkeit

ASCHEBERG. Niemand von den vielen Kirchbesuchern hatte auch nur ansatzweise am Sonntagmorgen eine Ahnung, wie die Messe in der St. Lambertuskirche enden würde. Alles war wie sonst. Ein ganz normaler Gottesdienst. Doch dann kam das Ende.
„Ich bin von Herzen gerne Pfarrer und habe in dieser Gemeinde viele tolle Menschen kennenlernen dürfen“, mit weinerlicher Stimme läutete Pfarrer Carsten W. Franken zum Schluss der heiligen Messe seinen Abschied ein. Er hat sich von Bischof Dr. Felix Genn entpflichten lassen. „Mein Dienst in der Gemeinde endet heute Abend um 0 Uhr!“ Fassungslosigkeit machte sich in den Kirchenreihen breit. Mit dieser Nachricht hatte niemand gerechnet. Alle Blicke hingen an den Lippen des Geistlichen, der vorne diejenigen um Verzeihung bat, „denen ich auch mal vor den Kopf gestoßen habe oder geärgert haben sollte“. Seine Entscheidung habe er sich nicht leicht gemacht. „Ich habe lange abgewägt“, gab Franken zu. Aber nach vielen Gesprächen habe er entschieden, dass eine Veränderung der Gemeinde, aber auch ihm gut tun würde. Einer seiner größten Meilensteine während der Ascheberger Amtszeit, war die Fusion der Kirchengemeinde. Hier gibt es noch einiges zu tun. Perspektivisch jedoch, würden die Wege zwischen ihm und dem Pfarreirat auseinander gehen. „Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge“.
Lachend, weil es ihm gemeinsam mit den Menschen der Gemeinde gelungen ist, vieles zu gestalten. Weinend, weil er durch seine Entscheidung einige laufende Projekte nicht mehr zu Ende führen kann. Abschließend dankte er allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfern für die Unterstützung. Ein kurzer Abschied ohne eine gemeinsame Feier. „Was soll ich sagen, „wir sind Carsten W. Franken“. Ich bin traurig. Natürlich bin ich das. Traurig, weil wir es in sechs Jahren Miteinander nicht geschafft haben eine gemeinsame Zukunft zu schaffen“, sagte Kirchenbesucherin Hildegard Kuhlmann nach der Messe. Anderen Besuchern fehlten schlichtweg die Worte. Sie alle hatten nicht mit einer solchen Nachricht gerechnet. „Das war nicht vorhersehbar, das muss man jetzt erst einmal sacken lassen.“ Tina Nitsche

Pater Jenkner wird nun zunächst erst einmal kommissarisch die Aufgaben in der Kirchengemeinde übernehmen.

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