Wie die Vampire!

OJA-Ferienprogramm: Kinder tauchten in die geheimnisvolle Welt der Fledermäuse ein
ASCHEBERG. „Soll ich dir was verraten?“ fragt der kleine Noah ganz aufgeregt und erzählt begeistert: „Fledermäuse sind echt schnell, manche sogar irrsinnig schnell“.
Der kleine Junge ist fasziniert. Er kennt und liebt Fledermäuse. Logisch, dass er sich das Ferienangebot der OJA da nicht entgehen lassen hat. Gemeinsam mit 13 anderen Kindern tauchte er ein, in die geheimnisvolle Welt der kleinen Säugetiere, die gerne mit Vampiren verglichen werden, da sie nachtaktiv sind und dafür tagsüber schlafen.
Martin Relligmann (Echolot Münster) vermittelte den Kindern am Mittwoch fundiertes Wissen. Dieses verpackte der Fachmann auf sehr unterhaltsame Weise. Gebannt verfolgten die Jungen und Mädchen eine Diashow und einen Film. Auf spielerische Weise lernten sie die vielen Sinne der kleinen Tierchen kennen. „Denn die sind wirklich klein, es gibt Arten, die sind gerade einmal so schwer wie drei Gummibärchen“, gibt Leandro Gelerntes wieder.
Am wohl beeindruckernsten ist der Orientierungssinn der Fledermäuse. Um sich in tiefer Dunkelheit orientieren zu können, haben sie ein perfektes Echo-Ortungssystem entwickelt. „Das kann man sich vorstellen wie bei den Walen, nur sehr viel spezifischer, denn die Fledermäuse stoßen während des Fluges laute Schreie im Ultraschallbereich, also oberhalb 20 000 Herz aus“, erklärt Relligmann. Für Menschen sind die meisten dieser Ortungslaute nicht hörbar.

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Elias findet Fledermäuse Cool. Zur Exkursion nahm er ein Stoffexemplar mit. Foto: Tina Nitsche

„Es gibt ganz viele unterschiedliche Arten“, erklärt Elias und Noah fügt hinzu: „Am schnellsten ist der Abendsegler, der fliegt über 50 KmH in der Stunde“.
Doch was essen Fledermäuse eigentlich? „Insekten“, ruft Noah, „Motten fangen die sogar im Flug, Frösche im Wasser und andere Insekten am Boden“. Noah geht oft am Wochenende mit seiner Mama in den Wald, um Fledermäuse zu beobachten. In dieser Gegend sind die Zwergfledermäuse zu Hause. „Aber auch die Wasserfledermäuse, die Rauhaut und manchmal sieht man hier auch die Abendsegler“, sagt Franka.
Nach dem anschaulichen Teil folgt Spätabends die heiß ersehnte Exkursion. „Ich weiß nicht was sie heute machen nach der Hitze und dem Gewitter“, warnt Relligmann vorsichtshalber. Emilia macht die Kamera startklar. „Ich fotografiere welche, denn die sind echt cool“, sagt sie. Ihr Bruder Elias erinnert an die Schnelligkeit der Fledermäuse, was Emilia dazu veranlasst sich für die Videovariante zu entscheiden. An Frenkingsweide dann, werden sie belohnt: Die Fledermäuse fliegen temporeich durch die Nacht! Tina Nitsche

 

Info:
In Deutschland gibt es 25 verschiedene Arten an Fledermäusen. Im Münsterland sind rund 16 Arten heimisch. Weltweit gibt es 900 Arten. Im Schnitt werden Fledermäuse rund acht Jahre alt, es gibt auch Arten die bis zu 40 Jahre alt werden.

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„So sieht eine Fledermaus aus“, präsentierte Leandro begeistert ein Stoffmodell. Foto: Tina Nitsche

 

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