Die Rennpappen kommen!

Trabantclub Sputnik lädt zum großen Trabi-Tag auf die Wiesen vom Bauernhof St. Georg
ASCHEBERG. Die ersten Rennpappen sind bereits eingetroffen. Blau, rot und papyrusfarben reihen sie sich auf der Wiese nebeneinander. Hinter ihnen erstreckt sich saftiges Grün, das unterbrochen wird von rot-weißem Flatterband. Denn die Plätze für weitere Fahrzeuge sind bereits abgesteckt.
Auch die rote Schwalbe hat am Donnerstagabend bereits den Weg aus dem Osten nach Ascheberg gefunden. Hier trifft sie auf ein blaues Zweirad aus dem Westen. Eine Zündapp. Diese nutzt Trabantclub-Chef Thomas Wentker, um auf schnelle Weise die Wege zu verkürzen. Denn der Vorsitzende des Trabantclub Sputnik hat alle Hände voll zu tun. Schließlich steigt am Samstag, 6. August, der große Trabi-Tag auf dem Gelände des Bauernhof St. Georg. Da will jede Menge organisiert werden.
Zum sechsten Mal findet das Ostalgie-Spektakel auf dem Bauernhof in Ascheberg statt. „Davor waren wir zwei Mal auf dem Hof Kneilmann in Ascheberg“, verrät Wentker. Insgesamt jedoch dürfen sich die Fans auf den nunmehr 26. Tag des Trabis freuen. Und dabei warten nicht nur Trabis auf die Gäste. „Nein, wir haben auch andere Fahrzeuge hier, wie beispielsweise Wartburg oder Lada“, verrät Julian Wentker, der seinem Vater in Tagen wie diesen selbstverständlich hilft.

Die ersten Rennpappen sind am Donnerstagabend auf dem Gelände des Bauernhofes St. Georg bereits gesichtet worden. Foto: Tina Nitsche
Die ersten Rennpappen sind am Donnerstagabend auf dem Gelände des Bauernhofes St. Georg bereits gesichtet worden. Foto: Tina Nitsche

Die Trabi-Freunde schlagen ihre Zelte gerne in Ascheberg auf. Oder sollte man besser sagen, sie stellen ihre kleinen Quek-Juniors hin? Denn die Wohnwagen im Miniformat, bieten alles auf kleiner Fläche, was für zünftige Camping-Tage nötig ist. Im Osten reiste man eben gerne bescheiden. Rund 200 Fahrzeuge unterschiedlichster Art erwartet der Trabantclub Sputnik in Ascheberg. Doch nicht nur Zweiräder und Rennpappen machen den Reiz dieser Veranstaltung aus. Denn an unterschiedlichen Ständen können zudem Teile und Zubehör für die ostalgischen Fahrzeuge ergattert werden. Auch typische kulinarische Spezialitäten aus dem Osten finden sich am Samstag in Ascheberg. Denn das Geschmackszentrum Ost mit diversen Ossi-Spezialitäten im Gepäck, ist ebenfalls vertreten. Als westliches Pendant dazu baut der Bauernhof St. Georg seinen Marktwagen auf und verwöhnt die Gaumen der Gäste mit Leckereien aus der münsterländischen Heimat. Bewegung kommt bei der Sputnikiade ins Spiel. Hier werden die vielen Disziplinen in diesem Jahr um Minigolf und Glücksrad erweitert. Tina Nitsche

Info:
Ab 12 Uhr dürfen Besucher das Ostalgie-Spektakel genießen. Ab 13 Uhr steigt der lustige Wettkampf „Sputnikiade“ für Trabi-Fans und Gäste. Gegen 18 Uhr werden die Gewinner der Sputnikiade und das schönste Fahrzeug gekürt. Am Sonntag, 7. August, endet das Trabi-Treffen nach dem Frühstück.

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Entspanntes Kirmesvergnügen

Marktmeister Rolf Kehrenberg zieht Bilanz
ASCHEBERG. Drei Tage lang stand Ascheberg Kopf! Die Jacobi-Kirmes lockte mit einem bunten und schillernden Angebot und bescherte den Besuchern drei Tage entspanntes Kirmesvergnügen.
Eine Tatsache die Marktmeister Rolf Kehrenberg freut. „Denn wir durften uns auch aus polizeilicher Sicht über eine friedliche Veranstaltung ohne besondere Vorkommnisse freuen.“ Polizei und Wachdienst seien ständig auf dem Platz unterwegs gewesen. In diesem Jahr jedoch aufgeteilt in Zweiergruppen, „und diese kleineren Einheiten haben für einen ganz dezenten Charakter gesorgt“, lobt Kehrenberg.
Auch aus wettertechnischer Sicht, gab es kaum etwas zu bemängeln. Lediglich der Regenschauer am Montagnachmittag sei zu einem etwas ungünstigen Zeitpunkt auf die Veranstaltung niedergeprasselt. „Eine Stunde früher wäre besser gewesen, denn 16 Uhr ist eine Zeit, wo viele Feierabend haben und erwägen noch einmal loszugehen.“ Der Regen habe gerade auswärtige Gäste dann jedoch eher abgeschreckt.
Die Ascheberger ließen sich davon nicht die Laune verderben. An allen drei Tagen war herrschte munterer Betrieb. Auch der Krammarkt kam sehr gut an und war bestens besucht, wenngleich die Kaufkraft fehlte. Dennoch habe sich der Markt nun nach sechs Jahren etabliert.
Einen Pluspunkt verteilte der Marktmeister auch in punkto Sauberkeit. „Die Schausteller haben vor ihren Geschäften regelmäßig die Flächen saubergehalten, „und unser Thomas, ein Klient von St. Georg, war unermüdlich im Einsatz und hat alle Tage die Müllsäcke entsorgt.“ Was jedoch nicht angenommen wurde, sei das zweite Zelt auf dem Parkplatz an der Sandstraße gewesen. „Ich weiß nicht, ob die Betreiber im kommenden Jahr noch einen Versuch starten“, so Kehrenberg. Die Schausteller, haben dieses Jahr bislang nicht unbedingt rosige Zeiten erlebt. Die Anschläge in Europa führten dazu, dass viele Menschen größere Veranstaltungen gemieden haben. In Ascheberg seien sie weitestgehend zufrieden gewesen.
„Denn hier konnten wir auf treue Stammkunden bauen“, brachte es Schausteller Peter Ebert auf den Punkt. „Somit fällt auch das Fazit zufriedenstellend aus!“, so Marktmeister Rolf Kehrenberg abschließend. Tina Nitsche

Die größte Dorfkirmes im Münsterland hat drei Tage für Rummel gesorgt. Im Jump Street ging es ab Richtung Himmel - die Gäste genossen den nächtlichen Farbenrausch. Foto: Tina Nitsche
Die größte Dorfkirmes im Münsterland hat drei Tage für Rummel gesorgt. Im Jump Street ging es ab Richtung Himmel – die Gäste genossen den nächtlichen Farbenrausch. Foto: Tina Nitsche

Die Welt im Farbenrausch

Besucher genossen die Jacobi-Kirmes mit allen Sinnen
ASCHEBERG. Dieser Regen war heiß ersehnt! Schließlich kam er keineswegs nass daher, sondern bunt und fröhlich, in Form vieler farbenprächtiger Freichips.
Unzählige Hände reckten sich gen Himmel, als Bürgermeister Dr. Bert Risthaus, die diesjährige Jacobi-Kirmes nach den offiziellen Ansprachen, ganz traditionell mit dem Werfen von Fahrchips am Kinderfahrgeschäft Rasch eröffnete.
„Wir geben Gas – wir wollen Spaß“, kam passend dazu die Aufforderung über die Lautsprecher. Und nichts anderes hatte die Besucherschar geplant. Nach dem bunten Schauer stoben Jung und Alt auseinander und stürzten sich ins bunte Kirmesgetümmel. Tauchten ein, in eine Welt, die bunt, schillernd, leicht und vielversprechend daherkam. Selbst der erste Bürger konnte sich dieser ganz besonderen Atmosphäre nicht entziehen und hob kurzerhand ab in der Kultmaschine mit dem vielversprechendem Namen High-Impress. Lachend ließ er sich dabei mit Vertretern von Rat und Gemeinde in andere Welten wirbeln. Andere taten es ihm gleich. Sie genossen das vielfältige Reisevergnügen, das mal vorwärts, mal rückwärts, mal hoch und mal runter oder auch mal über Kopf ging. Die Welt versank im Farbenrausch, der Fahrtwind zauberte neue Frisuren hervor und das gute Laune Barometer stieg minütlich an.
Gäste von nah und fern, darunter natürlich viele ehemalige Aschebeberger, die alle Jahre wieder zur Kirmes in die alte Heimat zurückkehren, genossen das Kirmesspektakel mit allen Sinnen. Schließlich wurde auf allen Ebenen richtig viel geboten. Nervenkitzel in der Luft und am Boden, kulinarische Genüsse in allen Varianten und eine unglaublich schöne Stimmung.
Entspannt flanierten die Menschen über den Rummel. Nur gelegentlich eckten sie mal an, an bestimmten Knotenpunkten. Selbst Wettergott Petrus war der Traditionsveranstaltung bestens gesonnen. Er schickte weder Sturm noch nassen Regen – sondern bestes Kirmeswetter, das in Form einer lauen Sommernacht daher kam, die selbstverständlich auch wieder typische Trends hervor zauberte. Mega in waren schrille Kopfbedeckungen und farbenfrohe Sonnenbrillen. Selbst erklärte Kirmesfreunde wurden in der Menge ausgemacht! Ihre Vorliebe zur Kirmes trugen sie mit eigens angefertigten Shirts zur Schau. Tina Nitsche

Ich geb Gas - ich will Spaß! Foto: Tina Nitsche
Ich geb Gas – ich will Spaß! Foto: Tina Nitsche

Und  los geht die Fahrt!! Foto: Tina Nitsche
Und los geht die Fahrt!! Foto: Tina Nitsche

Abflug: Die SPD-Männer Johannes Waldmann (r.) und Volker Brümmer (l.) ließen sich im Break-Dance schwungvoll und gut gelaunt in andere Welten wirbeln. Foto: Tina Nitsche
Abflug: Die SPD-Männer Johannes Waldmann (r.) und Volker Brümmer (l.) ließen sich im Break-Dance schwungvoll und gut gelaunt in andere Welten wirbeln. Foto: Tina Nitsche

Mit der Freundin über den Rummel! Foto: Tina Nitsche
Mit der Freundin über den Rummel! Foto: Tina Nitsche
Soll ich Euch was sagen: Jetzt wird drei tage gefeiert! Foto: Tina Nitsche
Soll ich Euch was sagen: Jetzt wird drei tage gefeiert! Foto: Tina Nitsche

Gut gelaunt bei der Arbeit: Heidi und Andy Sperlich! Foto: Tina Nitsche
Gut gelaunt bei der Arbeit: Heidi und Andy Sperlich! Foto: Tina Nitsche

Verwöhnte die Gäste mit leckeren Crepes: René Rasch! Foto: Tina Nitsche
Verwöhnte die Gäste mit leckeren Crepes: René Rasch! Foto: Tina Nitsche

Wir heben ab: im High-Impress! Foto: Tina Nitsche
Wir heben ab: im High-Impress! Foto: Tina Nitsche

Wiedersehensfreude! Die Schausteller grüßen die Ascheberger. Foto: Tina Nitsche
Wiedersehensfreude! Die Schausteller grüßen die Ascheberger. Foto: Tina Nitsche