Der Häuptling kommt mit dem Fahhrad

Gruppe Natur und Pflege leistet seit 20 Jahhren ehrenamtliche Arbeit in der Gemeinde
ASCHEBERG. Nach und nach trudelten die Herren am Pümpchen ein. Zu Fuß. Denn das Pümpchen an der Sandstraße war der Treffpunkt, den die Gruppe Natur und Pflege für ihre traditionelle Winterwanderung, die immer am Samstag nach Rosenmontag stattfindet, ausgemacht hatten.
Nur einer bog wenig später anders um die Ecke. „Der Häuptling kommt mit dem Fahrrad“, konnte sich Rudi Knabe ein Grinsen irgendwie nicht verkneifen, als Alfons Voß vom Drahtesel stieg. Voß und sein Fahrrad gehören irgendwie zusammen. Und das seit nunmehr zwanzig Jahren. So begegnen ihm die Bürger am häufigsten. Denn der Ascheberger ist täglich mit dem Rad unterwegs. Am liebsten in der Natur. Denn eben diese ist ihm ein wichtiges Anliegen! Genau wie Frank Römisch. Die beiden gründeten vor 20 Jahren die Gruppe Natur und Pflege, die heute auf fünfzehn Mitglieder angewachsen ist.
Reinhard Baumhöver, Jürgen Köppen, Ferdi Vennemann, Rudi Knabe, Winfried Tönies, Martin Höring, Bernfried Kallwey, Raimund Weiß, Rolf Nientidt, Rolf Kleemann, Fritz Hermann und Theo Merschieve sind nämlich auch mit von der Partie. Jüngster Neuzugang ist Ludger Naber. Eines haben diese Herren gemeinsam: Sie lieben die Natur, „und diese Gemeinschaft, vor allem aber den Zusammenhalt“, nennt Rolf Nientidt einen weiteren Grund, weshalb er hier gerne mit anpackt. Anpacken ist genau das richtige Wort, für das was die Herren leisten. Sie befreien die Natur von Unrat. „Wir sorgen dafür, dass nicht überall soviel Müll rumliegt, denn der wird mittlerweile überall achtlos auch mitten im Grünen abgeladen.“
Ferner reparieren und pflegen sie die Holzbänke, die überall in der Gemeinde, sprich in den drei Ortsteilen, für Spaziergänger aufgestellt sind. Auf diesem Sektor hat ihnen die Arbeit schon manches Lob eingebracht. „Vor allem Touristen sind oft erstaunt, dass es bei uns noch so etwas gibt.“, verrät Alfons Voß. Logisch, dass die dann gerne ein Päuschen auf einer gepflegten Bank einlegen. Frische Luft und Bewegung ist das, was alle Herren an dieser Arbeit reizt. „Außerdem lernt man immer wieder Leute kennen und kommt ins Gespräch“, fügt Voß hinzu. „Nicht zu vergessen, man tut mit diesem Ehrenamt auch etwas Gutes“, ergänzt Ludger Naber. Denn es ist ein Ehrenamt, dass diese Herren ausführen. Bescheiden und ohne großes Aufheben darum zu machen. Eine Arbeit, die vielseitig ist und auch ein wenig Bürokratie erfordert.
Sponsorensuche
„Bei der Sponsorensuche zum Beispiel, denn von alleine bezahlen sich die Bänke und ihre Instandhaltung nicht“, gibt Voß zu, dass da auch in diesem Jahr wieder Gönner gefragt sind. Noch haben sie Pause. Im Frühjahr geht es dann wieder los. Am Samstag startete die Truppe zum Winterspaziergang, „ins Blaue“, grinste Alfons Voß, der aber nicht ausschloss, dass die Wanderung nicht doch irgendwo auch durchs Grüne führte. Logisch, denn da fühlt sich die Gruppe Natur und Pflege irgendwie am Wohlsten. Und das seit nunmehr zwei Jahrzehnten. Tina Nitsche

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