Archiv der Kategorie: Menschen

Der Ball rollt

Eine echt coole Veranstlatung diese erste Mini-WM der Gemeinde Ascheberg. Foto: Tina Nitsche
Eine echt coole Veranstlatung diese erste Mini-WM der Gemeinde Ascheberg. Foto: Tina Nitsche
Als fußballbegeisterte Oma reiste Ursula Janßen eigens aus Münster an, um Costa Rica anzufeuern, denn da kickte Enkel Felix mit. Foto: Tina Nitsche
Als fußballbegeisterte Oma reiste Ursula Janßen eigens aus Münster an, um Costa Rica anzufeuern, denn da kickte Enkel Felix mit. Foto: Tina Nitsche

Gelungenes Debüt: Erste Mini-WM in der Gemeinde Ascheberg

 

ASCHEBERG. Der WM Auftakt war geradezu fulminant. Tropische Temperaturen, Tore im Minutentakt, Jubel, traurige Brasilianer und Italiener, Anfeuerungsrufe. Ein Debüt nach Maß, zumindest in diesem Fall. Denn seit Dienstag rollt der Ball. Auf zwei Soccer-Feldern an Schlingermanns-Weide in Ascheberg. Die erste Mini-WM der Gemeinde ist gestartet. Spannend, farbenfroh und sportlich fair. Da lief selbst Oma Ursula Janßen zur Höchstform auf und reiste als eingefleischter Fußballfan bewaffnet mit Kamera aus Münster an, um Costa Rica anzufeuern, wo Enkel Felix erfolgreich mitmischte. Auch Bürgermeister Dr. Bert Risthaus mutierte am Dienstagabend zum Fan der „Roten“, denn Sohn Pius ging ebenfalls für die Mannschaft auf Torejagd. Und traf! SVH-Coach Jens Feckler verfolgte die Partie Costa-Rica gegen Italien mit dem versierten Trainerauge, das besondere Augenmerk galt dabei natürlich Sohn Mats. Der Jubel kannte keine Grenzen, die Costa-ricanische Nationalelf schrubbte Italien, ließ Uruguay mit einem 8:0 Sieg ganz blass aussehen und schaffte es trotz Niederlage gegen Angstgegner Englands ins Achtelfinale. Opa Hermann Schlüchter ließ in Herbern alles stehen und liegen, um Australien anzufeuern, wo Enkel Torben Schulze-Horn in der Start-Elf stand. Allerdings scheiterte diese Truppe in der Vorrunde. Die Köpfe glühten, der Schweiß rann, die kleinen Kicker gaben alles. Doch was machen Fußballer eigentlich nach Feierabend? „Schön nach Hause gehen, duschen, Erdbeeren schnibbeln und entspannen“, verriet die Mama eines kleinen Australiers. Der Hunger wurde jedoch auch am Spielfeldrand gestillt. Und zwar auf ganz gesunde Weise mit dem „Sportsalat Kus-Kus“ und der Fitnessvariante „Hirsepfanne“. Manch einer schaute zunächst verwundert, aber die gesunde Kost kam an. Gegen die subtropischen Temperaturen gab es zwei Alternativen: erfrischende Getränke oder wie zwei Mädels es taten: Den Kopf kurzerhand in den Wassereimer tauchen. Von „Sportmediziner“ Friedhelm Staar (DRK) hagelte es dafür eine Rüge, da diese Art der Abkühlung nicht ganz ungefährlich ist. Heute Abend geht die Mini-WM in die zweite Runde. Tina Nitsche

Eine ungeplante Tat…..

Riesenfreude bei  Theo Bonkhoff und seiner Frau Conny über die unverhoffte Königswürde. Foto: Tina Nitsche
Riesenfreude bei Theo Bonkhoff und seiner Frau Conny über die unverhoffte Königswürde. Foto: Tina Nitsche

Die Bürgerschützen Ascheberg haben einen neuen König! – Theo Bonkhoff regiert das Schützenvolk

ASCHEBERG. Norbert Rüschenschmidt hätte gerne den Kaiser gemacht, Theo Bonkhoff jedoch pustete den prächtigen Königsvogel einfach von der Stange. Ungeplant und so ganz ohne Vorsatz! „Und damit schreiben die Bonkhoffs mal wieder Bürgerschützengeschichte“, resümierte Rainer Heubrock, Vorsitzender der Bürgerschützen Ascheberg. Denn was sein Vater Klaus vor zehn Jahren vollbrachte, vollzog der Sohn am Donnerstag um 19.03 Uhr. Mit dem 212. Schuss holte er den von den Kanonieren erbauten Prachtvogel „Pass up Füer“ von der Stange. Der Jubel brach los. An der Festwiese herrschte Ausnahmezustand. Die frischgebackene Majestät erhob sich halb liegend auf den Armen der Avantgarde über das Schützenvolk und der neuen Königin Conny Bonkhoff stand die Überraschung ins Gesicht geschrieben: „Damit habe ich heute Morgen wirklich nicht gerechnet.“ Ihrem Mann erging es ähnlich, aber dann überwog die Freude. Der Weg zum Königstitel war für den 51-jährigen fast ein Spaziergang. Königskampf? Fehlanzeige! Theo Bonkhoff trat in keinen Wettkampf, den lieferten sich zuvor Karsten „Olli“ Olbrich, Norbert und Günther Rüschenschmidt. Auch Andreas Dopp griff noch mal ins Geschehen ein und dann enterte Oberst Theo Bonkhoff die Vogelstange. Zielte einmal, ließ dann seinem Stellvertreter Lothar Bolte den Vortritt, legte noch mal an und es krachte! „Pass up Fuer“ segelte zu Boden und die Gäste sangen: „Wir haben einen neuen König“. Für ein Jahr regiert Theo Bonkhoff nun mit Ehefrau Conny das Schützenvolk und tritt damit die Nachfolge von König Heiner Kröger an. Unterstützt wird das neue Königspaar vom Hofstaat, dem Ute und Berthold Sobbe, Jürgen und Karin Heubrock, Hermann-Josef und Martina Becker, Ralf und Angelika Woesthoff, Bernhard und Andrea Kröger, Herbert und Angelika Holzhinrich, Gudula Maurer und Andreas Dopp sowie der Fast-Kasier Norbert Rüschenschmidt mit Ehefrau Marita angehören. Wachhabender ist Jürgen Albers. Durch die ungeplante Tat galt es für den neuen König einiges zu organisieren. So muss sein Stellvertreter Lothar Bolte nun als Oberst die Schützen befehligen. Ehefrau Conny nahm es gelassen: „Ich wusste ja das es irgendwann passiert“. Tina Nitsche

 


Am Rande notiert:

Wer nahm dem Königsvogel die Flügel? Das erledigten Christoph Westbroek (linker Flügel) und Luca Hannig (rechter Flügel). 

Derweil gab sich Dietmar Panske, zweiter Vorsitzender der Bürgerschützen, mit Blick zum Himmel demütig:

„Es ist trocken geblieben, Petrus hat mitgespielt, da kann ich nur demütig danke sagen!“

Melodisch mit französischem Charme

Jürgen Hammelmann startet mit einem Citroen Feuerwehrauto zur ACA-Oldtimerausfahrt

ASCHEBERG. Von wegen schrill und abgehackt! Wenn Jürgen Hammelmann das Horn seines Citroen HY MTW in Gang setzt, erschallt ein melodischer Ton. Klangvoll, wie die französische Sprache. „Ja der Ton ist ein wenig speziell“, sagt der Ascheberger und grinst. Der 1973 erbaute knallrote frontgetriebene Wellblechbus ist sein ganzer Stolz und reiht sich als Oldie Nummer acht in seinen französischen Oldtimer-Fahrzeugpark ein. „Ich habe das Fahrzeug im Internet entdeckt, da stand es in Frankreich zum Verkauf“, erzählt Hammelmann. Doch er war zu spät, das knallrote Auto war bereits weg. 2010 tauchte dann genau dieses Fahrzeug im Schwarzwald wieder auf. „Und da habe ich zugeschlagen.“ Seitdem ist der Mannschafts-Transport-Wagen, der übrigens zu seinen aktiven Zeiten im Elsass die Blauröcke zum Einsatzort fuhr und 74 200 Kilometer auf dem Buckel hat, im Besitz von Jürgen Hammelmann. Viel zu machen brauchte der Oldtimerliebhaber an seinem „Schätzchen“ nicht. „Er läuft einwandfrei. Gut wenn man jetzt genau hinschaut, sieht man an manchen Stellen Patina“, sagt er. Doch dafür muss man das Gefährt schon genau unter die Lupe nehmen, auf den ersten Blick springt dem Betrachter ein ungewöhnliches Fahrzeug ins Auge. Eines, das so ganz ohne Hightech auskommt. Und genau das ist es was Jürgen Hammelmann fasziniert. „Wenn da was am Motor wäre, dann kann ich selbst Hand anlegen.“ Das gilt auch für seine anderen Franzosen. Die Vorliebe für Citroen, die hat sich entwickelt. „1983 habe ich mit einer Ente am ersten Welttreffen in Xanten teilgenommen“, streicht er über die rote Außenhaut seines Feuerwehrautos. Danach war erst einmal Pause, 2004 startete er wieder durch, begann zu schrauben und fuhr zu Weltreffen nach Schottland oder Tschechien. Auch beim ACA Oldtimertreffen ist er ein bekanntes Gesicht. Da war er u.a. mit seinem Citroen 2 CV Kastenwagen, BJ 1961 dabei, 2013 dann mit dem Mannschaftswagen. „Und da haben wir direkt den Gesamtsieg eingefahren.“ Auch am heutigen Samstag lässt Hammelmann den französischen Charme spielen. Auf den blauen Kunstlederbänken im hinteren Teil nehmen Peter Teermann, Harald Friemann und Arno Bentlage Platz. Über sich die original Trage, die unter der Decke befestigt ist und noch einen leichten Brandgeruch von den vielen Einsätzen verströmt. Hinterm Steuer des 58 PS-starken Gefährts: Jürgen Hammelmann, begleitet vom Klang des französischen Horns. Tina Nitsche

Wenn die Welt auf einmal klein wird…..

Herberner Unternehmen Metallbau Schrilz baute einen der krassesten Skywalks der Welt…..

Am 3. Juli 2013 wurde die Aussichtsplattform "Biggeblick", die vom Herberner Unternehmen Metallbau Schrilz erbaut worden ist, eröffnet. Kein Jahr später hat sie es unter die 23 krassesten Skywalks der Welt geschafft. Foto: Tina Nitsche
Am 3. Juli 2013 wurde die Aussichtsplattform „Biggeblick“, die vom Herberner Unternehmen Metallbau Schrilz erbaut worden ist, eröffnet. Kein Jahr später hat sie es unter die 23 krassesten Skywalks der Welt geschafft. Foto: Tina Nitsche

HERBERN. Ein schwindelerregendes Gefühl ist beim Besuch nicht ganz ausgeschlossen, denn wer die Aussichtsplattform „Biggeblick“ betritt, der begibt sich 90 Meter in die Höhe. Da fahren die Gefühle Achterbahn, der Adrenalinwert schnellt rasant nach oben und der Nervenkitzel ist ständiger Begleiter. Kurzum: Da kann auch dem mutigsten Besucher schon mal der Atem stocken, wenn nur silber glänzender Stahl zwischen ihm und der Tiefe liegt.
Im vergangenen Sommer wurde die Aussichtsplattform „Biggeblick“im sauerländischen Attendorn fertiggestellt und offiziell eröffnet. Nicht ganz unschuldig daran ist das Herberner Unternehmen Metallbau Günter Schrilz. Denn der Spezialist für Sonderanfertigungen hat dieses futuristisch anmutende „Monstrum“ erschaffen.
Kein Jahr später zählt es zu den krassesten 23 Skywalks der Welt. Eine Tatsache, die nicht nur die Einheimischen, sondern vor allem Günter Schrilz mit Stolz erfüllt. Denn das hätte er sich nicht träumen lassen, dass sein Werk mal im gleichen Atemzug genannt wird mit der Bridge Climb in Sidney oder dem Willis Tower in Chicago, die als die grandiosesten Aussichtsplattformen der Welt gelten, wie es die Wirtschaftswoche betitelt. Dabei gilt der Skywalk „Biggeblick“ als der jüngste in diesem Reigen, schließlich ist er gerade mal knapp ein Jahr alt und hat rasante Erfolgsgeschichte geschrieben. Nicht nur dass sich die Aussichtsplattform innerhalb weniger Monate zum Publikumsmagneten schlechthin entwickelte. „Nein, im Ranking der krassesten Skywalks der Welt stehen wir auf Platz sieben“, kann Erbauer Günter Schrilz es immer noch nicht richtig fassen. „Unglaublich“. Mit nur einem Wort beschreibt der Herberner sein Gefühlsleben. „Da wird die Welt plötzlich ganz klein, man braucht nicht bis zum Grand Canyon zu reisen, um unvergleichliche Ausblicke zu genießen“. Günter Schrilz hat ein Unikat erschaffen, ja, aber er hätte niemals damit gerechnet, dass dieses einschlägt „wie eine Bombe“ und schon gar nicht, dass sein Werk es unter die ersten zehn schwindelerregensten Aussichtspunkte mit Gänsehaut-Faktor der Welt schafft. Tina Nitsche

Die Frau mit dem Tuch

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Henrietta Königskötter bietet einen Infoabend zum Thema Tagetücher im Kindergarten St. Lambertus an

ASCHEBERG. Die Frau mit dem Tuch, als solche ist Henrietta Königskötter in Ascheberg bekannt. Denn die vierfache Mutter nutzt für ihren Jüngsten Tragetücher und hat damit nicht nur ihr Kind immer dabei, sondern auch die Hände frei für die Geschwister. Gleichzeitig genießen Mutter und Kind auf diese Weise gleich mehrere Vorteile: „Die unmittelbare Nähe zur Mutter übt auf das Kind eine beruhigende Wirkung aus, gleichzeitig wird die Augenentwicklung des Kindes gefördert, da es praktisch durch die Tragehaltung auf Augenhöhe unterwegs ist“, erklärt Henrietta Königskötter. Der Vorzug für die Mamis: Sie trainieren ganz nebenher ihre Rückenmuskulatur. Doch wie wird eigentlich ein solches Tuch richtig angelegt? „Eine berechtigte Frage“, sagt Henrietta Königskötter und lacht. Denn sie erinnert sich noch ganz genau an ihre eigenen Anfänge. „Ich habe das gesehen als ich schwanger war und habe mir eines besorgt, aber so ohne Anleitung war das verdammt schwer“. Also nutzte die junge Mutter die Chance, als sie von der ClauWi Trageschule in Dresden hörte. Hier absolvierte sie einen Kurs und lernte nicht nur die unterschiedlichen Tücher, die längentechnisch variieren, sondern auch die unterschiedlichen Trage- und Bindetechniken kennen.“ Ihren Kurs absolvierte die Aschebergerin erfolgreich und ist seitdem anerkannte ClauWi-Trageberaterin. Doch das Tragen von Babys und Kleinkinder – die Tücher sind für Kinder bis 20 Kilo konzipiert – birgt auch viele Fragen. Bekommt das Kind genug Luft? Lindert das Tragen Koliken? Tragetuch oder Tragehilfe? Vorne, auf der Hüfte oder lieber auf dem Rücken tragen? Welche Bindeweise und warum? Welche Stoffunterschiede gibt es? Was ist mit der Wirbelsäule von Mutter und Kind? Diese Fragen beantwortet Henrietta Königskötter am Dienstag, 13. Mai um 19.30 Uhr im Kindergarten St. Lambertus. Denn dort findet der erste Informationsabend, der übrigens durch Tagesmütter initiiert wurde, in der Gemeinde zu eben diesem Bereich statt. Sollte genügend Interesse zum Tragen von Babys und Kleinkindern bestehen, ist Henrietta Königskötter gerne bereit auf Wunsch einen Kurs oder Einzelberatungen zum Thema Tragetuch anzubieten. Tina Nitsche

„LH“ – forever

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Hubert Schwartländer ist seit über 40 Jahren mit LH-Kennzeichen unterwegs
HERBERN. „Wo liegt eigentlich dieses „LH“ genau?“ – Diese Frage hat Hubert Schwartländer im Laufe der Jahre sehr oft gehört. „In den 90ern wurde LH, das ja für Lüdinghausen steht, dabei von den Jugendlichen immer mit der Ostzone verbunden“, sagt der 67-jährige und muss schmunzeln.
Dieses LH, von dem hier die Rede ist, ist das Kennzeichen, das seit 1971 an dem weißen 7,5 Tonner Mercedes 808 prangt. Huberts Vater Paul kaufte damals das weiße Auto für das Familienunternehmen Getränke Schwartländer. Sohn Hubert übernahm den Betrieb 1978 und damit auch den weißen LKW. Und dabei musste er dann für sein geliebtes Kennzeichen kämpfen. „Die Reform war damals ja schon vorüber, denn 1974 wurde das COE-Kennzeichen für unsere Gemeinde eingeführt, also wollte das Amt, dass ich mein Kennzeichen austausche“. Doch Hubert durfte sein geliebtes Kennzeichen LH-V 363 behalten. Lediglich ein Zusatzstempel mit COE gesellte sich auf den weißen Untergrund des blechernen Schildes. „Da haben die drauf bestanden“. Bis heute läuft das 1968 erbaute Fahrzeug noch auf seinen Namen, obwohl Schwartländer die Firma längst an seinen Nachfolger Daniel Zimmermann übergeben hat. „Aber nur so konnten wir das Kennzeichen behalten.“ Seit 43 Jahren fährt der weiße LKW nun schon mit seinem LH-Kennzeichen durch die Gegend und damit sind so manche Erlebnisse verbunden. Eines davon ist Hubert Schwartländer besonders gut in Erinnerung. „Das war eine Riesenstory und stand auch in der Zeitung“, erzählt er von der Begebenheit, als er 1972 auf dem Weg von der Germania Brauerei Münster mit 30 Fässern Bier an Bord, auf dem Rückweg in Höhe von Haus Borg bei Rinkerode die Begegnung der dritten Art hatte. Da fielen ihm vier Jäger auf. „Ich dachte nur, dass mir von denen bloß nicht noch einer durch die Scheibe schießt“. Kaum zu Ende gedacht, splitterte sein Frontglas, hinter seinem Fahrersitz landete ein Fasan und Hubert Schwartländer war übersät mit Glassplittern. „Da hat ein Jäger tatsächlich aus fünf Metern Entfernung mit dem Schrotgewehr gezielt und einen Volltreffer gelandet“. Heute kann Schwartländer darüber schmunzeln, aber damals sah das anders aus. „Ich habe 500 DM Schmerzengeld bekommen, in den USA hätte das 50 000 Dollar gegeben“. Doch das weiße Auto, das mittlerweile die zweite Maschine unter der Haube und 700 000 Kilometer auf dem Buckel hat, wurde auch als Bühne für die Blaskapelle Schwartländer genutzt und hat ebenfalls für so manchen Umzug hergehalten. „Es ist immer einwandfrei gelaufen, allerdings wurde es auch immer bestens gepflegt“, so Schwartländer, der viele Karosseriearbeiten selbst erledigt hat. Ein Auto, das bekannt war, wegen seines Kennzeichens. „Mein Auto ist das älteste Auto in der Gemeinde, das mit LH-Kennzeichen unterwegs ist.“ Und daran wird sich wohl nie mehr etwas ändern, denn heute ist es wieder Up-To Date das LH-Kennzeichen. Bei einem Neuwagen würde selbst Hubert Schwartländer wieder darauf setzten. Für den weißen LKW schließt sich damit der Kreis, nach 43-Jahren-LH-Geschichte. Tina Nitsche

INFO: Laut Straßenverkehrsamt Lüdinghausen sind mittlerweile schon über 2 000 Kennzeichen mit LH reserviert worden.

Das individuelle Geschenk

Kolpingsfamilie Ascheberg bietet Bastelnachmittag an

ASCHEBERG. Am 11. Mai ist Muttertag. Für alle Kinder, die noch eine individuelle Geschenkidee suchen, bietet die Kolpingsfamilie Ascheberg, am Samstag, 10. Mai, einen Bastelnachmittag an. Im Pfarrheim St. Lambertus können Kinder ab 14 Uhr kreativ werden, um für ihre Mamis ein ganz besonderes Geschenk selber herzustellen. Es wird ein Materialanteil von 3 Euro berechnet. Anmeldungen für diesen Kurs sind bis zum 6. Mai bei Familie Weiß, Tel. (0 25 93) 988 52 oder via Email unter anke@kf-ascheberg.de erforderlich. Tina Nitsche