Schlagwort-Archive: ALS Ice Bucket Challenge

Eine unglaubliche Idee mit großer „Neben“-Wirkung

Die Eisduschen spülen auch Geld in die Kassen vom Ascheberger Verein „Diagnose ALS – was nun“

Claudia Weber freut sich riesig, dass die ALS Ice Bucket Challenge auch in die hiesige Gemeinde geschwappt ist, und das zahlreiche Spenden diverser Bürger somit auch Geld in die Kassen ihres Vereins "Diagnose ALS - was nun" gepült hat. Gerne stellt sie auch Spendenquittungen aus. Foto: Tina Nitsche
Claudia Weber freut sich riesig, dass die ALS Ice Bucket Challenge auch in die hiesige Gemeinde geschwappt ist, und das zahlreiche Spenden diverser Bürger somit auch Geld in die Kassen ihres Vereins „Diagnose ALS – was nun“ gepült hat. Gerne stellt sie auch Spendenquittungen aus. Foto: Tina Nitsche

ASCHEBERG. Uli hat es getan, ebenso wie Olli, Thomas und ganz viele andere auch. Sie alle haben die Eisdusche über sich ergehen lassen, geschrieen, Freunde nominiert und für den guten Zweck gespendet. In diesem Falle explizit für den Ascheberger Verein „Diagnose ALS was nun“. „Es ist eine verrückte Idee, um es mal auf den Punkt zu bringen, aber der, der diesen Einfall zur Challenge hatte, der müsste nachträglich noch mit einem Preis ausgezeichnet werden“, ist Claudia Weber völlig begeistert.
Sie gründete 2010 den Ascheberger Verein ALS, nachdem ihr Mann Matthias genau an dieser Krankheit gestorben ist. Von der ALS-Ice Bucket Challenge hat auch ihr Verein profitiert. „Hier sind schon Spenden angekommen“, kann sie eine positive Bilanz ziehen und weitere Spenden sind bereits angekündigt. „Die Aufmerksamkeit ist riesig und das ist Klasse“, findet die Aschebergerin. Denn aus Erfahrung weiß sie, das Spenden nötig sind, um etwas zu bewirken. Selbst im Kleinen.
Der Ascheberger Verein leistet nicht nur Aufklärungsarbeit, sondern unterstützt auch bedürftige Familien. Zudem spendet der Verein regelmäßig was an die ALS Ambulanz Bergmannsheil, die ALS Ambulanz MHH Hannover sowie an Professor Schöler vom Max-Planck-Institut. „Forschungsgelder sind immer knapp, die für die Krankheit ALS aber ganz besonders“, weiß Claudia Weber. Doch nun sprechen die Zahlen eine andere Sprache. Vom 15. Juli bis zum 21. August diesen Jahres nahm die ALS Association 41,8 US Dollar durch Spenden ein.
Vor der Challenge waren es im Vorjahreszeitraum gerade einmal 2,1 Millionen US-Dollar. „Eigentlich überlegt man ja ständig, was man tun kann, um das Spendenaufkommen zu steigern und dann kommt da aus der USA so eine Idee. Das ist einfach genial!“ Claudia Weber ist dankbar. Dankbar für diese unglaubliche Idee, dankbar all denjenigen, die mitmachen. „Da zeigt sich mal was Vernetzung bewirken kann, vor allem auf Facebook ist ja momentan nichts anderes zu finden!“, sagt sie freudestrahlend. Und ganz besonders freut es sie, dass so viele Einheimische, ob jung oder älter, im Pool, in der Mülltonne oder einfach auf dem heimischen Balkon stehen und die Eisdusche über sich ergehen lassen. Für eine gute Sache. Denn niemals zuvor stand die Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) so in der Öffentlichkeit wie seit der Ice Bucket Challenge. Tina Nitsche

http://www.diagnose-als.de

Werbeanzeigen