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Ascheberger Tafel erntet 200 Kilo Kartoffeln

Großer Ansturm bei Tauschaktion Altkleider gegen Kartoffeln
ASCHEBERG. Bollerwagen, Handkarren, Einkaufswagen, Autos – am Samstag sind alle fahrbaren Untersätze zum Einsatz gekommen.
Schließlich mussten die vielen blauen und andersfarbigen prall mit Altkleider gefüllten Säcke ja irgendwie Richtung Waage im Raiffeisenmarkt kommen. Da kam so mancher richtig ins Schwitzen. Auf beiden Seiten. Raiffeisenmitarbeiter Jörg Linnemann hatte alle Hände voll zu tun. Altkleider wiegen und gegen Kartoffeln aufrechnen, das war seine erklärte Mission am Samstagmorgen bei der Gemeinschaftsaktion „Altkleider gegen Kartoffeln“ des Raiffeisenmarktes Ascheberg mit der Ascheberger Kolpingsfamilie. Und auch den Kolpingmitarbeitern Martin Betker, Thomas Schmidt, Tonius Weiß, Lukas Ringe, Aniello Speemann, Johannes Nöcker, Uwe und Louis Bielefeld war kein Päuschen vergönnt!
Um kurz nach zehn Uhr rollte der Kolpingbulli bereits zum dritten Mal gen Pfarrheim St. Lambertus. Vollbepackt. Nach dem Einladen kam dort das Ausladen. „Denn im Pfarrheim lagern wir die ganzen Sachen erst einmal zwischen, bevor wir sie ins Kolpingswerk nach Fulda bringen, wo sie sortiert werden“, so Martin „Boat“ Weiß, Kolpingvorstand. Zu dem Zeitpunkt wurden bei der ersten Hochrechnung bereits eine Tonne Altkleider verzeichnet, eine Dreiviertelstunde später, schlugen dann schon rund zwei Tonnen zu Buche. Doch der Ansturm riss nicht ab.
„Das ging morgens schon so los. Bereits eine Viertelstunde vor dem offiziellen Startschuss um 9 Uhr, hat hier schon der Bär getobt“, verriet Weiß. Das Spielchen setzte sich in einem fort. Der Altkleiderberg wuchs, genauso der Kartoffelberg. Denn längst nicht jeder nahm seine „Währung“ mit nach Hause. Vielmehr wurde kräftig gespendet. An die Ascheberger Tafel. Denn zu Gunsten der Einrichtung war ein großer Wagen aufgestellt worden, da die Tafel einen absoluten Engpass unter anderem an Kartoffeln hat. Und dieser füllte sich zusehends.
Am Ende lagerten hier 200 Kilo Kartoffeln. Von Bürgern gespendet. Ein Ergebnis, dass wiederum Tafelchef Martin Hörster überwältigte. Tina Nitsche

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Tausche Altkleider gegen Kartoffeln!

Kolpingsfamilie Ascheberg und Raiffeisenmarkt bitten zur Tauschaktion
ASCHEBERG. Diese eine Frage häufte sich in den vergangenen Wochen: Gibt es in diesem Jahr wieder die Tauschaktion Altkleider gegen Kartoffeln?
Hier nun die gute Nachricht: Am Samstag, 7. November, machen die Ascheberger Kolpingsfamilie und der Ascheberger Raiffeisenmarkt nach einem Jahr Pause wieder gemeinsame Sache. In der Zeit von 9 Uhr bis 12 Uhr heißt es dann am Raiffeisenmarkt an der Raiffeisenstraße 23: Altkleider gegen Kartoffeln.
„Pro drei Kilogramm Altkleider, gibt es ein Kilo Kartoffeln“, erklärt Marktleiter André Mürmann. Die Tauschwährung Kartoffeln werden dabei übrigens vom Raiffeisenmarkt gespendet. Die Kolpingsfamilie Ascheberg steht an besagtem Samstag mit einem ganzen Team parat. Für sie heißt es: Ärmel hochkrempeln und schleppen. Denn der Ansturm ist erfahrungsgemäß groß. „Beim letzten Mal kamen über 1000 Kilo Altkleider zusammen“, so Mürmann. Die Kolpingsmitglieder fahren diese zunächst zum Pfarrheim St. Lambertus, wo am Samstag gleichzeitig auch die reguläre Altkleiderannahme stattfindet. „Allerdings ohne Kartoffeln“, fügt Kolpingvorstandssprecher Martin Weiß hinzu.
Wieso aber wird eigentlich eine solche Aktion angeboten? „Na ganz einfach, einmal etwas Gutes tun“, sagt André Mürmann und Christoph Möller (Altkleiderbeauftragter der Kolpingsfamilie) ergänzt lachend: „Und wir nehmen das Gute dann gerne ab“. Ein gutes Werke können jedoch auch die Bürger tun, die Altkleider bringen. Sie können nämlich einen Teil ihrer Kartoffeln, die sie für ihre Altkleider erhalten, an die Ascheberger Tafel spenden. „Denn von der Aschberger Tafel steht hier dann auch ein Spendenkorb“, so Mürmann, der aus Gesprächen mit Tafelchef Martin Hörster weiß, dass Kartoffeln und Reis gerade Mangelware an der Ascheberger Tafel sind. Dieser Umstand ist den Flüchtlingen geschuldet. „Denn gerade Reis und Kartoffeln sind bei ihnen stark nachgefragt, deshalb werden diese Artikel dringend benötigt“, gibt Mürmann sein Wissen weiter.
Die Bürger haben nun noch eine Woche Zeit, um ihre Kleiderschränke zu durchforsten und Altkleidersäcke zu schnüren. Bezahlt wird dafür am 7. November dann mit Kartoffeln. Tina Nitsche

Vitamin-Starter für die Denkfabrik

Die Aktion Schulobst geht in die zweite Runde
ASCHEBERG. „Wann endlich gibt es denn wieder das Schulobst?!“ Die Nachfrage seitens der Grundschulkinder ist enorm.
Und die gute Nachricht lautet: Nach den Herbstferien gerät die Denkfabrik wieder in Schwung. „Mit Rohkost in Form von Obst und Gemüse“ , erklärt Martin Hörster, Vorsitzender Ascheberger Tafel.
Nach dem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr war klar: Diese vom Land NRW und der EU geförderte Aktion funktioniert! Zum einen weil die Kinder voller Begeisterung ihrer Extraportion Vitamine entgegenfiebern, zum anderen weil hinter den Kulissen alle an einem Strang ziehen. Das hat einen reibungslosen Ablauf zur Folge. Gemeint sind damit die Ascheberger Tafel, die das Schulobst liefert und die Zuwendung für das entsprechende Schuljahr beantragt. Die Schule verteilt das Schulobst in den Klassen. Weiterhin die 20 ehrenamtlichen Eltern und Großeltern, die die Ärmel hochkrempeln und in in den Räumlichkeiten der Ascheberger Tafel an den drei Ausgabetagen Obst und Gemüse schnibbeln.
„Da haben wir mit Melanie Stapelmann jemanden, die die Schnibbelteams koordiniert. Sie ist ein echter Multiplikator, die uns wahnsinnig unterstützt“, lobt die Konrektorin der Lambertus-Grundschule, Britta Müller. Insgesamt drei Teams sind dafür abgestellt, dass Obst und Gemüse portionsgerecht geschnitten und einvakuumiert werden. Jeweils dienstags, mittwochs und donnerstags gibt es das Schulobst. 37 Kilo Obst und Gemüse werden pro Ausgabetag frisch geschnitten und portioniert.
„Für jedes der insgesamt 370 Grundschulkinder macht das 100 Gramm Rohkost pro Ausgabetag.“ Obst und Gemüse wechseln saisonal, ganz nebenbei hat das auch noch einen Lerneffekt. Denn die Kinder lernen, wann welches Obst und Gemüse Saison hat. Und warum ist diese Extraportion Schulobst so besonders? „Ganz einfach, frische Vitamine als Starter für die Denkfabrik sind doch äußerst sinnvoll“, finden nicht nur Martin Hörster und Britta Müller diese Aktion richtig gut.
Nein, auch die Ascheberger und Davensberger Grundschüler wissen diesen Extragenuss mehr als zu schätzen. Und schon jetzt freuen sich alle darauf, dass nach den Herbstferien wieder Schulobst serviert wird. Tina Nitsche