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Deutsche Sprache – schwere Sprache!

Der erste Deutschkurs für Flüchtlinge außerhalb des Ehrenamtes ist gestartet – Gemeinde Ascheberg setzt auf Kooperation mit der VHS
ASCHEBERG. „Ich heiße Shafi und komme aus Afgahnistan“. In einwandfreiem Deutsch geht Shafi dieser Satz am Mittwochmorgen über die Lippen.
Gemeinsam mit 17 weiteren Flüchtlingen unterschiedlichster Nationalitäten sitzt er im Raum Langöls des Ascheberger Rathauses. Denn hier ist der erste Deutschkurs außerhalb des Ehrenamtes gestartet.
„Dabei ist die Gemeinde Ascheberg über Dr. Christoph Hantel eine Kooperation mit der VHS eingegangen“, erklärt Helmut Sunderhaus, Fachbereichsleiter Ordnung und Soziales. Mit einem „good luck“ überlässt er die Flüchtlinge nach einer kurzen Begrüßung der Obhut von Lehrerin Claudia Bergen.
Die setzt zunächst einmal auf elementar wichtige Grundlagen für den alltäglichen Gebrauch. „Begrüßung, Vorstellung, die Dinge, die man in Alltagssituationen benötigt“, verrät sie.
Im Fall von Shafi trägt die ehrenamtliche Vorarbeit von Roswitha Reckers bereits Früchte. Denn bei ihr hat Shafi den ersten Deutschunterricht genossen. Andere wie Samuel (Nigeria) oder Ismaila (Guinea) tasten sich langsam an die deutsche Sprache heran. Ein wenig holprig mit leicht englischem Akzent kommen die Worte über ihre Lippen. Trotz der Schwierigkeiten – denn die deutsche Sprache ist auch aufgrund ihrer Grammatik nicht leicht erlernbar – liegt ein Lächeln auf ihrem Gesicht. Mehr noch. „Sie alle haben den festen Willen unsere Sprache zu erlernen, das hat Frau Reckers uns schon verraten“, bringt es Sunderhaus auf dem Punkt.
In Sachen Sprache gehen die Gemeinde Ascheberg und die Flüchtlingshilfe St. Lambertus Ascheberg konform.
„Das Erlernen der deutschen Sprache und damit der Abbau einer wichtigen Barriere ist das vorrangige Anliegen, dass wir nun in Angriff nehmen müssen, um die Flüchtlinge hier zu integrieren“, macht Maria Schumacher, Vorsitzende der Steuerungsgruppe Flüchtlingshilfe St. Lambertus Ascheberg, deutlich.
Zunächst werden jeweils zwei Kurse wöchentlich angeboten. Einer im Ascheberger Rathaus, der andere im Herberner Pfarrheim. Dass das natürlich nicht ausreicht, darüber sind sich sowohl Maria Schumacher als auch Helmut Sunderhaus im Klaren. Deshalb werden zu jedem Sprachkurs Anfang Oktober zusätzlich drei sogenannte Sprachpaten ausgebildet. „Die hospitieren dann im Unterricht und vertiefen das dort Erlernte anschließend in kleinen Gruppen“, so Schumacher. Tina Nitsche

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