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Positiv überrascht

Marktmeister Rolf Kehrenberg zieht Bilanz nach der Benedikt Kirmes
HERBERN. Von wegen gähnende Leere! Im Gegenteil! Auf der St. Benedikt-Kirmes herrschte Bewegung am Wochenende!
„Wir sind nicht auf dem Oktoberfest, das ist klar, aber in Herbern habe ich schon wesentlich schlechtere Veranstaltungen gesehen“, zieht Marktmeister Rolf Kehrenberg ein recht positives Fazit von der ersten Kirmesveranstaltung in der Gemeinde in diesem Jahr. Er sei am Freitagabend bei der Eröffnung zunächst skeptisch gewesen, weil da noch nicht wirklich so viel los gewesen sei. Hier könne man für die Zukunft eventuell überlegen, dass man vielleicht statt um 17 Uhr erst um 18 Uhr eröffnet. Denn bereits am Abend füllte sich der Platz.
Die kompaktere Form, in der sich die Veranstaltung in diesem Jahr präsentierte, sei sowohl bei Schaustellern als auch Besuchern auf positive Resonanz gestoßen. „Dadurch wirkte es natürlich voller, als wenn die Kirmes von der Bauweise so auseinandergezogen ist“, so Kehrenberg. Die Tatsache, dass sich die Schausteller mit dem Feuerwerk und der Schatzsuche richtig etwas einfallen lassen haben, habe die Kirmes bereichert. „Das Feuerwerk war angesichts dieser kleinen Veranstaltung wirklich sensationell und die Schausteller sind gerne bereit es zu wiederholen“, ist Kehrenberg begeistert.
Sicherlich habe nicht jeder Schausteller gleich gute Geschäfte gemacht. Einige haben davon profitiert, das andere nicht aufgebaut haben. Doch größere Geschäfte, wie beispielsweise Krauses Musikexpress haben nichts übriggehalten. „Das ist auch das, was Kollege Klaus Rasch schon immer gesagt hat, die Bereitstellungskosten für einen Musikexpress liegen einfach auch höher“.
Auffällig sei weiterhin gewesen, dass viele Flüchtlinge die Kirmes besucht haben. Für sie sei die Benedikt Kirmes eine Sensation gewesen. Außerdem haben in diesem Jahr auch die äußerlichen Rahmenbedingungen gepasst. Es herrschte optimales Kirmeswetter. Und die Veranstaltung ist ohne Konkurrenz wie EM, Autorennen oder ähnliches ausgekommen. Es gebe keinen Grund die Veranstaltung schlecht zu reden, denn vergleiche man sie mit anderen in der Größe, habe sich die Benedikt-Kirmes in diesem Jahr gleichwertig präsentiert.
„Wie gesagt, ich habe hier in Herbern schon schlechtere Veranstaltung miterlebt“, zieht der Marktmeister ein positives Fazit für die Herberner Kirmesveranstaltung 2016. Tina Nitsche

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Hals über Kopf ins Kirmesvergnügen: „Uuuiiii das ist wie Party!“

Besuchermassen blieben auf St. Benedikt Kirmes aus
HERBERN. Die kleinen Hände legen sich um den silbernen Bügel. Der Blick huscht erwartungsvoll von einer Seite zur anderen. Und dann endlich geht es los.
Ein Ruck und der Musikexpress fährt an. Die kleine Leni strahlt. Das Karussell nimmt Fahrt auf. „Das ist wie Party“, jauchzt die Dreijährige begeistert nach Runde eins. Die Fahrt wird schneller. Eine kleine Hand schnellt mutig nach oben, die andere brav am Griff, und zusätzlich gut gehalten von der großen Freundin. Das Lachen auf dem Gesicht des Kindes wird breiter, die Fahrt schneller. „Uuuiiiiiii!“ Die bunten Wagen sausen wellenartig im Kreis. Die Musik dröhnt. „Jetzt wird’s anstrengend“, ruft das kleine Mädchen und strahlt noch immer. Der Musikexpress setzt zum Endspurt an, Schaustellerin Patrizia Rasch gibt noch einmal Gas.

Kirmes macht Riesenspaß - findet Leni! Foto: Tina Nitsche
Kirmes macht Riesenspaß – findet Leni! Foto: Tina Nitsche

Und Leni? Sie ist hin und weg. Fazit am Ende ihrer ersten Musikexpress-Reise: „Das machen wir in Ascheberg noch einmal!“ Und schon stürzt sich das kleine Mädchen am Samstag auf der Benedikt Kirmes ins nächste Vergnügen.
Beim Taschenangeln ergattert sie eine Cinderella Tüte, mit Papa dreht sie im Autoscooter ihre Runden. Anstehen muss sie nirgends. Ist das herrlich! Zumindest aus Kindersicht. Es ist mehr als gutes Durchkommen auf der Talstraße. Einige Ascheberger prägen das ansonsten eher leere Straßenbild. „Wir wollen Backfisch holen“, verrät ein Besucher und steuert gezielt die Fischpfanne von Schulze-Wenning an. Zuvor ein kleiner Zwischenstopp bei den Brumbachs. Die Tüte Mandeln muss auch noch mit.
Unterdessen fragt sich eine Besucherin im karibischen Biergarten der Familie Strothenke verwundert: „Wo sind sie nur alle, die für den Erhalt der Herberner Kirmes gestimmt haben?“ Eine Antwort erhält sie nicht. Nur das Bild, das sich auf der Talstraße bietet, das spricht eine eigene Sprache. Doch die, die da sind, die lassen sich die Laune nicht verderben. Gut gelaunt verweilen sie mit Kind und Kegel im Biergarten oder lassen sich den Fahrtwind um die Nase wehen. Farbige Pfeile bringen bunte Ballons zum Platzen, am Ende stehen für die erfolgreichen Treffer: Gewinne! Vor allem die kleinen Gäste genießen die beschauliche Kirmes.
Und auch die kleine Leni hält das Kirmesvirus fest im Griff. Nach dem Abendessen geht es in den Dschungel. Im Feuerwehrauto. Das muss es sein. Denn: „Mama, wenn ich groß bin, werde ich Feuerwehrfrau, genau wie Papa“! Tina Nitsche