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Einblicke in die Berufswelt

Ausbildungsbotschafter brachten Profilschüler unterschiedlich Berufe näher
HERBERN. „Natürlich hätte ich manchmal in der Schule besser aufpassen sollen“, gibt Marcel Berges, Tischlerazubi bei der Firma Vedder GmbH, zu und empfiehlt den Neuntklässern der Profilschule den Unterricht mit Konzentration anzugehen. Denn später in der Ausbildung sei es durchaus nützlich, wenn man in Mathe und Deutsch gut ist. „Zwar fangen in der Berufschulklasse alle quasi bei Null an,  aber eine gute Schulbildung ist vorteilhaft“. Marcel ist einer von insgesamt acht Ausbildungsbotschaftern, die am Mittwoch in der Profilschule zu Gast waren. Gemeinsam mit Kilian Höring, der derzeit eine Ausbildung zum Karosserie- und Fahrzeugmechaniker bei der Firma Kaiser Fahrzeugbau absolviert, gab er Einblicke in handwerkliche Berufe. Und das diese nicht reine Männersache sind, zeigten Hannah, Alina und Jana. „Ich habe schon einmal ein bei Uckelmann Treppenbau reingeschnuppert, und ich finde der Beruf Tischler hat was“, ist Hannah begeistert von einem handwerklichen Beruf. Auch Alina strebt keinen Schreibtischjob an. Ihr schwebt da eher eine Ausbildung als Maler und Lackierer vor.
Noch haben die Mädchen zwar Zeit, aber mit der Berufsorientierung kann man gar nicht früh genug anfangen. Das ist auch das erklärte Credo an der Profilschule Ascheberg. Und die Berufe stehen vor allem bei den Neunern derzeit ganz klar im Focus. „Schließlich geht es ab nächste Woche in die Praktika“, erklärt Lehrer Florian Schulte, der auch für die Berufsorientierung zuständig ist. Diese Woche gilt als Vorbereitungszeit. Selbst der Stundenplan ist auf das Thema Beruf abgestimmt. In Mathe werden Logikrätsel und Konzentrationsübungen gemacht, „eben all das was in den Assessment Centern bei den Bewerbungsverfahren von den Bewerbern gefragt ist“, so Schulte.
Mit den Kooperationspartnern IHK und Kreishandwerkerschaft, sowie den acht Ausbildungsbotschaftern, ging es anschaulich in die Vorbereitungswoche. Denn die Auszubildenden Marcel Berges, Kilian Höring, André Hammelmann,, Saskia Winner, Yannik Busch, Julian Surmann, Rouven Krämer und Isabell Lanfermann, vermittelten interessante Einblicke in unterschiedlichste Berufe. Ihre Berufe! Die Faszination brachten die Ausbildungsbotschafter den Schülern sowohl theoretisch als auch praktisch näher und begegneten ihnen dabei auf Augenhöhe. Die wiederum „löcherten“ die Ausbildungsbotschafter mit ganz konkreten Fragen.
Fragen über Fragen
„Wie stressig ist eine duales Studium? Wie sind die Perspektiven nach der Ausbildung im Handwerk? Wie gestaltet sich der Berufsschulunterricht?“ All das kommt immer auf das Berufsbild an. Während Kilian beispielsweise Blockunterricht hat, besucht Marcel an zwei Tagen in der Woche die Berufsschule. Das Ausbildung Spaß macht bestätigten alle. Das Handwerk viel mit Kreativität und manchmal auch mit Reisen zu tun hat und jeden Tag etwas anderes bietet, das erfuhren Hannah, Alina, Jana und Co. die ganz gezielt die Ausbildungsbotschafter der Handwerkskammer aufsuchten. Doch egal über welche Berufe sich die Profilschüler am Mittwoch näher informiert haben, ob Industriekaufmann, Chemiker, Raumausstatter oder Tischler, sie haben unterschiedliche Einblicke und Anregungen erhalten. Und eben diese helfen in der kommenden Woche bei den Praktika, „das Augenmerk auch gezielt auf bestimmte Dinge zu legen“, sind sich die Schüler einig. Tina Nitsche

Info:
Vom 13. bis zum 31. März geht es für die Neuntklässler der Profischüler in die Praktikumwochen. Anschließend steht die Nachbereitungswoche an. Dann stellen die Neuner den Achtklässlern ihre Praktikumerfahrungen vor.

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Prädikat: Echt gut!

Profilschüler tauchen bei der ersten Ausbildungsmesse in die vielfältige Berufswelt ab
ASCHEBERG. Die farbigen Klemmbretter sind startklar. Schnell noch einen Blick auf den großen Messeplan und dann tauchen Hannah Krampe und Sophia Schafmann ab in die vielfältige Berufswelt, die sich am Freitag bei der ersten Ausbildungsmesse der Profilschule auftut.
Jede der beiden Neunklässlerinnen geht dabei gezielt vor. Beide haben sich jeweils drei Berufe herausgesucht über die sie sich informieren wollen. Hannah interessiert sich für das Berufsbild Fitnesskauffrau, Hotelfachkauffrau und Erzieherin. Sophia möchte sich beim Sozialwerk St. Georg über den Beruf der Heilerziehungspflege schlau machen, den Polizeiberuf näher unter die Lupe nehmen aber auch den der Bankkauffrau.
Dabei haben beide beruflich eigentlich feste Vorstellungen. „Wenn man weiß, was man werden will, konzentriert man sich meistens auf das eine. Aber diese Berufsmesse zeigt Alternativen auf, die man sonst möglicherweise gar nicht in Betracht gezogen hätte“, findet Hannah diese erste Ausbildungsmesse an der Profilschule richtig gut.
Ihr Wunschberuf Schauspielerin am Theater oder Autorin ist hier nicht vertreten, ebenso wenig wie der Industriekaufmann, den Sophia anstrebt. „Macht aber nichts“, sagt Sophia. „Ich habe schon einen Praktikumplatz für den Beruf Industriekauffrau in Werne sicher, da kann ich mir hier anderes anschauen“. Auch Hannah hat sich schon ein Praktikum am Theater in Bochum gesichert.
Nun lässt sie sich am Stand der „Wellnessoase“ über den Fitnesskaufmann aufklären. Dabei erfährt sie, dass mindestens ein Realschulabschluss notwendig ist, dass man ein Faible für Sport haben sollte, aber auch im Umgang mit Menschen. Sophia steht währenddessen am Stand vom Sozialwerk St. Georg. Versorgt mit reichlich Infomaterial kehrt sie später von dort zurück und ist verblüfft. „Ich wusste gar nicht dass die dort auch Ergotherapeuten ausbilden.“ Bei der Kreispolizeibehörde erfährt sie, dass es „60 verschiedene Berufe bei der Polizei gibt“. Dennoch ist es irgendwie nicht ihrs. „Da ziehe ich die Heilerzieherin bei St. Georg vor.“ Beide sind begeistert.
„Die machen das echt gut hier“, geht ein Lob an die 45 Aussteller. Beide wissen zwar, was sie nach dem Abi – das sie auf jeden Fall anstreben – wollen, aber die Berufsmesse hat ihnen viele interessante Alternativen und Einblicke aufgezeigt. Tina Nitsche