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Abriss von Haus Geismann hat begonnen

Alte Gaststäte wird dem Boden gleich gemacht
ASCHEBERG.
Die große alte Linde ist verschwunden. An der Hauswand auf der Ecke Biete/Bultenstraße klafft ein dickes Loch und gibt den Blick auf das einstige Innenleben frei.
Der anthrazitfarbene Kiefer der Baggerschaufel klappt zu und bohrt sich in das rote Mauerwerk. Zielstrebig und laut. Die Fassade bröckelt. Erste Schritte und Vorarbeiten zum Abbruch des ehemaligen Geismann-Komplexes. Ja, der Bagger ist angerollt. Stephan Willick lenkt ihn. Das Abbruchkommando ist im Gange.
„Ab Montag dann richtig“, sagt Willick, der für die Firma Wellering arbeitet. Denn es wird Schritt für Schritt vorgegangen. Christoph Hilbring hat den großen LKW auf den Platz gefahren, wo bis Donnerstag noch die große alte Linde gestanden hat. Die breite Mulde bietet viel Platz. „Für Holz, Teppichreste, das Innenleben eben“, sagen er und Baggerführer Stephan Willick.

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Für Baggerführer Stephan Willick ist der Abbruch alter Gebäude Alltagsgeschäft. Emotionale Gedanken schaltet er dabei aus. Foto: Tina Nitsche

Im kleinen Eckhaus, in dem einst Annelise Unewisse, die Schwester von Willi Geismann wohnte, schwingen zwei Arbeiter unermüdlich den schweren Vorschlaghammer. Sie entkernen das Gebäude. Die Abfallstoffe werden separiert und dann fachmännisch auf der Deponie entsorgt. Baggerführer Stephan wartet noch auf die Container, die jede Minute kommen sollen. „Heute gilt es vornehmlich erst einmal Platz zu schaffen“, erklärt er, während er die Baggerschaufel wieder Richtung Innenhof lenkt, wo ein großer Stapel an altem Holz, Teppichresten und Türen liegt.

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Überreste des Innenlebens lagern nun im Hof. Denn der gesamte Gebäudekomplex wird fachmännisch entkernt. Die unterchiedlichen Bausteoffe werden dann auch fachgerecht entsorgt. Foto: Tina Nitsche

Am Montag dann bohren sich die Kiefer der großen Schaufel unermüdlich ins Mauerwerk. „Dann beginnen wir mit dem kompletten Abbruch“, rechnet Willick mit drei Wochen Arbeit. Für ihn ist das ein Alltagsgeschäft. Emotionale Gedanken an längst vergangene Zeiten oder Geschichten, die die alten Gebäude bergen, schiebt er beiseite. „Es ist eben mein Job“. Gedanken machen sich die, die auf der anderen Straßenseite in Höhe von Haushaltswaren Dortmann stehen und das Spektakel verfolgen. „Weißt Du noch, da haben wir immer richtig gut gefeiert“, lässt ein Mann Erinnerungen an längst vergangene Zeiten wieder hochkommen.
Unterdessen öfffnet sich gegenüber der anthrazitfarbene Kiefer erneut und lässt alte Holztüren auf die Ladefläche des LKW fallen. Am Montag bohren sich die Zähne der Baggerschaufel dann nur noch in die Außenwände. Als erstes fällt das kleine Haus auf der Ecke, wo Anneliese Unewisse gewohnt hat. Dann das Gebäude nebenan wo einst die Mühle untergebracht war. „Wir arbeiten uns so die Bultenstraße hoch bis zur ehemaligen Kneipe“, macht Willick deutlich. Die anfallenden Steine und der Beton werden gebrochen. „Daraus wird dann Schotter gemacht“, so Stephan Willick. Im zweiten Schritt fällt dann das ehemalige Neuhaus-Gebäude an der Biete. Das Haus, neben dem bis Donnerstag noch die große alte Linde stand. Tina Nitsche

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Die Baggerschaufel ist unermüdlich im Einsatz. Sie greift das Innenleben des alten Geismann-Komplexes auf, aber ihre Zähne haben sich auch schon an einigen Stellen in die Außenwände des alten Gemäuers geborht. Foto: Tina Nitsche
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Von wegen mal eben schnell

Ampelanlage regelt den Verkehtsfluss

Mal eben schnell – diese Devise gilt nicht mehr. Zumindest nicht auf der Bultenstraße. Denn da werden die Autofahrer nun quasi ausgebremst: Seit zwei Tagen ist in Höhe der Zahnarztpraxis Grote bzw. gegenüber des Friseursalons Nientiedt eine mobile Ampelanlage aufgestellt. Das Pendant dazu befindet sich auf der Appelhofstraße in Höhe des Sonnenstudios/Drogerie Bose. Nun, da die Baumaßnahme Dieningsstraße in Richtung Blumen Heitmann aufgerückt ist, regelt die Ampel den Verkehrsfluss. Das bedeutet, dass es auf der Bultenstraße mal wieder ganz eng wird, wenn sich hier die Autofahrer, die rechts ab Richtung Appelhofstraße/Sandstraße – eine andere Möglichkeit gibt es zur Zeit nicht wie das blaue Schild mit dem weißen Pfeil verdeutlicht – wollen, bei der Rotphase in Geduld üben müssen, während der Gegenverkehr langsam Richtung Biete an ihnen vorbei rollt. Ein wenig Rückstau wird es logischerweise bei der Rotphase ebenfalls auf der Appelhofstraße geben, nur ist hier bedeutend mehr Platz. Die gute Nachricht: Diese Ampeleinrichtung ist nicht für die Ewigkeit, sondern nur für die Dauer der Sanierungsarbeiten der Dieningsstraße, bestimmt. Tina Nitsche