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Blaue Blumen und ein Mini-Tannenbaum

Buntes Angebot beim 38. Warentauschtag
ASCHEBERG. Inmitten vieler Dekoartikel lagen sie, die blauen Blumen. Doch dann griff eine kleine Hand nach ihnen und drückte sie liebevoll an sich. Ein kleiner ruhiger Vorgang inmitten des Getümmels unter dem Realschulabdach am Samstagmorgen.
Denn dort herrschte Hektik, kaum dass sich das rot-weiße Absperrband gehoben hatte und der Startschuss zum 38. CDU-Warentauschtag fiel. Nur die kleine Katharina ließ sich von dem Trubel nicht beirren. Ruhig stand das kleine Mädchen da und ließ die Augen hin und her schweifen. Suchend. Und dann plötzlich bückte sie sich. Tauchte für wenige Sekunden ab in die Tiefen eines Kartons und zauberte freudestrahlend eine Vase hervor. Die blauen Blumen glitten hinein.
Viel schneller war hingegen der kleine Daniel, der mit Oma und Mama gekommen war. Er hatte bei Zeiten genau zwei Dinge im Visier: Eine Carrerabahn, „und die grünen Legos“, verriet der kleine Mann grinsend. Dank der richtigen Taktik gehörten sie nur eine Minute nach dem Startschuss ihm. Während er schnell wunschlos glücklich war, ging Katharina weiter mit Bedacht vor und entdeckte inmitten der vielen Waren noch weihnachtliche Deko. „Mama ein Tannebaum“, streckte sie ihrer Mutter Tatjana die weihnachtliche Errungenschaft im Miniformat entgegen.
Viele Leute hatten reichlich Material gebracht. Vor allem die Elektroabteilung war riesig. Und genau das bereitete Hildegard Kuhlmann anfangs ein wenig Bauchschmerzen. „Das müssen wir hinterher alles wegbringen“, meinte sie mit Blick auf die recht überschaubare Menge an Kunden hinter dem Absperrband. „Wo bleiben die denn nur alle, sonst sind doch immer viel mehr Leute hier“, fragte sie sich.
Doch die Sorgen waren unbegründet. Die Elektroabteilung war nur wenige Minuten nach dem Start stark geschrumpft. Die Mini-Anlagen, der Brotautomat und die vielen anderen Dinge hatten schnell die Besitzer gewechselt. Ebenso wie Spielzeug, Bücher, Fahrräder und Kinderwagen sowie weihnachtliche Deko und Gläser. Hildegard Kuhlmann, Maria Schulte-Loh und Bernhard Pettendrup, die beim Warentauschtag Dienst schoben, mussten mittags nicht mehr viel zum Bauhof transportieren, wo die Reste fachmännisch entsorgt wurden. Tina Nitsche

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