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Ende offen

Radweg von Ascheberg nach Herbern endet abrupt / Fertigstellung bis Weihnachten
ASCHEBERG/HERBERN. Der Radweg endet abrupt noch vor dem Ortseingang Herbern. 160 Meter fehlen bis zur Vollendung.
„95 Prozent, da muss noch viel passieren“, begrüßt Josef Brinkhaus (Straßen NRW) nach eingehender Streckenbesichtigung am Dienstagmorgen beim Kreisverkehr Steinfurter Straße Projektleiter Nikolai Weber, den örtlichen Bauüberwacher Ulrich Egemann und den Bauleiter der Firma Eurovia, Michael Heffels.
Doch ob die 100 Prozent jemals erreicht werden, das ist offen. Das liegt jedoch keineswegs daran, dass die Arbeiten in irgendeiner Weise in Verzug sind, sondern vielmehr daran, dass der Radweg statt der vorgesehenen 4 997 Meter nur über eine Länge von 4 777 ausgebaut wird. „Das liegt darin begründet, dass der Beisitzer die dafür notwenige Fläche nicht veräußern will“, so Brinkhaus. Es seien viele Gespräche mit der Gemeinde geführt worden, bislang ohne zufriedenstellendes Ergebnis. „Das ist keine optimale Lösung. Uns sind da jedoch die Hände gebunden, wir müssen die Tatsachen akzeptieren, zumal die Veräußerung eine freiwillige Handlung ist und niemand Besitzanspruch hat“, so Nikolai Weber.
Sollte wieder erwarten doch noch kurzfristig eine Planänderung eintreten würden die fehlenden 160 Meter direkt gebaut. Bei einer späteren Einigung wird die Baumaßnahme noch mal ausgeschrieben. Vorerst wird der Radweg abrupt über eine Beschilderung enden. Geplant war eigentlich ihn am Ortseingang Herbern auslaufen zu lassen und ihn über eine Querungshilfe quasi anzubinden. „Die fehlenden 160 Meter Radweg inklusive Querungshilfe und Deckenerneuerung machen ein Gesamtvolumen von 65 000 Euro aus“, erklärt Weber. Insgesamt beläuft sich der Kostenpunkt für den neuen Radweg auf 1,47 Millionen Euro. „Dieser Kostenrahmen wird eingehalten“, versichert Josef Brinkmann. Ein Großteil der Arbeiten ist erledigt, fünf Kolonnen sind im Einsatz. „Das sind rund 18 Arbeiter“, ergänzt Bauleiter Michael Heffels und führt an, das die Arbeiten mittels fünf Baggern, einer Planierraupe und drei Radladern bewerkstelligt werden. „Wenn das Wetter mitspielt, denn darauf sind wir angewiesen, ist der Radweg bis Weihnachten fertiggestellt“, so Brinkhaus. Nur das Ende, das bleibt nach jetzigem Stand eben offen. Tina Nitsche

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