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Magische Zahl geknackt

Bürgerbusverein  Ascheberg begrüßte 100 000. Fahrgast
ASCHEBERG. „Die Überraschung fährt mit, mal abwarten was passiert“, greift Joseph Streyl entschlossen zum Hörer. Denn was sich da genau um 9.40 Uhr an der Bushaltestelle Appelhofstraße ereignet, vermag er nicht zu sagen. Noch nicht. Aber er hofft, das sich die Türen des Bürgerbusses öffnen und diesem der 100 000. Fahrgast entsteigt. Das Telefonat war erfolgreich, auf dem Gesicht des Vorsitzenden des Bürgerbusvereins malt sich ein Lächeln ab. „Es sitzen Leute im Bus“, sagt er.
Damit ist klar: Das Glückwunschkommando kann rollen. Und das kommt in großer Besetzung daher. Volksbank Vorständler Herbert Holzhinrich hat einen riesigen Präsentkorb dabei, „Für den 100 000. Fahrgast“, sagt er. Helmut Sunderhaus kommt mit einem bunten Frühlingsstrauß, um den 100 001. Fahrgast die Glückwünsche der Gemeinde zu überbringen. Und auch der Bürgerbusvorstand mit Jan Jungeilgis, Robert König sowie Georg Schoppmann steht parat. Ebenso wie Fahrer Walter Sobbe, der am Donnerstagmorgen frei hat.
Als der Bus hält, steigt Yaghub Shamkani als erstes aus. Nichtsahnend. Die Überraschung steht ihm ins Gesicht geschrieben, als er beglückwünscht wird und als der 100 000. Fahrgast den großen Präsentkorb erhält. Nicht minder gering ist die Freude bei seiner Frau Elham Amiri Asl, die sich als 100 001. Fahrgast über den Blumengruß der Gemeinde Ascheberg freuen darf. Und auch Hussein Asam kommt in den Genuss eines Präsentes. Als 100 002 Fahrgast erhält der Herberner einen Regenschirm und eine gefüllte Bürgerbus-Tasche. Doch nicht nur das Trio, das in Herbern zu Hause ist, freut sich.
Auch Joseph Streyl ist mehr als zufrieden. Die Zahlen sprechen für sich. Der 100 000. Fahrgast zeigt das das Projekt Bürgerbus läuft. „Denn es sind jetzt auf den Tag genau, zehn Jahre, fünf Monate und neun Tage her, seitdem der Bürgerbus Ascheberg im Oktober 2006 zur ersten Fahrt aufgebrochen ist und wir haben die 100 000er Marke geknackt“, freut sich Streyl. Mehr noch, auch in diesem Jahr sprechen die Zahlen für sich. Bis Februar hat der Bürgerbus schon über 734 mehr Leute als im Vorjahr transportiert. Nicht ganz unschuldig an dem guten Lauf, ist das Bürgerbus-Team und seine 27 ehrenamtlichen Fahrer. Sie alle leisten beste Arbeit. Tina Nitsche

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