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„Ich will zu Günther Jauch!“

Reinhard „Opa“ Feldmann verpackt seinen großen Wunsch musikalisch in originelles Bewerbungsvideo
HERBERN. Wenn man unbedingt etwas erreichen möchte, dann muss man etwas dafür tun. Notfalls auch mal Kopf stehen oder zu ungewöhnlichen Mitteln greifen. Reinhard „Opa“ Feldmann ist sein Ziel, unbedingt einmal bei Günther Jauch auf dem Stuhl bei „Wer wird Millionär“ zu landen, äußerst kreativ angegangen. Mit der Gitarre unterm Arm, einem selbstkomponierten Song und dem Versprechen: „…weil ich es schaffe, die ersten drei Fragen auf dem Kopf stehend zu beantworten.“
„Und dafür übe ich schon, Kopfstand“, gibt der Herberner grinsend zu.
Sein Leben ist die Musik. Auch wenn er schon 66 Jahre alt ist. „Damit fängt das Leben schließlich gerade erst an, wenn man Udo Jürgens glauben darf und ich glaube ihm.“ Sein Bewerbungsschreiben ist frisch, frech, ungewöhnlich – typisch „Opa“ eben. Aber das allein hat ihm nicht gereicht.
„Nein, seit 2001 versuche ich bei Jauch auf dem Stuhl zu landen und nach über 300 vergeblichen Anrufen habe ich das jetzt auch mal verdient“.
Als kreativ-musikalisches Köpfchen hat er seine Wünsche kurzerhand in einen beschwingten Song-Text verpackt, der nun schon lustig seine Runde durch das World Wide Web dreht. Eine Nacht hat er dafür gebraucht, dann stand sein Text. Was fehlte war eine ohrwurmtaugliche Melodie. Da setzte er auf den Suzi Quattro &Chris Normann Hit „Stumblin in“. „Die ist so schön rhythmisch!“.
Doch damit allein war es nicht getan. Immerhin bewirbt sich „Opa“ beim Günther Jauch Spezial, und ist, wie er zugibt „technisch nicht so versiert“. Gut das Freund Klaus Heming vom Fach ist. In der heimischen Garage drehten die beiden Kumpel das Bewerbungsvideo „Zu Günther Jauch möchte ich auch“.
Da wurden die Finger gequält, der eine an der Gitarre, der andere am Rechner. Das Video steht – ganz nach den gewünschten Vorgaben. Mit dem Hochladen an RTL gestaltete es sich nicht so leicht. Doch „Opa“ wäre nicht „Opa“ wenn er nicht noch ein Ass im Ärmel hätte: Den guten alten Postweg.
„Ja, man ist ja jetzt schon bekloppt, man weiß noch nicht mal ob es klappt, und macht sich schon über alles Gedanken.“ Sorgen macht sich „Opa“ jedoch nicht. „Joker habe ich diverse im Ärmel“, sagt er grinsend. Nun will er sein bescheidenes Wissen erweitern – für den Fall der Fälle, dass er mit 66 Jahren dann endlich mal bei Günther Jauch auf dem Stuhl landet. Tina Nitsche

https://www.youtube.com/watch?v=7ZgQ_RDLbpQ&feature=youtu.be

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Auch der schriftliche Bewerbungsteil kommt in „Opa“-typischer Marnier daher. Foto: Tina Nitsche
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