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Idylle mit Unwegsamkeiten

Nach getaner Arbeit ließen die Organisatoren des Trabi-Spektakels den Tag bei bestem Wetter gemütlich am Grill ausklingen. Tina Nitsche
Nach getaner Arbeit ließen die Organisatoren des Trabi-Spektakels den Tag bei bestem Wetter gemütlich am Grill ausklingen. Tina Nitsche
Der Trabant-Club Sputnik hatte bei den Vorbereitungen zum Trabi-Tag mit Nachwehen des Unwetters zu kämpfen
ASCHEBERG. Die untergehende Abendsonne taucht die große Wiese am Bauernhof St. Georg in warmes Licht und verleiht dem Gelände einen Hauch von Urlaubsatmosphäre. Doch die Idylle trügt. Warme Luft steigt von den feuchten Wiesen auf und stellt die Organisatoren vom großen Trabitag vor einige Probleme. „Da kommt man ganz schön ins Schwitzen“, fährt sich Thomas Wentker mit dem Arm über die Stirn. Er legt gerade Strom, damit die ostalgischen Wohnwagen daran angeschlossen werden können. Auf dem Grill brutzeln Würstchen und Fleisch munter vor sich hin. Im großen offenen Zelt sind die Tische gedeckt. Das gesamte Orgateam des Trabant –Club Sputnik ist bereits am Donnerstag in Ascheberg eingetroffen, um die Vorbereitungen für den sechsten Ascheberger Trabi-Tag am 2. August zu treffen. Doch die Nachwehen des Unwetters von Montag sind auf dem Gelände noch deutlich zu spüren. „Wir mussten anders aufbauen, die Flächen sind teilweise noch zu nass“, erklärt Thomas Wentker. So sind die Wohnwagen zunächst einmal eine ganze Reihe nach vorne gerückt. „Mal sehen, wenn es bis Samstag abgetrocknet ist, dann können wir noch umstellen“, ergänzt Steffen, der aus Dusiburg angereist ist. Unterdessen hat Thomas den Strom ans Laufen bekommen. Sein Blick schweift über das Gelände. Er ist zufrieden. „Wir haben ganz schön gebibbert, das schwöre ich“, werden seine Augen groß, als er an das Unwetter denkt. „Hätte es am Dienstag so weiter geschüttet, dann hätten wir die Veranstaltung absagen müssen.“ Vom Grill weht eine Brise herüber, die Appetit macht. Dann plötzlich zerreißt lautes Knattern die Ruhe. Zwei Trabanten mit Koffern auf dem Dach und Anhängern holpern auf die Wiese. Noch mehr Hände die anpacken können. Denn am Freitag gibt es noch eine ganze Menge zu tun, bevor nachmittags die ersten Gäste anreisen und das kleine „Sputnik-Camp“ in ein großes Lager verwandeln. Am Samstag startet der große Trabi-Tag dann ab 10 Uhr. Von 13 bis 15 Uhr findet die Sputnikiade für Gäste und Trabifreunde statt, Spiel, Spaß und sportlicher Einsatz inklusive. Gegen 18 Uhr werden die schönsten Autos prämiert und die Sieger der Sputnikiade geehrt. Dabei hoffen alle, dass das Wetter und damit die Idylle hält. Tina Nitsche

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