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Unmut über Steuererhöhung

Unternehmer laden zur großen Informationsveranstaltung
ASCHEBERG. Sie sind aufgebracht und sie sprechen sich ganz klar gegen die geplante Steuererhöhung der Grundsteuer B in Höhe von 43 Prozent aus. Und dabei denken diese Unternehmer aus der Gemeinde nicht nur an sich.
„Nein, wir müssen vor allem an unsere Mitarbeiter und die Bürger denken“, bringt es Ludger Klaas, (Firma Klaas und SPD) auf den Punkt. Bei ihm arbeiten 200 Menschen, viele von ihnen aus Ascheberg, Herbern und Davensberg. „Und die meisten von ihnen müssen jeden Pfennig ohnehin schon zwei Mal umdrehen, weil sie immer neue Kosten schlucken müssen“, ergänzt Rüdiger Kaiser (Fahrzeugbau Kaiser). Ein Grund weshalb er sich nun mit Ludger Klaas, Bernd Heitmann (Blumen Heitmann und zweiter Vorsitzender der Kaufmannschaft Pro Ascheberg), Torsten Krebs (Treppenbau Krebs), Stefanie Schulze-Wenning (Fisch Wenning) und Ralf Lohe (Fa. Pluspunkt und FDP) zusammengetan hat.
Die sechs wollen die Bürger wachrütteln und planen deshalb am Montag, 26. Januar, um 19 Uhr eine große Informationsveranstaltung zum Thema Steuererhöhung in der Festscheune der Familie Frenking. „Hierzu sind nicht nur alle Bürger aus Ascheberg, Herbern und Davensberg eingeladen, sondern auch Bürgermeister Dr. Bert Risthaus und die einzelnen Parteien“, betont Bernd Heitmann. Ferner sind zu dieser Veranstaltung auch Fachleute vom Bund der Steuerzahler sowie der Handwerkskammer Münster eingeladen.
„Es geht um eine sachliche Auseinandersetzung“, sagt Steffi Schulze-Wenning. Denn irgendwie müsse der Steuerwahnsinn in der Gemeinde ja gestoppt werden, so die einhellige Meinung.
Und da sprechen die Geschäftsleute nicht nur aus Unternehmersicht. „Nein, in erster Linie sind auch wir alle Bürger dieser Gemeinde“, so Torsten Krebs, der dann gleich auch eine Rechnung aufmachte.
„Bislang mussten jährlich rund 340 Euro Grundsteuer für eine 120 qm große Doppelhaushälfte gezahlt werden. Wird die Steuer erhöht, bedeutet das jährlich 141,90 Euro mehr an Kosten.“ Die engagierten Bürger/Unternehmer stört dabei vor allem eines: Ihrer Ansicht nach rechnet sich die Gemeinde selber schlecht, die pessimistischen Prognosen werden einfach fortgeschrieben. „ Warum soll die Rechnung 2015 da anders aussehen?“ fragt sich Ludger Klaas. „Es reicht doch, wenn wir uns dann unterhalten, wenn das Szenario Riesenminus wirklich eintritt“, so Klaas abschließend. Tina Nitsche

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