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Wenn die Blätter rascheln…..

Kolping-Lesekreis: Leseratten trafen sich zum 20. Mal
ASCHEBERG. In einer Zeit, in der eigentlich nichts über Technik geht stecken sie ihre Nasen noch am allerliebsten in ein Buch! In eines wo noch die Blätter rascheln, wenn die Seiten umgeschlagen werden. Bei dem man noch das Licht anschalten muss, wenn man abends gerne lesen möchte. Eben ein gutes herkömmliches Buch. Von wegen E-Books oder Tablet. Diese „technischen“ Bücher finden sich hier nicht auf dem Tisch, wenn sich der Lesekreis trifft.
Und das tut er drei Mal im Jahr, wechselweise im Pfarrheim St. Lambertus und im evangelischen Gemeindehaus. Ein kleiner elitärer Kreis war es damals, als Anke Richter zum ersten Treffen bat. Die Runde ist im Laufe der Zeit gewachsen und fester Bestandteil im Angebot der Kolpingsfamilie Ascheberg. Meistens treffen sich immer zwischen acht und 12 Damen. „Ab und zu verirren sich aber durchaus auch mal Männer hierhin“, verriet Annette Möller.
Einer davon kam auch am Montag. Schließlich gab es im evangelischen Gemeindehaus etwas zu feiern. Denn was Anke Richter-Weiß vor sechs Jahren angeleiert hat, fand nun zum 20. Mal statt. Da sagten nicht nur die Leseratten auf poetische Weise in Gedichtform Danke. Auch Martin Weiß, Gisela Hacke und Susanne Spangenberg-Radke vom Kolpingvorstand ließen es sich nicht nehmen zum kleinen Jubiläum zu gratulieren.
Bei der Gelegenheit erfuhren sie auch, was die Leseratten so am Buch reizt. „Es ist der Geruch von Papier und das Rascheln der Seiten“, so Annette Möller. „Aber auch, dass man sieht wie weit man gekommen ist, wenn da im Buch ein schönes Lesezeichen prangt“, ergänzt Elisabeth Hönig. Vor allem aber ist es die Tatsache, dass man Bücher untereinander so herrlich austauschen kann.
Viele Werke haben die Damen schon durchgeschmökert. Manche auf Empfehlung aus dem Lesekreis. Bei ihren Treffen stecken sie jedes Mal in gemütlicher Atmosphäre die Nasen in die Bücher. Denn durch Vorlesen aus dem eigenen angesagten Lieblingsbuch – die Genres sind breitgefächert – bringt man sich gegenseitig auf den Geschmack. Lesen ist nicht nur Abenteuer im Kopf, es verbindet, lässt Freundschaften wachsen, erweitert den Horizont und lässt auch oftmals die Lachtränen kullern. Und genau das ist der Grund, weshalb aus einer anfänglichen Idee, nun eine feste Einrichtung geworden ist. Denn wegzudenken ist er nicht mehr, der Lesekreis der Kolpingsfamilie Ascheberg. Tina Nitsche

INFO:
Der Lesereis trifft sich wieder am 24. Oktober im Pfarrheim St. Lambertus. Interessierte sind herzlich eingeladen.

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Trällernd auf der Kegelbahn

KC „Die Holzjäger“ gehen seit 30 Jahren durch dick und dünn
ASCHEBERG. Zugegeben, zu ganz großem Ruhm haben es diese Jungs noch nicht gebracht. Aber dafür sind die Kegelbrüder schließlich auch nicht wirklich angetreten. Denn sie gründeten vor 30 Jahren ihren Kegelclub „Die Holzjäger“ aus einem ganz anderen Grund: Nach der Schulentlassung 1984 wollten sie sich einfach nicht aus den Augen verlieren. „Und das funktionierte auf diese Weise am besten!, erzählt Kegelvater Martin „Boat“ Weiß lachend.
In Sachen Ehrgeiz hing die Messlatte nie wirklich weit oben. Kein Titel als Dorfmeister, auch keiner als Bahnmeister! Statt dessen war immer eines garantiert wenn die „Holzjäger“ irgendwo auftauchten: Jede Menge Spaß und noch mehr gute Laune. Und die herrschen auch einmal im Montag samstags auf der Kegelbahn der Gaststätte Frenking vor, wo die muntere Truppe kegelt. Und manchmal sind sie da so in ihrem Element, „das wir tatsächlich vergessen zu kegeln“. Statt dessen trällern Martin Weiß, Christoph „Mölli“ Möller, Ralf Geismann, Andreas Hoppe und Frank Neve, die auch Gründungsmitglieder sind, sowie Markus Timpen, Heiner Lüningmeyer, Manfred Trahe und Thomas Nowak, die wenig später zur Truppe stießen, einfach mal ein Liedchen.
Denn das beherrschen die Brüder zweifelsohne besser als kegeln. Denn schließlich ist die Hälfte der Jungs im Kolpingspielmannzug aktiv, andere verdingen sich erfolgreich in Musikgruppen. Alles was den Spaßfaktor nach oben treibt, geht auf das Konto der „Holzjäger“. Ob auf Kegelausflügen – im Jubiläumsjahr sorgten sie bei einer Aida-Kreuzfahrt unterhaltsam für Aufsehen – oder auf ihren legendären Schützenfesten, die eigentlich als Eintagsfliege zur Aufbesserung der Kegelkasse angelegt und zum erfolgreichen Dauerbrenner wurden. Wo diese zehn Mann starke Combo auftaucht, ist eine Attacke auf das Zwerchfell garantiert. Nur wenige feste Regeln herrschen vor. Eine davon ist der erste November. Denn dieses Datum ist im Kalender sämtlicher Kegelbrüder gebloggt. Denn findet traditionell die Generalversammlung statt. So auch am Samstag. Die Kugeln ruhten, Manfred Trahe wurde als bester Kegler 20114 ausgezeichnet, und selbstverständlich erhoben die Brüder nicht nur ihr Glas, sondern auch ihre Stimmen auf 30 Jahre ungewöhnliche Gemeinschaft, die sie auch nach der Schullaufbahn stets durch dick und dünn gehen lassen hat. Gut gelaunt versteht sich! Tina Nitsche
Info:
Neun Jahre kegelten die Holzjäger auf der Kegelbahn der Gaststätte Goldener Stern, seit 21 Jahren lassen sie Kugeln auf der Kegelbahn der Gaststätte Frenking rollen.