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Die Farbe Gelb im Focus

Medientrainer des Benno-Haus begeistern mit der Filmwerkstatt bei der OJA-Ganztagsbetreuung
ASCHEBERG. Eine Mädchengruppe steht am Montagvormittag auf dem Schulhof der Profilschule. Dann passiert es. Blitzschnell werden die Mädels von einer Bande beklaut. Was folgt ist die gelbe Karte. Frederic und Marco schauen auf. Schnitt! Die Szene ist im Kasten.
„Auf Dauer wird das anstrengend“, gibt Marco zu. Denn die große Filmkamera hat schon so ihr Gewicht. Gut, dass die Jungen viel vom Stativ machen. Da entfällt das Tragen. Trotz der Arbeit sind sie begeistert. Denn einen Film zu drehen, das ist schon etwas Besonderes.
Möglich machen das bis Mittwoch die Medientrainerinnen Maria Steinmetz und Olga Kuleshova vom Benno-Haus Münster. Zur gelben Woche der OJA-Ganztagsbetreuung sind sie mit dem notwendigen Equipment angereist. Und selbstverständlich zieht sich die Farbe Gelb wie ein roter Faden durch ihr Filmprojekt, dass dank der Unterstützung von Ascheberg Marketing und dem Kulturrucksack angeboten werden kann.
„Wir haben uns schon etwas zum Thema überlegt“, erzählt Maria. So stellte sie den neun bis 12-jährigen Kindern eingangs die Frage: „Wofür bekommt man eigentlich eine gelbe Karte?“ Dass das nicht nur auf dem Fußballplatz der Fall ist, da waren sich die zehn Teilnehmer des Filmprojektes schnell einig. Und so entwickelten sie Ideen für potentiellen Filmstoff.
Dabei waren einige hinter der Kamera. „Und wir standen davor, als Schauspieler“, verraten Leni und Mia stolz. Der Rollentausch ist jedoch vorprogrammiert. Schließlich sollen alle einmal in den Genuss des Kameramanns bzw. Frau kommen. Marco und Frederic haben sich schon gut eingearbeitet. „Mit dem Stativ klappt es gut, da verwackelt man nicht so leicht“, erklärt Marco. Das die Filmwelt vielfältig und der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind, das haben die Kids bereits morgens bei der kleinen theoretischen Unterweisung gelernt. Zoom, unterschiedliche Einstellungen wie Panorama, Spezialeffekte – „das ist interessant“.
Der Rest erfolgte über „Learning by doing“. Das dabei ein Perspektivwechsel für zusätzlichen Reiz sorgt, hatten die beiden kleinen Kameramänner schnell raus. „Ein gutes Auge ist wichtig“, hat Frederic erkannt. Ob er seinen Traumjob gefunden hat? „Ne, dann doch lieber vielleicht erst einmal Fußballer“, gibt er zu. Und Marco? Der verfolgt ein anderes Ziel: „Staatsanwalt“, sagt er. Wobei die Filmerei durchaus das erklärte Hobby werden könnte. Tina Nitsche

Info:
Die vielen Filmsequenzen werden im Benno-Haus geschnitten. Anschließend erhalten die Kids DVDs. Die gelbe Woche bietet überdies bis Freitag weitere Projekte mit vielen kreativen Angeboten rund um die Farbe gelb. Bananenkuchen backen ist nur eines davon.

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Der Ball rollt

Eine echt coole Veranstlatung diese erste Mini-WM der Gemeinde Ascheberg. Foto: Tina Nitsche
Eine echt coole Veranstlatung diese erste Mini-WM der Gemeinde Ascheberg. Foto: Tina Nitsche
Als fußballbegeisterte Oma reiste Ursula Janßen eigens aus Münster an, um Costa Rica anzufeuern, denn da kickte Enkel Felix mit. Foto: Tina Nitsche
Als fußballbegeisterte Oma reiste Ursula Janßen eigens aus Münster an, um Costa Rica anzufeuern, denn da kickte Enkel Felix mit. Foto: Tina Nitsche

Gelungenes Debüt: Erste Mini-WM in der Gemeinde Ascheberg

 

ASCHEBERG. Der WM Auftakt war geradezu fulminant. Tropische Temperaturen, Tore im Minutentakt, Jubel, traurige Brasilianer und Italiener, Anfeuerungsrufe. Ein Debüt nach Maß, zumindest in diesem Fall. Denn seit Dienstag rollt der Ball. Auf zwei Soccer-Feldern an Schlingermanns-Weide in Ascheberg. Die erste Mini-WM der Gemeinde ist gestartet. Spannend, farbenfroh und sportlich fair. Da lief selbst Oma Ursula Janßen zur Höchstform auf und reiste als eingefleischter Fußballfan bewaffnet mit Kamera aus Münster an, um Costa Rica anzufeuern, wo Enkel Felix erfolgreich mitmischte. Auch Bürgermeister Dr. Bert Risthaus mutierte am Dienstagabend zum Fan der „Roten“, denn Sohn Pius ging ebenfalls für die Mannschaft auf Torejagd. Und traf! SVH-Coach Jens Feckler verfolgte die Partie Costa-Rica gegen Italien mit dem versierten Trainerauge, das besondere Augenmerk galt dabei natürlich Sohn Mats. Der Jubel kannte keine Grenzen, die Costa-ricanische Nationalelf schrubbte Italien, ließ Uruguay mit einem 8:0 Sieg ganz blass aussehen und schaffte es trotz Niederlage gegen Angstgegner Englands ins Achtelfinale. Opa Hermann Schlüchter ließ in Herbern alles stehen und liegen, um Australien anzufeuern, wo Enkel Torben Schulze-Horn in der Start-Elf stand. Allerdings scheiterte diese Truppe in der Vorrunde. Die Köpfe glühten, der Schweiß rann, die kleinen Kicker gaben alles. Doch was machen Fußballer eigentlich nach Feierabend? „Schön nach Hause gehen, duschen, Erdbeeren schnibbeln und entspannen“, verriet die Mama eines kleinen Australiers. Der Hunger wurde jedoch auch am Spielfeldrand gestillt. Und zwar auf ganz gesunde Weise mit dem „Sportsalat Kus-Kus“ und der Fitnessvariante „Hirsepfanne“. Manch einer schaute zunächst verwundert, aber die gesunde Kost kam an. Gegen die subtropischen Temperaturen gab es zwei Alternativen: erfrischende Getränke oder wie zwei Mädels es taten: Den Kopf kurzerhand in den Wassereimer tauchen. Von „Sportmediziner“ Friedhelm Staar (DRK) hagelte es dafür eine Rüge, da diese Art der Abkühlung nicht ganz ungefährlich ist. Heute Abend geht die Mini-WM in die zweite Runde. Tina Nitsche