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Lautstarker Geburtstag!

Kanoniere der Bürgerschützen feierten zehnjähriges Bestehen
ASCHEBERG. Eine schnelle Reihe – eine langsame Reihe und zum krönenden Abschluss ein gemeinsamer Salut. Es krachte, es qualmte und es wurde viel Applaus gespendet. Denn schließlich waren die Schusssalven, die da am Sonntagmorgen an Schlingermannsweide abgefeuert worden sind, nicht alltäglich.
Doch ein Jubiläum ist für ein solch eher ungewöhnliches Spektakel schon ein passender Anlass. Feiern dann auch noch die Kanoniere einen runden Geburtstag, dann ist das Abfeuern von Kanonen eigentlich auch schon ein Muss. Die Kanoniere der Bürgerschützen Ascheberg feierten ihr Jubiläum im wahrsten Sinne des Wortes lautstark. Allen voran die Kanone Irmingard, die eine Gruppe der Bürgerschützen vor zehn Jahren aus Bayern abholte. Unterstützt wurden die Ascheberger Kanoniere von den Kanonieren des Bürgerschützenvereins Herbern 1822, der Schützenbruderschaft St. Georg Mersch-Ameke 1839 und des Schützenvereins Wiescherhöfen Lohauserholz 1838. Sie alle hatten ihre eigenen Kanonen mit. Doch eine „Irmingard“ vereinen sie nicht in ihren Reihen.
„Das Original Geschütz stammt aus dem Jahr 1470 und ist heute noch in Bern zu bewundern“, klärte Oberst Theo Bonkhoff in den Schießpausen auf und erläuterte, dass es sich bei der Ascheberger Irmingard um einen Nachbau handelt, der 1998 gefertigt worden ist. Doch sie mal eben so abzufeuern das funktioniert nicht! Vielmehr bedarf es dazu einer Ausbildung mit Abschlussprüfung. Wer Inhaber dieses Sachkundenachweises – auch Schwarzpulverschein genannt – ist, hat jedoch noch eine weitere „Kleinigkeit“ zu beachten. „Denn Alkohol ist vor und während des Schießens absolut verboten“, so Oberst Bonkhoff.
Derweil blies Martin Hörster, Kommandant der Kanoniere, zum gemeinsamen Salut! Die Kanoniere verschwanden anschließend zunächst einmal im „Qualmnebel“. Dann wurde es noch einmal laut! Die vielen Gäste spendeten tosenden Applaus angesichts der mehr als gelungenen Vorführung. Ja, und dann durften die Kanoniere auch endlich auf ihr zehnjähriges Bestehen anstoßen. Gemeinsam mit den Gastvereinen wurde anschließend gefeiert. Tina Nitsche

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