Schlagwort-Archive: Klimaschutz

Die Säulen der Gemeinde stärken

CDU stellt ihr Wahlprogramm vor

ASCHEBERG. Das was die Gemeinde stark macht, wollen die Christdemokraten bewahren, ändern wollen sie das, was belastet. Mit einem achtseitigen Wahlprogramm und dem erklärten Leitmotiv „Näher am Menschen“ starten die Christdemokraten in die bevorstehende Kommunalwahl. Fest verwurzelt in allen drei Ortsteilen hat sich die CDU mit fünf Handlungsfeldern breit aufgestellt, in denen sie sich mit „Herz und Verstand“ engagieren will, wie Dietmar Panske, Gemeindeverbandsvorsitzender, in der Gaststätte Erdbüsken am Mittwoch klar machte. Viel Raum nimmt der erste Punkt auf der Agenda „Familienfreundlichkeit in der Gemeinde“ ein. In Sachen Familienpolitik setzt die CDU auf verlässliche Angebote im Kindergartenbereich und der Übermittagsbetreuung. Ferner macht sie sich stark für die Stärkung aller drei Grundschulstandorte und den Erhalt der Burgschule. Gute Ausstattungsstandards für die Haupt- und Realschule sowie die Neu-Gestaltung der Außenanlagen an der Haupt- und Profilschule in Herbern sind weitere Anliegen. „Aber es geht auch darum, alle Generationen im Blick zu behalten“, so Panske. Deshalb setzt sich die CDU vor allem auch dafür ein, dass in allen Ortsteilen ausreichend Baugrundstücke bereitgestellt werden, damit sich junge Familien ansiedeln können. Mit Blick auf den demographischen Wandel ist der Abbau von Barrieren im öffentlichen Raum ein Thema sowie der Anreiz für den Bau von Barriere freiem Wohnraum. „Zudem wollen wir die Senioren unterstützen, indem wir eine Dienstleistungsbörse von Senioren für Senioren einrichten“, so Johannes Wirtz.
Da die Vereine, Verbände und alle ehrenamtlich Engagierten die tragende Säule der Gemeinde sind, soll diese Basis konsequent unterstützt und gefördert werden. „Mit beispielsweise einer Versammlungsstätte für die gesamte Gemeinde in Herbern“, so Panske. Starker Ortskern- starker Einzelhandel – starke Wirtschaft lautet ein weiteres Themenfeld. Hier will die CDU bei der Beseitigung von Leerständen von Einzelhandelsobjekten in Herbern und Ascheberg unterstützen. Bei der 1a-Einzelhandelslösung in Ascheberg wartet sie geduldig auf Umsetzung. „Ganz klar sprechen wir uns aber gegen eine Fußgängerzone auf der Sandstraße aus.“ Ein klares Nein gibt es auch zum Thema Fracking. Beim Klimaschutz steht die CDU zu den Zielen der Energiewende, fordert aber das Windenergienutzung sozial- und nachbarschaftsverträglich sein muss. Tina Nitsche

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Die neuen drei „Ks“

Regina Selhorst ist die Frau an der Spitze des Landfrauenverbandes

HERBERN. Ihre neue Aufgabe empfindet Regina Selhorst als spannend. Denn die 51-jährige Herbernerin will als frischgebackene Präsidentin des Westfälisch-Lippischen Landfrauenverbandes eine Menge bewegen. Eine echte Aufgabe, denn sie steht einem äußerst starken Verband vor, der 43 000 Mitglieder zählt und zu dem 20 Kreis- und 377 Ortsverbände gehören. Dabei hat die Diplom-Verwaltungswirtin feste Ziele vor Augen, wobei sie auch mit manchem „verstaubten“ Image aufräumt. Von wegen Kinder – Küche – Kirche! „Wir haben neue drei Ks“, sagt sie, „nämlich Kommunikation, Kooperation und Kompetenz, wobei Kinder dabei selbstverständlich sind.“ Entsprechend ist die Bildungsarbeit ein großes Thema für die neue Präsidentin. Die neuen Medien werden effizient genutzt, wobei Selhorst dabei nie die alten Werte aus den Augen verliert. „Es gibt nichts wichtigeres als miteinander zu reden, denn nur so kann man eine Menge erreichen.“ Sie setzt auf den modernen Dialog, weil sie weiß, dass er funktioniert. Schließlich wird genau dieser durch die vorhandene Struktur im Verband gelebt. Das bisweilen „angestaubte“ Image der Landfrauen, passt mit der Realität nicht mehr überein. „Wir sind modern, obwohl wir auch noch alte Werte leben, wie beispielsweise das Handarbeiten. Bei uns wird noch gehäkelt, ja, aber wir häkeln Boshi-Mützen und die sind trendig“. Als neue Präsidentin ist es Regina Selhorst, die selbst Landfrau mit Leib und Seele ist, ein wichtiges Anliegen, dass die Menschen traditionelle Attribute wieder zu schätzen lernen und trotzdem ein realistisches Bild der Landwirtschaft erhalten. „Wir brauchen hier keine Streichelzoos, keine Museumslandwirtschaft und schon gar keine Landlustromantik“, weiß sie, dass, wenn es die Landwirtschaft nicht gäbe, es auch um die Ernährung schlecht bestellt wäre. Dabei setzt sie jedoch Landfrau nicht gleich mit Bäuerin. „Wir sind natürlich auch Interessensvertreter der Bäuerinnen, aber der Verband gliedert sich zur Hälfte in Bäuerin und zu 50 Prozent in Frauen aus dem ländlichen Raum auf.“ Mitglied kann in dieser Gemeinschaft jede werden. Wobei Selhorst sehr wohl weiß, dass Frauen aus ländlichen Bereichen andere Interessen als Frauen in der Stadt haben. Auf Landesebene macht sie sich stark für den Klimaschutz, den sie als politisches Thema sieht. „Wir funken auf allen Kanälen“, setzt sie in ihrem neuen Amt auf Teamwork, neue Medien und alte Werte. TN