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Gregor Steinhoff bekennt Farbe

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Bilder, die unendliche Geschichten erzählen, hier u.a. das einer sich freuenden Frau,  präsentiert der Künstler Gregor Steinhoff ab sofort in den Räumen von Aschebergerg Marketing. Foto: Tina Nitsche

Neue Ausstellung in den Räumlichkeiten von Ascheberg Marketing

ASCHEBERG. Rot, blau grün, gelb – es sind viele Farben, die Gregor Steinhoff mal mit Pinsel mal mit Spachtel oder ganz einfach auch im Wechsel auf die Leinwand gebracht hat.
Der 50-jährige bekennt Farbe. Ganz klar. Entsprechend lautet seine Ausstellung, die am Freitag, in den Räumlichkeiten von Ascheberg Marketing eröffnet worden ist, auch „Farbe bekennen“. Doch wer genau hinsieht, der wird die einzelnen Bilder in der auf den ersten Blick vielleicht so wahllos erscheinenden Farbpracht erkennen. Eine Frau in einem roten Anzug mit blauem Gürtel, die die Arme hochreißt, oder die aus der Vogelperspektive angeordneten roten Häuser. Eines sogar mit einem lila Dach. Je nach Betrachtungswinkel ergeben sich immer wieder neue Bilder – wobei der Künstler durch seinen Stil zum Auseinandersetzen mit seinen Werken auffordert.
„Mal ganz anders“, brachte es dann auch Melanie Wiebusch, Geschäftsführerin Ascheberg Marketing, bei der Eröffnung auf den Punkt. „Und nie geplant“, verriet Steinhoff, dass er ohne Vorlagen malt. Vielmehr setzt er auf das Abstrakte, seine Bilder entwickeln sich. „Es ist ein Prozess, die Bilder entstehen beim Malen“. Manchmal auch durch übermalen, manchmal auch durch warten. Denn nicht immer stellt er ein Werk sofort zu Ende, sondern pausiert auch mal, bevor er weitermacht.
Dennoch beweist er Mut zur Farbe. Kräftig, leuchtend, manchmal auch dezent. Nicht immer Ton in Ton, sondern auch einfach mal im abrupten Wechsel. Eine dunkle Farbe inmitten fröhlicher leuchtender Töne, auf diese Weise erzeugt er zusätzliche Spannung und Dynamik.
Ein ungewöhnliches Farbspiel, das da derzeit in den Räumen von Ascheberg Marketing präsentiert wird. Und eines, das erstmals nicht „aus dem Pinsel/Spachtel“ eines heimischen Künstlers stammt. Denn Gregor Steinhoff kommt aus Münster. Dort lässt der gelernte Sozialpädagoge zu Hause aus vielen bunten Acrylfarben unterschiedlichste Geschichten entstehen. Und wer genau hinschaut, wird entdecken, das manches Bild gleich mehrere in sich vereint. Tina Nitsche

Info:
Die Ausstellung „Farbe bekennen“ ist bis zum 30. Juni jeweils zu den Öffnungszeiten in den Räumlichkeiten von Ascheberg Marketing zu sehen.

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Ein Mobilee, die Schwiegermutter und die Fröbelsterne

Barbara Ringe ist im Kreativmodus
ASCHEBERG. Die Schwiegermutter und ein Fischmobilee aus Kindertagen sind nicht ganz unschuldig daran, dass Barbara Ringe sich der Kunst der Fröbelsterne verschrieben hat. „Als Kind hatte ich dieses Mobilee und wollte es immer mal nachmachen“, erinnert sich die gelernte Augenoptikermeisterin noch ganz genau. Als sie dann aber bei ihrer Schwiegermutter einen Fröbelstern entdeckt hat, da war sie fasziniert von der hohen Kunst. Die brachte sie sich dann kurzerhand selber bei.
Nach dem Studium einschlägiger Fachliteratur hat sie sich ans Werk gemacht. Man nehme vier Streifen Tonpapier, stecke sie zusammen, „dann werden Spitzen gefaltet und Tütchen gedreht“, vollendet sie die Beschreibung wie es funktioniert. Doch Barbara setzt gerne noch einen drauf. Kreativ variiert sie mit Farben und verpasst ihren Fröbelsternen zusätzlich noch einen farbigen Feinschliff. „Oder Perlen kann man da auch gut reinnähen“, hat sie noch einen weiteren Gestaltungstipp parat.
Selbst an eine Fröbelkugel hat sich Barbara, mittlerweile schon sehr geübt, herangewagt. „Das allerdings ist etwas für starke Nerven“, gibt sie zu. Denn dabei werden 12 Streifen im Grundgerüst zu einem Würfel gefaltet. Anschließend wird Seite für Seite der Stern gearbeitet. Die Hände kann man dabei nicht auflegen, das bedeutet man muss freihändig arbeiten. Das wiederum funktioniert mit ganz viel Ruhe. „Wenn man den Bogen raus hat, dann macht es richtig Spaß und was viele vielleicht nicht glauben würden, das Fertigen von Fröbelsternen entspannt total“.
In diesem Jahr zieren cremefarbigen Fröbelsterne in unterschiedlichen Größen sogar den Adventskranz der Familie Ringe. „Man kann sie aber auch aufhängen, Möglichkeiten gibt es da viele“.
Wenn das Material aufgebraucht ist „und die Bücher komplett durchgearbeitet sind, dann kommt ein neues Thema“, ist Barbara mittlerweile vom Kreativvirus infiziert. Inspiriert durch Schwiegermama und dem Fischmobilee aus Kindertagen. Tina Nitsche