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KAB Ascheberg feiert 90-jähriges Bestehen

Mit  Herzblut und Engagement hat KAB Ascheberg viel geschaffen
ASCHEBERG. In 90 Jahren passiert viel. Und ja, nicht immer geht es nur geradeaus. Da müssen durchaus auch einmal Klippen umschifft werden. Doch das gelingt, wenn Menschen zusammenstehen und sich gemeinsam engagieren. Für die Menschen, für die Natur, für die Umwelt ….. diese Liste lässt sich beliebig fortführen. Denn logischerweise häufen sich in neun Jahrzehnten Vereinsleben unzählige Geschichten an.
Auf solch eine lange Zeit, blickt die KAB Ascheberg nunmehr zurück, denn am Samstag hat die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Ascheberg ihren 90. Geburtstag gefeiert.Mit vielen Gästen.

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Pfarrer Stefan Schürmeyer (r.) tauchte nur allzugerne in neun Jahrzehnte KAB-Geschichte ein und nutzte die Chance bei den Feierlichkeiten zum 90-jahrigen Bestehen. Foto: Tina Nitsche

Darunter auch Pfarrer Stefan Schürmeyer, der wie er zugab, noch nicht allzu viel zur KAB Ascheberg erzählen konnte. „Also erzählen Sie mir alles“, forderte der Geistliche die vielen Gäste im Pfarrheim St. Lambertus auf und tauchte nur allzu gerne in die Geschichte des Vereins ein, der im August 1926 gegründet worden ist. Ein Verein, bei dem der Mensch im erklärten Mittelpunkt steht, den aber auch Menschen zu dem gemacht haben was er heute ist. Und einer, der auf der anderen Seite auch Menschen auf den Weg gebracht hat. So wie die stellvertretende Bürgermeisterin Maria Schulte-Loh beispielsweise. „Denn mein Weg in die Politik hatte den Anfang in einer Umweltaktion, als ich als leicht grün angehauchte Schwarze, gemeinsam mit Willi Pelster die KAB unterstützt habe, ihr Vorhaben aus dem Springbrunnen  auf dem Katharinenplatz ein Blumenbeet zu realisieren.“ Schulte-Loh selbst ist sei über 25 Jahren Mitglied in der KAB. So freute sie sich besonderes darüber, dass sie als Stellvertreterin der Gemeinde, die Glückwünsche überbringen und offiziell Danke sagen durfte. Sie lobte das Engagement des Vereins. Hier besonders das, des langjährigen Vorsitzenden Willi Pelster. „Ihm ist es zu verdanken, das wir heute eine Dorfsäuberungsaktion und einen Reyclinghof haben“.
Die erste Vorstandsfrau bei der KAB Ascheberg
Mindestens genauso engagiert ist Pelsters Ehefrau Agnes, die nach ihm 20 Jahre als Vorsitzende die Geschicke des Vereins gelenkt hat und auch heute noch aktiv im Vorstandsteam ist. Agens Pelster war überdies die erste weibliche Vorsitzende des Vereins. „Ruhig, gelassen, bescheiden und mit ganz viel Herzblut und Herzenswärme hat sie diesen Verein geführt“, machte Schulte-Loh deutlich. Ein Verein, dem langjährige Mitglieder angehören. So wie Luzie Rüschenschmidt, die schon 65 Jahre dabei ist. Zur KAB ist sie durch ihren Mann Walter gekommen, ein weiterer ehemaliger Vorsitzender. Was sie besonders reizt immer noch dabei zu bleiben ist einfach: „Diese aktive Gemeinschaft hier, das herzliche Miteinander, das macht einfach Spaß“, sagt sie. Und nicht nur sie ist froh darüber, das dieser Verein weiterlebt.
KAB Ascheberg birgt Potential
Denn ganz so selbstverständlich ist diese Tatsache nicht. Denn 2011 musste der Verein eine gewaltige Klippe meistern. Zum Gelingen trug niemand Geringeres als Diözesansekretär Hermann Hölscheidt bei. Denn es war dieses Herzblut und das Engagement der Menschen, die ihm bewusst machten, dass eben genau dieser Verein noch eine Zukunft hat. „In einer Zeit, in der viele Vereine sterben“, erinnerte Hölscheidt in seiner Ansprache auch an die schwierigen Zeiten in der Geschichte des Vereins. Doch die KAB Ascheberg birgt Potenzial und geht mit der Zeit. Wurden früher die Protokollbücher noch von Hand geschrieben, „so hat auch bei uns längst die neue Technik Einzug gehalten“, bestätigte Teamsprecherin Elisabeth Hönig, die heute gemeinsam mit Norbert Bücker, Agnes Pelster, Klaus Holtmann, Elisabeth Roberg und Hedwig Schäper im Team die KAB leitet. Tina Nitsche

 

Info:
Zahlreiche Gäste ließen es sich nicht nehmen der KAB zum 90-jährigen Bestehen zu gratulieren. Nach der heiligen Messe fanden die Feierlichkeiten im Pfarrheim St. Lambertus statt. Dieser wohnten nicht nur Pfarrer Stefan Schürmeyer und Diözesanpräsens Michael Prinz bei. Mit von der Partie waren auch die KAB St. Josef Drensteinfurt, St. Ludger Lüdinghausesn, St. Laurentius Senden und St. Sophia Stockum. Grüßen ließen ferner Norbert Kühnhenrich für den Kirchenvorstand, Regionalsekretärin Heike Honauer, Heinz Wansing (Bezirksleitung) und der langjährige Präses Pastor Alfons Homölle.

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Mit allen Sinnen

Kräuterfrau Maren Haumann bietet Kräuterwanderung an0416hb-ben-kräuterfrau maren haumann-bearbKL
HERBERN. Im Einklang mit der Natur zu leben, das ist Maren Haumann ein wichtiges Anliegen. „Die Aufmerksamkeit auf die Natur zu lenken, ist der erste Schritt zur Heilung“, sagt die Herbernerin.
Ihre Liebe zur Natur lebt Maren und das mit allen Sinnen. Riechen, sehen, schmecken, sich einlassen, „da kann man am besten Stress bewältigen“, erklärt sie, während sie sich bückt, und sanft über eine Pflanze mit lilafarbener Blüte streicht. „Das ist Lungenkraut“, erklärt sie und fügt hinzu, dass dieses Kraut ein gutes Mittel bei Erkältungskrankheiten ist.

Auch der Sauerklee blüht jetzt im Frühling. Foto: Tina Nitsche
Auch der Sauerklee blüht jetzt im Frühling. Foto: Tina Nitsche

Was Kräuter anbelangt, da kennt sich die gebbürtige Heidelbergerin aus. Schließlich ist sie in einem Waldgebiet groß geworden und hat von ihren Großeltern schon früh viel über Pflanzen und Kräuter gelernt. Nun ist sie am Schloss Westerwinkel zu Hause. „Und hier habe ich sie wieder, die starke Anbindung zur Natur, die ich so sehr liebe“, freut sie sich. Mehr noch, Maren lebt die Natur.
Denn ihr von den Großeltern ererbtes Wissen hat die 49-jährige ausgebaut und verfestigt. Sie absolvierte eine dreijährige Ausbildung zur Diplom-Kräuterfrau (Phytaro). „Man muss schon ganz genau hingucken, wenn man Kräuter sammelt. Das funktioniert nicht einfach, indem man sich ein Buch schnappt und dann loszieht“. Viele Kräuterarten sehen sich oftmals auf den ersten Blick ähnlich, aber es gibt Unterschiede. „Und das führt dann oft zu Verwirrungen. Ich glaube es gibt viele Menschen, die mehr diesbezüglich machen würden, wenn sie sich trauen würden.“ Maren Haumann will all denjenigen die Unsicherheiten nehmen, indem sie Kräuterwanderungen anbietet und ihr Wissen teilt. Und vielleicht springt bei dem ein oder anderen dann auch der Funke über.
„Alles was Du brauchst steht bei Dir, man muss nur die Augen auf machen“, zitiert sie eine alte Weisheit. Für sie liegt darin auch die Faszination, die ihren Beruf ausmacht. „Eine Pflanze hat sehr viel mehr Wirkstoffe, als das was chemisch nachweisbar ist, und da ist es doch ein großes Geschenk das nutzen zu dürfen.“
Ein Grund weshalb sie das mit besonderer Aufmerksamkeit tut. Jede Pflanze wird von ihr mit Respekt behandelt. Blätter werden liebevoll und vorsichtig abgezupft und später dann verarbeitet. Zu Teemischungen, Tinkturen, Salben – „die Natur hält unendlich viele Geschenke für uns bereit, wenn man mit offenen Augen unterwegs ist.“ Tina Nitsche

INFO:
Am Samstag, 18. April findet um 10.30 Uhr die erste Kräuterwanderung statt. Treffpunkt Horn-Westerwinkel 6. Anmeldungen nimmt Maren Haumann bis zum Freitag, 17. April, 20 Uhr unter der Telefonnummer (0 25 99) 759 77 68 oder unter maren.haumann@t-online.de bzw.
http://www.kleineheilpflanzenschule.de entgegen