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Buntes Stelldichein in der Kirche

Frauen fertigen ehrenamtlich Blumenschmuck zum Patronatsfest
ASCHEBERG.
Die Wilde Möhre hat ebenso wie die Fette Henne den Weg in die St. Lambertus Kirche gefunden. Oder in diesem Falle besser gesagt in die mit Wasser gefüllten Eimer, die in der Kirche aufgestellt waren.
„Und die waren quasi über Nacht gefüllt“, erzählt Roswitha Krebs, während sie nach einer Sonnenblume angelt und die fachmännisch zwischen Dahlien, Liebesperlen, Hortensien und Hagebuttenzweigen in die große weiße Vase setzt. Brigitte Waldmann arbeitet derweil am Gegenstück, der zweiten weißen Vase. „Mit Blumen, die uns die Pfarreimitglieder gebracht haben“, verrät sie.
Die beiden Damen sind nur zwei von insgesamt sieben Frauen, die am Freitag in der Kirche anlässlich des Patronatsfestes die Blumen sprechen lassen. „Zwei Mal im Jahr machen wir eine solche Aktion, einmal zu Fronleichnam und einmal zum Patronatsfest“, so Roswitha Krebs. In einem Gemeinschaftsprojekt und das ehrenamtlich.

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Marlies Weber, Enkelin Maren, Anne Nöcker und Hildegard Kuhlmann (v.l.n.r.) fertigten  Kränze aus den orangefarbenen Lampionblüten. Foto: Tina Nitsche

Während die beiden Frauen in der Sakristei die weißen Vasen in regelrechte Kunstwerke verzaubern, beugen sich im Raum nebenan Anne Nöcker, Hildegard Kuhlmann und Marlies Weber über einen großen Karton. Er dominiert den Raum und setzt einen deutlichen Farbakzent mit seinem orangefarbenen Inhalt. „Das leuchtet so schön“, findet Maren, die Enkelin von Marlies Weber, und greift nach einer der Lampionblüten. Sie hilft ihrer Oma dabei, die Blüten auf einen Draht zu ziehen. Denn das Quartett fertigt Kränze, die anschließend die Kirchenbänke und die Kronleuchter in der Kirche zieren.
„Zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen, denn die Augen beten ja schließlich mit“, erklärt Roswitha Krebs, weshalb die Damen, die überdies auch von Ulla Dartmann sowie Carola Leyk unterstützt werden, einen solchen Aufwand betreiben. Einer, der nur in Teamwork zu bewältigen ist. Einen ganzen Nachmittag alleine sind die Frauen nur mit dem Fertigen der Blumenarrangements und Kränze beschäftigt. Hinzu kommt die Vorbereitungszeit. „Da schneiden wir dann Hagebuttenzweige usw. zurecht“, so Roswitha Krebs, die dabei von ihrer Enkelin Leni unterstützt worden ist.
„Da kommen wir locker auf 20 Stunden, also eine halbe Woche Ehrenamt“, rechnet Hildegard Kuhlmann rasch aus. Aber sie alle tun das von Herzen gerne und schreiten dabei mehr als kreativ zu Werke. Ausgestattet mit dem grünen Daumen, „wir heute eher mit dem orangen Daumen“, sagt Hildegard Kuhlmann mit Blick auf die große Kiste zu ihren Füßen, haben sie mit Roswitha Krebs und Brigitte Waldmann gleich zwei Fachfrauen in ihrer Runde. Gute Ideen sind damit garantiert.
Anne Nöcker, die das ganze Jahr über auch für den Blumenschmuck in der Kapelle des Altenheims St. Lambertus sorgt, dankt besonders Roswitha Krebs. „Wie sie uns anleitet, das ist einfach nur toll“, sagt sie und zollt überdies der Pfarrgemeinde an sich ein dickes Lob: „Denn die Mitglieder tragen diese Aktion mit, die gehen in ihre Gärten, in diesem Jahr aufgrund der Hitze, die in den Gärten einiges kaputtgehen lassen hat, auch in die Geschäfte und spenden uns die Blumen.“ Abends war das Werk dann vollbracht, da haben Wilde Möhre, Fette Henne und Co. einen neuen Platz gefunden. Super arrangiert in den Vasen, die zum Patronatsfest dann den Chorraum zierten und dort für farbenprächtige Akzente sorgten. Tina Nitsche

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