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Davensberger sagen Ja zu ihrer Kirmes

Autoscooter fehlte auf der St. Anna-Kirmes / Wenig Besucher zur Eröffnung
DAVENSBERG. Das Bild war ein anderes am Samstag bei der Eröffnung der St. Anna-Kirmes als sonst. Mit dem Autoscooter fehlte ein Fahrgeschäft für Jugend und Erwachsene.
„Das ist alles ein bisschen traurig, um nicht zu sagen enttäuschend. Es ist alles versucht worden eine Ersatzlösung zu schaffen, leider ohne Erfolg. Da müssen wir mal sehen, wie es weitergeht!“ machte die stellvertretende Bürgermeisterin Maria Schulte-Loh in ihrer Eröffnungsrede deutlich.
Es ging weiter am Samstag und das sogar mit strahlenden Gesichtern. Denn die kleinen Gäste merkten von den Sorgen der Großen nichts. Freudestrahlend drehten sie abenteuerliche Runden in der Dschungelreise, gingen auf Entenjagd, brachten bunte Ballons mit Pfeilen zum Platzen, nahmen Rosen ins Visier und zielten oder schleckten mit Oma ein Eis. Auch kulinarisch blieben keine Wünsche offen auf der kleinen aber feinen St. Anna-Kirmes, wie die Veranstaltung im Volksmund genannt wird. Ob herzhaft oder süß, die Gaumenfreuden gestalteten sich Variantenreich und boten sogar Ausgefallenes für kreative Hochzeitsideen. Denn am Süßwarenstand von Peter Ebert ergatterte ein Paar ein passendes Herz für die Verzierung einer Hochzeitstorte.
Doch neben dem Spaß wurden auch Gespräche geführt. Wie soll es weitergehen mit der Kirmes lautete die erklärte Frage. Zur Eröffnung bot sich zahlentechnisch ein eher trauriger Anblick. Die Feuerwehrleute und die Turmbläser prägten neben einigen Familien und Kindern zunächst das Bild, bevor es abends voller wurde.
Dennoch herrscht in einem Punkt Einigkeit: Die Davensberger wollen auf ihre Kirmes nicht verzichten. „Ich habe mit Vereinen wie den Turmbläsern, der Feuerwehr und auch der kfd gesprochen“, so Maria Schulte-Loh. „Und alle plädieren einstimmig für den Erhalt.“ Schulte-Loh will nun das Gespräch mit dem Bürgermeister suchen. Gemeinsam mit den ortsansässigen Vereinen und Schaustellern soll am Konzept gefeilt werden.
„Wir sollten den Ablauf konzentrierter gestalten, will heißen, das Vereine und Schausteller enger zusammenrücken und gemeinsam für ein gelungenes Fest sorgen“, sieht Schulte-Loh darin eine gute Möglichkeit für den Fortbestand der St. Anna-Kirmes. Tina Nitsche

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Ohne Kleidersorgen und mit neuen Disziplinen

Ulla Ringelkamp spendierte dem Kegelclub "Die Bahnsinnigen" das Outfit für die Kirmes-Kegelzehnkämpfe.  Foto: Tina Nitsche
Ulla Ringelkamp spendierte dem Kegelclub „Die Bahnsinnigen“ das Outfit für die Kirmes-Kegelzehnkämpfe. Foto: Tina Nitsche

Heimische Clubs starteten in die traditionellen Kirmes-Kegelzehnkämpfe
ASCHEBERG. Kleidersorgen hatte der Kegelclub die „Bahnsinnigen“, am Sonntag nicht. „Ulla sei Dank“, verrät Niklas Bultmann grinsend und zeigt stolz auf sein weiß-blaues Trikot, auf dem drei goldene Sterne prangen. „Drei mal Fußballdorfmeister“, klärt Laurin Sabe auf. Die Kegeltitel fehlen noch. „Da haben wir noch Platz für weitere Sterne“. Gut gelaunt stürzen sich die Jungs in den traditionellen Kegelzehnkampf und fallen auf mit ihren brandneuen Shirts, die ihnen Ulla Ringelkamp spendiert hat. „Ein Kegelclub, ein Friseur“, sagt Nils Heubrock und erklärt, dass der Kegelclub geschlossen zum gleichen Friseur geht. Danach legen die Jungs los: Entenangeln, Pferderennen, Schießen, Dosenwerfen, Pfeilwerfen. Auch die Damentruppe „KC Stößchen“ ist eifrig unterwegs und kürt am Ende die beiden Verliererinnen Kim und Elena mit einer neongelben Warnweste auf der sichtbar in großen Lettern die Niederlage verzeichnet ist. Die Meisterjäger müssen sich hingegen erst einmal eine kleine Verschnaufpause gönnen und reihen sich an Wennings Fischstand ein. Der Damenkegelclub „Die perfekte Partie“ hat dem Zehnkampf kurzerhand eine neue Disziplin zugefügt. „Die Essensdisziplin“, verrät Tina Blumhagen, dass nun erst einmal unterschiedlichste kulinarische Stände „abgearbeitet“ werden, bevor sich die Mädels in den knallroten Shirts wieder ins Getümmel begeben. Die Kegler prägen das Bild auf der Jakobikirmes am Sonntag und auch die Schausteller haben sich für die beliebten Zehnkämpfe wieder einiges einfallen lassen. Am bayrischen Schießwagen verwöhnt René Bartelt seine Kegler in diesem Jahr mit Leuchtschmuck. „Das ist so einmalig hier, da lasse ich mir gerne jedes Jahr etwas anderes für die Klubs einfallen“. Am Kirmessonntag war der „Hauptkampftag“ der Kegelvereine, am Montag jedoch stürzten sich auch noch einige Klubs gut gelaunt in den ultimativen Kirmeswettkampf. Tina Nitsche