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Selbst ist die Frau: Mit guter Laune und eigenem Rezept!!!

So meistert Schaustellerin Kerstin Melcher ihren Schaustelleralltag
ASCHEBERG. Ihr Leben ist geprägt von Arbeit. Doch Schaustellerin Kerstin Melcher meistert das mit ihrem ganz eigenen Rezept.
„Wenn ich morgens aufstehe, habe ich schon gute Laune, egal wie kurz oder lang die Nacht war“, verrät sie lachend. Und an Schlaf ist nicht immer zu denken. Denn wenn Kerstin Melcher mit ihrem Cocktailstand auf den unterschiedlichsten Veranstaltungen in Deutschland unterwegs ist, ist der Arbeitstag oft sehr lang. Einmal im Jahr steuert sie dabei auch Ascheberg an, wo sie anlässlich der Jakobi-Kirmes ihre Cocktailbar aufbaut. Seit 1998 kommt sie hierher. „Darauf freue ich mich immer besonders, denn hier habe ich viele Stammgäste, nicht nur Ascheberger, sondern auch viele Herberner.“ Vor allem die familiäre Atmosphäre die auf dem Platz vorherrscht, die hat es ihr angetan. Schließlich ist auch sie ein erklärter Familienmensch. „Oder soll ich sagen Allrounder?“ Täglich macht die alleinerziehende Mama den Spagat zwischen Familie, Haushalt und Beruf. Die erklärte Devise lautet ganz einfach: Selbst ist die Frau!
Mit einer positiven Lebenseinstellung und viel Flexibilität managt die 41–jährige ein im wahrsten Sinne des Wortes kleines Familienunternehmen und trotzt dabei auch allen Widrigkeiten. Denn, jammern nützt ja nichts. „Nein, et kütt wie et kütt, hät noch immer jot jejange“, hält sie es da doch viel lieber mit ihrem erklärten Lebensmotto. Die rheinische Frohnatur lässt grüßen! Bei all ihrem Tun verlässt sie sich auf ihr Bauchgefühl. Selbst Dingen, die mal nicht so laufen, gewinnt sie noch eine positive Seite ab. „Das wird dann unter dem Punkt Erfahrung verbucht.“ Sie hat gelernt sich durchzuboxen. Beruflich wie privat. Ihr Sohn Dustin ist das Wichtigste für sie. „Ich bin ein Familienmensch und würde ich sehen, das mein Sohn unter meiner Arbeit leidet, würde sich sie hinten anstellen“, hat sie ganz genaue Vorstellungen.
Ihrem Sohn hält sie alle Möglichkeiten offen. Er geht fest zur Schule. „Meine Mutter und meine Schwester machen es möglich. Sie kümmern sich rührend um ihn, wenn ich unterwegs bin.“ Obwohl sie ein traditionsbewusster Mensch ist, ist Kerstin Melcher realistisch. „Dustin soll eine Ausbildung machen und mal auf einfachere Weise sein Geld verdienen als wir jetzt. Ich wäre deshalb auch nicht böse, wenn er mit der Tradition Schausteller bricht“, wünscht sie sich für ihn nur das Beste. Tina Nitsche

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