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Aus Reisebüro Nitsche wird Reiseagentur Meimberg

Für Kunden bleibt alles wie gehabt, denn weder beim Team noch am Service ändert sich etwas
ASCHEBERG. Eine Ära geht zu Ende. Vor 33 Jahren gründete Horst-Gunther Nitsche das Reisebüro Nitsche, das dann von seiner Tochter Daniela Jürgens weitergeführt wurde. Ein Familienbetrieb, der nun in eine Großfamilie übergeht.
Am 1. November hat die Reiseagentur Meimberg GmbH das Ascheberger Unternehmen übernommen. Das Münsteraner Unternehmen, 1970 von Julius Meimberg gegründet, ist ein ebenfalls familiär geführter Betrieb mit nunmehr insgesamt 14 Niederlassungen, sechs davon im Kreis Coesfeld.
Der Übergang vom Reisebüro Nitsche zur Reiseagentur Meimberg GmbH ist fließend. Für die Kunden ändert sich nichts. Denn die bisherige Inhaberin Daniela Jürgens übernimmt nun die Büroleitung der Ascheberger Meimberg-Filiale. „Es ist eine gute Lösung“, freut sich Jürgens über die Neuerung, da diese vor allem eines mit sich bringt: „Ich kann mich jetzt komplett auf den Verkauf konzentrieren, denn die Back Office Arbeiten, sprich Organisation, Buchhaltung usw. werden nach Münster verlegt.“
Thomas Schemmer, Geschäftsführer der Reiseagentur Meimberg freut sich darüber „ein gut etabliertes Reiesebüro übernehmen zu können.“ Perspektivisch gesehen der richtige Schritt.
„Fachpersonal zu bekommen wird immer schwieriger in unserer Branche, zudem unterliegen wir ständig vielen Änderungen, so wie aktuell die geplante Erneuerung des Pauschalreiserechtes ab 2018“, so Jürgens. Solche Dinge lassen sich in einer „Großfamilie“ einfacher stemmen, als in einem kleinen Familienbetrieb. Daniela Jürgens dankt ihren vielen Kunden auf diesem Wege für zahlreiche Jahre Treue und freut sich auf weitere gute Zusammenarbeit. „Denn für die Kunden ändert sich wie gesagt durch die Übernahme nichts, weder am kompetenten Team noch am gewohnt guten Service, denn dieser wird auch bei uns groß geschrieben“, so Schemmer abschließend. Tina Nitsche

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Doch die Stricknadeln klappern weiter…..

Monika Jungeilgis schließt nach 30 Jahren ihr „Wollfach“
HERBERN.Ihre Stricknadeln klappern mit viel Leidenschaft. „Handarbeiten mache ich gerne, das könnte ich Tag und Nacht“, gibt Monika Jungeiligis zu und strahlt.
Ihre Leidenschaft hat sie dann auch zum Beruf gemacht. Denn seit 30 Jahren führt die Herbernerin mit viel Herzblut ihr Fachgeschäft „Wollfach“. Noch. Um genau zu sein bis zum 28. Februar. Dann ist Schluss, denn dann will Monika Jungeilgis in den wohlverdienten Ruhestand.
„Es war eine wundervolle Zeit hier“, lässt die gelernte Einzelhandelskauffrau den Blick über die Regale wandern, aus denen Wolle in unterschiedlichsten Qualitäten und Farben hervorlugt. Zu ihrem Entschluss steht sie. „Dass all das bald nicht mehr Bestandteil meines Lebens ist, damit habe ich mich abgefunden.“ Ehemann Jan und „mein Finanzminister über all die Jahre“, sieht es positiv. „Nun kommen andere Dinge“, sagt er. Dennoch stimmt eine Tatsache Monika Jungeilgis traurig: „Ich hätte mein Geschäft gerne weitergegeben, denn jetzt ist es so endgültig.“
In der Tat: Mit Schließung des „Wollfach“ klafft eine große Lücke und das nicht nur in der Herberner Geschäftswelt. „Wir waren hier in der Umgebung die letzten Jahre fast konkurrenzlos, es gibt kaum noch solche Fachgeschäfte“, hat Jan Jungeilgis festgestellt. Und so hofft seine Frau: „Vielleicht hat ja doch noch einer Mut, das Geschäft zu übernehmen.“ Sie ist sich selbstverständlich darüber im Klaren, dass ein solcher Schritt wohlüberlegt sein will.
Die Zeiten haben sich geändert, seit sie 1985 den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt hat. „Der Verkauf über das Internet nimmt immer mehr zu“, weiß sie. Aber sie hat stets erfolgreich dagegenhalten können. Mit viel Menschlichkeit, kompetenter Beratung, noch mehr Engagement und „ ja dem persönlichen Service“, erzählt sie. Und genau der war es auch, der ihr viele Stammkunden beschert hat. Denn Monika Jungeligis hat immer Tricks und Tips parat gehabt, kannte all die Kniffe rund um das Thema Wolle und Stricken. Jeder hat sofort gemerkt, das sie sich auskennt.
„Ich habe nie nur einfach Wolle verkauft“, sagt sie. Vielmehr schwang immer Leidenschaft dabei mit. „Man muss hinter dem stehen was man tut.“ Und das hat sie all die Jahre getan. Sie hat nicht nur einfach die Ladentür aufgeschlossen, nein, sie hat auch für Anregungen gesorgt. Hat selber unermüdlich gestrickt, um ihren Kunden das gewisse Etwas an mehr zu bieten und ihnen zu zeigen, was mit Wolle alles möglich ist. „Das kann man nicht lernen, ich habe dieses Talent quasi in die Wiege gelegt bekommen und mich ständig weiterentwickelt.“
Und eines steht für sie jetzt schon fest, auch wenn nun definitiv die letzten vier Wochen einer langen Ära anbrechen: „Die Stricknadeln, die klappern auch künftig weiter“. Denn ab März hat Monika Jungeilgis viel Zeit. Tina Nitsche