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Die neuen drei „Ks“

Regina Selhorst ist die Frau an der Spitze des Landfrauenverbandes

HERBERN. Ihre neue Aufgabe empfindet Regina Selhorst als spannend. Denn die 51-jährige Herbernerin will als frischgebackene Präsidentin des Westfälisch-Lippischen Landfrauenverbandes eine Menge bewegen. Eine echte Aufgabe, denn sie steht einem äußerst starken Verband vor, der 43 000 Mitglieder zählt und zu dem 20 Kreis- und 377 Ortsverbände gehören. Dabei hat die Diplom-Verwaltungswirtin feste Ziele vor Augen, wobei sie auch mit manchem „verstaubten“ Image aufräumt. Von wegen Kinder – Küche – Kirche! „Wir haben neue drei Ks“, sagt sie, „nämlich Kommunikation, Kooperation und Kompetenz, wobei Kinder dabei selbstverständlich sind.“ Entsprechend ist die Bildungsarbeit ein großes Thema für die neue Präsidentin. Die neuen Medien werden effizient genutzt, wobei Selhorst dabei nie die alten Werte aus den Augen verliert. „Es gibt nichts wichtigeres als miteinander zu reden, denn nur so kann man eine Menge erreichen.“ Sie setzt auf den modernen Dialog, weil sie weiß, dass er funktioniert. Schließlich wird genau dieser durch die vorhandene Struktur im Verband gelebt. Das bisweilen „angestaubte“ Image der Landfrauen, passt mit der Realität nicht mehr überein. „Wir sind modern, obwohl wir auch noch alte Werte leben, wie beispielsweise das Handarbeiten. Bei uns wird noch gehäkelt, ja, aber wir häkeln Boshi-Mützen und die sind trendig“. Als neue Präsidentin ist es Regina Selhorst, die selbst Landfrau mit Leib und Seele ist, ein wichtiges Anliegen, dass die Menschen traditionelle Attribute wieder zu schätzen lernen und trotzdem ein realistisches Bild der Landwirtschaft erhalten. „Wir brauchen hier keine Streichelzoos, keine Museumslandwirtschaft und schon gar keine Landlustromantik“, weiß sie, dass, wenn es die Landwirtschaft nicht gäbe, es auch um die Ernährung schlecht bestellt wäre. Dabei setzt sie jedoch Landfrau nicht gleich mit Bäuerin. „Wir sind natürlich auch Interessensvertreter der Bäuerinnen, aber der Verband gliedert sich zur Hälfte in Bäuerin und zu 50 Prozent in Frauen aus dem ländlichen Raum auf.“ Mitglied kann in dieser Gemeinschaft jede werden. Wobei Selhorst sehr wohl weiß, dass Frauen aus ländlichen Bereichen andere Interessen als Frauen in der Stadt haben. Auf Landesebene macht sie sich stark für den Klimaschutz, den sie als politisches Thema sieht. „Wir funken auf allen Kanälen“, setzt sie in ihrem neuen Amt auf Teamwork, neue Medien und alte Werte. TN

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