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Und um Mitternacht läuten die „Hells bells“…

Die zweite Ascheberger Rock- und Pop Nacht kommt musikalisch mit musikalischem Wechselbad daher
ASCHEBERG. „Hundred thousand people there – In Zaire, in Zaire”- die Bässe dröhnen. Johnny Wakelin hat den kleinen Raum fest im Griff. Für die Dauer einer Vinylscheiben-Länge. Nicht durch tausend, aber immerhin durch die Körper der drei Anwesenden geht ein Ruck. Rock’n Rolle lässt grüßen.
„Yeah“, ruft Michael „Michi’“ Frye und die beiden Brüder Herbert und Günter Mangels grinsen. „Back to the seventies”, sagt Michael Frye, als er die Scheibe wieder ins Cover schiebt. Und die werden wieder lebendig. Bei der zweiten Ascheberger Rock- und Pop-Nacht. Am Samstag, 14, November, ab 20 Uhr in der Festscheune Frenking.
Denn dann wollen die Brüder Mangels und Michael Frye an den Debüterfolg der ersten Ascheberger Rock-und Pop-Nacht anknüpfen. Mit einer endlosen Playlist die von Led Zeppelins „Stairway to heaven“ bis zu Abbas „Dancing Queen“ reicht.
Denn das dynamische Trio, ist nicht nur Ideengeber dieser Veranstaltung, sondern stellt mit „Michi“ Frye gleich auch einen erfahrenen DJ. Und der hält nichts von Stillstand. Vielmehr will er aufbauen auf den Premierenerfolg und hat dazu seine ganz eigenen Ideen.
Er setzt auf einen Wechsel aus musikalischen Genussphasen und Power. „Mit der passenden Anmoderation bekommt man das hin“, ist er sich sicher. Nach Slow Motion dürfen dann die Luftgitarren ausgepackt werden. Doch auch die Tanzmusik aus den Siebzigern und Achtzigern soll nicht zu kurz kommen.
Denn beim Debüt sind viele Paare gekommen. „Und die tanzten sogar den Disco Vox“. Also werden Abba, Boney M. und Co. musikalisch gute Laune versprühen und das tanzwütige Partyvolk aufmischen. Musikwünsche seitens der Gäste sind dabei ausdrücklich erlaubt.
Um Mitternacht läuten dann die Glocken. Musikalisch versteht sich. „Mit Hells bells“, kündigt Günther Mangels mit AC DC schon mal echt australischen Hard Rock an. Ihre Hausaufgaben haben die Drei erledigt. Die Plattenkisten mit den schwarzen Vinylscheiben stehen parat, die Liederlisten sind zusammengestellt. Der Inhalt: ein schwungvoller Wechsel aus Rock und Pop, der „hundred thousand people“ einen unvergesslichen Abend nicht in Zaire aber in Ascheberg bescheren soll. Tina Nitsche

Info: Karten für die Rock- und Pop-Nacht, Veranstalter sind die Kolpingsfamilie Ascheberg und die Schützenbruderschaft St. Katharina Berg und Tal, gibt es für 5 Euro an der Abendkasse. Bis 21 Uhr ist der Eintritt frei.

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Mit der Genehmigung vom Chef!

Packendes Finale im Abendrot: Alfons Kühnhenrich ist neuer Schützenkönig
ASCHEBERG. Zugegeben, von Ehefrau Anne hatte Alfons Kühnhenrich keine ausdrückliche Erlaubnis für seine Tat eingeholt. „Dafür hatte ich das OK vom Chef“, grinste der Elektriker, der bei Klaas arbeitet.
Ausgestattet mit dieser Genehmigung begab er sich am Freitag an die Vogelstange bei Frenking. Und dort blieb er bis zum finalen Schuss um 20.15 Uhr. Da nämlich pustete der 49-jährige Königsvogel „Meister-Jäger“ von der Stange und wurde jubelnd von seinen Schützenbrüdern als neuer König gefeiert.
Einer, der sowohl in der Kolpingsfamilie und in der Schützenbruderschaft St. Katharina Berg und Tal (BuT) Mitglied ist. Denn seit Jahren feiern die beiden Vereine zusammen. Und einer, der sich mit seinen Mitstreitern nichts schenkte. Gemeinsam mit Thorsten Mennemann und Ludger Heubrock lieferte er sich einen packenden Wettstreit in der untergehenden Abendsonne. Einem, bei dem in diesem Jahr das ganze Schützenvolk von A bis Z mitfieberte. Dafür sorgten unter anderem Michael Frye (2. Vorsitzender BuT) sowie Martin „Boat“ Weiß (Kolpingsfamilie), die das Treiben an der Vogelstange mehr als unterhaltsam moderierten.
Selbst Präses Carsten W. Franken konnte sich dieser besonderen Stimmung nicht entziehen und griff zum Fernglas. Es war mega-spannend, ja, aber die Geduld wurde auf dem letzten Stück dann auch auf die Probe gestellt. Denn „Jägermeister“ machte es den Schützen schwer. Doch dann endlich, mit dem 333. Schuss fiel der zähe Vogel und der Präses hatte eine neue Aufgabe. Er rief die Königsmutter an, um ihr persönlich von der Tat des Schwiegersohnes zu berichten.
Und die Königin selbst? Die strahlte und hatte zur unglaublichen Tat ihres Mannes nur eines zu sagen: „Schön!“ Bestens war auch die gesamte Atmosphäre am Freitagabend. Und das lag nicht nur am wunderschönen Abendrot, sondern vor allem an der holländischen Blaskappelle „N Moal Wat Aans“, die die Besuchermassen zum „Kochen“ brachte, ebenso wie der Kolpingsspielmannzug.
Alfons und Anne Kühnhenrich treten nun in die Fußstapfen von König Heinz König und Königin Steffi. Für ein Jahr regieren sie mit ihrem Hofstaat die Schützenbruderschaft BuT und die Kolpingsfamilie. Am Samstagabend feierten sie einen gelungenen Königsball. Tina Nitsche

Sorgten für Riesenstimmung: die Blaskapelle "N Moal Wat Aans". Foto: Tina Nitsche
Sorgten für Riesenstimmung: die Blaskapelle „N Moal Wat Aans“. Foto: Tina Nitsche

Lieferte sich mit Thorsten Mennemann und Alfons Kühnhenrich einen spannenden Wettkampf: Lutz  Heubrock. Foto: Tina Nitsche
Lieferte sich mit Thorsten Mennemann und Alfons Kühnhenrich einen spannenden Wettkampf: Lutz Heubrock. Foto: Tina Nitsche

Päses Carsten W. Franken checkte die Lage unterm Kugelfang per Fernglas. Foto: Tina Nitsche
Päses Carsten W. Franken checkte die Lage unterm Kugelfang per Fernglas. Foto: Tina Nitsche

Alfons Kühnhenrich wurde als neeuer Schützenkönig der Schützenbruderschaft St. Katharina Berg und Tal sowie der Kolpingsfamilie. Seine Majestät gehört beiden Vereinen an. Foto: Tina Nitsche
Alfons Kühnhenrich wurde als neeuer Schützenkönig der Schützenbruderschaft St. Katharina Berg und Tal sowie der Kolpingsfamilie. Seine Majestät gehört beiden Vereinen an. Foto: Tina Nitsche

Der König ist König

Wie der Vater so der Sohn: Heinz König pustete 45 Jahre nach seinem Vater Bernhard den Vogel von der Stange und regiert nun die Schützenbruderschaft St. Katharina Berg und Tal sowie die Kolpingsfamilie Ascheberg

Die Könige: Bernhard König (hinten 2.v.r.) regierte vor 45 Jahren beim ersten gemeinsamen Schützenfest der Schützenbruderschaft St. Katharina Berg und Tal und der Kolpingsfamilie Ascheberg mit Ehefrau Agnes (vorne r.) das Schützenvolk. Nun pustete Sohn Heinz König (hinten 2.v.l.) den Vogel von der Stange und regiert mit Ehefrau Steffi (vorne l.) Seine Elten sowie seine Brüder Martin (hinten l.) und Beppo (hinten r.) beorderter er frischgebackene König in den Hofstaat. Foto: Tina Nitsche
Die Könige: Bernhard König (hinten 2.v.r.) regierte vor 45 Jahren beim ersten gemeinsamen Schützenfest der Schützenbruderschaft St. Katharina Berg und Tal und der Kolpingsfamilie Ascheberg mit Ehefrau Agnes (vorne r.) das Schützenvolk. Nun pustete Sohn Heinz König (hinten 2.v.l.) den Vogel von der Stange und regiert mit Ehefrau Steffi (vorne l.) Seine Elten sowie seine Brüder Martin (hinten l.) und Beppo (hinten r.) beorderter er frischgebackene König in den Hofstaat. Foto: Tina Nitsche

ASCHEBERG. Der König ist neuer König der Schützenbruderschaft St. Katharina Berg und Tal und der Kolpingsfamilie Ascheberg. Genauer gesagt, der Heinz König.
„Jetzt war die Zeit reif“, strahlte seine neue Majestät, nachdem er endlich wieder festen Boden unter den Füßen hatte und glücklich seine Frau und Königin Steffi in die Arme schloss. Seine Tat begann er mit Vorsatz und das vor allem seinem Vater Bernhard König zu Ehren. Denn „Flinten-Naz“, wie der alte Herr von allen Schützenbrüdern nur genannt wird, holte den Königsvogel genau vor 45 Jahren von der Stange und wurde beim ersten gemeinsamen Schützenfest der Schützenbruderschaft St. Katharina Berg&Tal und der Kolpingsfamilie Ascheberg als Regent gefeiert.
Der neue König, der den Vogel übrigens selbst erbaut hatte, landete am Freitag um 20.09 Uhr mit dem 244. Schuss den Volltreffer. Das Besondere dabei: Der gelernte Bau-Diplomingenieur gehört beiden Vereinen an und ist der wohl dienstälteste Schriftführer nicht nur bei Berg &Tal, sondern „auch des ganzen Bezirks“, lüftete Schütze Karl Mangels ganz nebenbei ein kleines Geheimnis. Der Jubel war grenzenlos.
„Ich hätte es Ludger auch gegönnt, es war ein echt toller Wettkampf“ resümierte seine neue Majestät, der Präses Carsten W. Franken mit seiner Tat nebenher noch um 30 Liter Bier erleichterte. Denn der Geistliche hatte eine Wette laufen. „Ist Königsvogel Murat Kulturerbe“ vor 20.30 Uhr unten lass ich 30 Liter Bier springen“, stellte er in Aussicht. Der Grund: Um 20.30 Uhr rollte das runde Leder und die Fußballübertragung wollte Franken nicht verpassen. Die Schützen ließen sich nicht zwei Mal bitten. Sie legten los. An vorderster Front: Heinz König, Ludger Heubrock und Franz-Josef Nientied. Holz splitterte, Aahs und Ohhs wurden laut, als Heinz König „Murat“ den linken Flügel nahm. Flügel Nummer zwei ging auf das Konto von Patrick Hammelmann. Pascal Kehrenberg bemächtigte sich des Zepters, Andreas Kühnhenrich nahm dem Vogel die Krone. Das Körbchen ging auf das Konto von Michael Naber.
Während Nientied irgendwann in die zweite Reihe zurücktrat, kämpften Heubrock und König um die Königswürde. „Ich habe es angerichtet“, lachte Heubrock, überließ König das Feld und der machte das Rennen.
In den Hofstaat berief das frischgebackene Königspaar Bernd und Britta König, Martin und Ulrike König, Bernhard und Agnes König, Jonas König und Freya Dammann, Tobias König und Annika Revers, Stephan und Sylvia Niesmann, Michael und Heike Josen, Bernd und Hildegard Pelster, Michael und Monika Breuer, Uwe und Susanne Drüppel, Martin und Petra Weber. Tina Nitsche