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In der Davert steigt die Spannung

Bürgerschützen laden zum großen Fest mit Schlagerparty und Vogelschießen

DAVENSBERG. König Fußball ist auf jeden Fall mit von der Partie, wenn die Davensberger Bürgerschützen ab dem heutigen Mittwoch dem erklärten Höhepunkt im Schützenjahr entgegensteuern. Und das tun sie auf jeden Fall beschwingt, fetzig und mit einem besonderen Debüt. Denn ab 19.30 Uhr steigt im Festzelt am Gasthaus Eickholt die erste Davensberger Schlagerparty. Live und in Farbe sorgt dabei das aus Funk und Fernsehen bekannte Schlagerduo „Al &Chris“ als musikalisches Highlight für den rhythmisch entsprechenden Ton. Neben diesem Live Act garantiert die Music Factory für eine volle Tanzfläche. Nach diesem stimmungsvollen Auftakt geht es dann am Donnerstag, 19. Juni, ab 14.15 Uhr mit dem Kinderschützenfest weiter. Am Freitag, 20. Juni, endet dann definitiv die Regentschaft des bis dato amtierenden Bürgerschützenkönigs Christian Roberg und seiner Königin Gudrun. Um 15.30 Uhr treten die Bürgerschützen am Burgturm an und holen das Majestätenpaar ab. Nach dem Fahnenschlag am Dorfanger geht es zur Vogelstange am Telegenpatt, wo dann ab 17 Uhr Jagd auf den Königsvogel gemacht wird. Die Turmbläser Davensberg begleiten das Vogelschießen musikalisch. Gegen 19.30 Uhr hofft das Schützenvolk einen neuen König bejubeln zu dürfen, die Inthronisation findet dann am Festzelt bei Eickholt statt, wo der Abend gemütlich mit Musik und Tanz ausklingt. Am Samstag, 21. Juni, geht es um 15 Uhr weiter. Nach dem Festhochamt und Fahnenschlag am Burgturm steigt am Festzelt der große Königsball mit einer fußballtechnischen Einlage. Denn von 21 Uhr bis 22.45 Uhr rückt die Großleinwand in den Vordergrund, wenn das WM Spiel Deutschland gegen Ghana übertragen wird. Danach wird dann wieder das Tanzbein geschwungen. Am Sonntag, 22. Juni, beginnt ab 11.30 Uhr der Frühschoppen, in dessen Rahmen auch Ehrungen stattfinden und sich ein Überraschungsgast angekündigt hat. Das Fest endet gegen 16 Uhr. Tina Nitsche

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Als König lebt es sich prima

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Majestät Klaus dankt ab – Bürgerschützen Herbern ermitteln Nachfolger von König Klaus Feldkemper

HERBERN. Dieses eine Jahr wird Klaus Feldkemper wohl nie vergessen. Ein Jahr, in dem er in eine Rolle schlüpfte, die ihm wie auf den Leib geschneidert war. Königlich eben. Denn als Majestät der Bürgerschützen Herbern, hat er seinen persönlichen Traum realisiert und es keine Minute bereut. Im Gegenteil! „Das hat Riesenspaß gemacht und ich kann nur jedem, der im Schützenwesen aktiv ist, empfehlen, einmal den Vogel von der Stange zu pusten“. Doch nun neigt sich das Jahr seiner Majestät Klaus und dessen Königin Grit Mainusch dem Ende zu. „Da ist dann schon ein wenig Wehmut im Spiel, denn wir hatten ein wirklich super Jahr.“ Prall gefüllten Terminkalender inklusive. „Das hat aber nichts gemacht, denn das waren ja alles tolle Termine“, sagt der 50-jährige und lacht. Sein persönlich schönstes königliches Erlebnis war der Jubiläumsumzug in Herringen. „Mit Tanz und 20 Vereinen, das war schon ein echtes Highlight“. Aber auch all die anderen Termine begeisterten ihn, zumal er in diesem einen Jahr auch jede Menge neuer Leute kennen gelernt hat und vor so mancher Überraschung nie gefeit war. „Da haben schon mein Hofstaat und meine Königin für gesorgt“, verrät der eingefleischte Schütze, der völlig begeistert darüber ist, wie sein Gefolge das ganze Jahr über mitgezogen hat. So fertigte Königin Grit ein Liederbuch an, mit erklärten Volks- und Schützenliedern und das Königspaar brachte das Werk schon fleißig unter die Leute. Die nächste Überraschung steht dann wohl am Freitag ins Haus, wenn Feldkempers Nachfolger gegen 17.30 an der Schützenwiese am Haselbüschken ermittelt wird. „Ich habe hinter den Kulissen absolut noch nichts gehört, wer den Königsposten ins Visier nehmen will, da muss ich mich mal wieder überraschen lassen“. Aber das tut er gerne, denn so bleibt es wenigstens spannend. Sein Königsjahr war geprägt von vielen Facetten. Da stand seine Majestät auch gerne mal hinter der großen Pfanne und bekochte die Besucher des Frühlingsfestes oder briet für sich und sein Gefolge Eier. Gäste gingen ein und aus im Königshaus. „Und genau das war Klasse.“ Auch am heutigen Donnerstag herrscht Hochbetrieb, „denn da binden wir den Kranz und die blau-weißen Röschen“. Er hat viel gelacht in diesem Jahr, auch mal geschwitzt, wie bei der königlichen Radtour, die er gerade mit Grit Mainusch unternommen hat und nun heißt es Abschied nehmen. Denn der König tritt zurück in die Schützenreihen und nimmt ab Samstag wieder seinen Posten als Oberst ein. Tina Nitsche

Eine ungeplante Tat…..

Riesenfreude bei  Theo Bonkhoff und seiner Frau Conny über die unverhoffte Königswürde. Foto: Tina Nitsche
Riesenfreude bei Theo Bonkhoff und seiner Frau Conny über die unverhoffte Königswürde. Foto: Tina Nitsche

Die Bürgerschützen Ascheberg haben einen neuen König! – Theo Bonkhoff regiert das Schützenvolk

ASCHEBERG. Norbert Rüschenschmidt hätte gerne den Kaiser gemacht, Theo Bonkhoff jedoch pustete den prächtigen Königsvogel einfach von der Stange. Ungeplant und so ganz ohne Vorsatz! „Und damit schreiben die Bonkhoffs mal wieder Bürgerschützengeschichte“, resümierte Rainer Heubrock, Vorsitzender der Bürgerschützen Ascheberg. Denn was sein Vater Klaus vor zehn Jahren vollbrachte, vollzog der Sohn am Donnerstag um 19.03 Uhr. Mit dem 212. Schuss holte er den von den Kanonieren erbauten Prachtvogel „Pass up Füer“ von der Stange. Der Jubel brach los. An der Festwiese herrschte Ausnahmezustand. Die frischgebackene Majestät erhob sich halb liegend auf den Armen der Avantgarde über das Schützenvolk und der neuen Königin Conny Bonkhoff stand die Überraschung ins Gesicht geschrieben: „Damit habe ich heute Morgen wirklich nicht gerechnet.“ Ihrem Mann erging es ähnlich, aber dann überwog die Freude. Der Weg zum Königstitel war für den 51-jährigen fast ein Spaziergang. Königskampf? Fehlanzeige! Theo Bonkhoff trat in keinen Wettkampf, den lieferten sich zuvor Karsten „Olli“ Olbrich, Norbert und Günther Rüschenschmidt. Auch Andreas Dopp griff noch mal ins Geschehen ein und dann enterte Oberst Theo Bonkhoff die Vogelstange. Zielte einmal, ließ dann seinem Stellvertreter Lothar Bolte den Vortritt, legte noch mal an und es krachte! „Pass up Fuer“ segelte zu Boden und die Gäste sangen: „Wir haben einen neuen König“. Für ein Jahr regiert Theo Bonkhoff nun mit Ehefrau Conny das Schützenvolk und tritt damit die Nachfolge von König Heiner Kröger an. Unterstützt wird das neue Königspaar vom Hofstaat, dem Ute und Berthold Sobbe, Jürgen und Karin Heubrock, Hermann-Josef und Martina Becker, Ralf und Angelika Woesthoff, Bernhard und Andrea Kröger, Herbert und Angelika Holzhinrich, Gudula Maurer und Andreas Dopp sowie der Fast-Kasier Norbert Rüschenschmidt mit Ehefrau Marita angehören. Wachhabender ist Jürgen Albers. Durch die ungeplante Tat galt es für den neuen König einiges zu organisieren. So muss sein Stellvertreter Lothar Bolte nun als Oberst die Schützen befehligen. Ehefrau Conny nahm es gelassen: „Ich wusste ja das es irgendwann passiert“. Tina Nitsche

 


Am Rande notiert:

Wer nahm dem Königsvogel die Flügel? Das erledigten Christoph Westbroek (linker Flügel) und Luca Hannig (rechter Flügel). 

Derweil gab sich Dietmar Panske, zweiter Vorsitzender der Bürgerschützen, mit Blick zum Himmel demütig:

„Es ist trocken geblieben, Petrus hat mitgespielt, da kann ich nur demütig danke sagen!“