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Ein Ausflug mit echten Reizen

Das Erntedankfest auf dem Bauernhof St. Georg begeisterte ganze Generationen
ASCHEBERG. Am Sonntag hatten viele ein festes Ziel. Das Erntedankfest auf dem Bauernhof St. Georg.
„Das hat schließlich Tradition“, verriet Gaby Ketturkat, dass sie mittlerweile schon zum 19. Mal dabei ist.
Was den Reiz dabei ausmacht? „Eigentlich alles. Die Musik, das Essen, der Spaß und vor allem die tolle Stimmung!“ brachte es Mario Kransz auf dem Punkt und versuchte sein Glück beim Würfelspiel. Ganze Generationen steuerten am Sonntag den Bauernhof St. Georg an.
Einige zu Fuß, sehr viele mit dem Rad, die Auswärtigen kamen mit dem Auto. „Bestes Wetter, super viele Angebote, schöner kann man einen Tag doch nicht verbringen“, sagte eine Besucherin und suchte sich ein Plätzchen an einem der vielen Tische. Es war die bunte Mischung die faszinierte. Für jeden Geschmack und jede Alterklasse war etwas dabei.
Der kleine Luis verfolgte begeistert klatschend eine Tanzaufführung der Behindertensportgruppe auf Mamas Arm. Anschließend eroberte er sich ein Plätzchen auf einem der ausgestellten Traktoren. Mit Papa. Marie, Ben, Max und Louis hingegen verfolgten ein ganz anderes Ziel. Sie wollten hoch hinaus. Auf das Dach der großen Strohburg. Und sie schafften es! Andere forderten Fortuna am Glücksrad oder bei der Verlosung heraus und wurden mit tollen Preisen belohnt. Das Angebot „Reiten in der Reithalle“ kam vor allem bei den kleinen Pferdenarren gut an. Neben Action wie Hüpfburg und Flohmarkt wurden auch die grauen Zellen auf Trab gehalten. Beim Schätzspiel beispielweise.

Hoch hinaus ging es für Louis, Marie, Ben und Max (v.l.n.r.), denn die vier erklommen ie große Strohburg beim Erntedankfest. Foto: Tina Nitsche
Hoch hinaus ging es für Louis, Marie, Ben und Max (v.l.n.r.), denn die vier erklommen ie große Strohburg beim Erntedankfest. Foto: Tina Nitsche

Während die jüngsten Besucher ausgelassen die vielen Angebote in Anspruch nahmen, genossen die Älteren ausgiebige Unterhaltungen bei netter Musik und Gaumenfreuden. Das Ausflugsziel zum traditionellen Erntedankfest auf dem Bauernhof St. Georg reizte in jeder Hinsicht! Bescherte es den vielen Gästen doch einen unvergleichlichen Tag! Tina Nitsche

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Danke Ascheberg!!!!!

Schausteller danken Besuchern und Gemeinde / Marktmeister Rolf Kehrenberg und Schausteller ziehen Kirmes-Fazit
ASCHEBERG. Unwetter, ein gestrichener Eröffnungstag und eine spontane Verlängerung – diese Jacobi-Kirmes war eindeutig anders.
„Ende gut alles gut, das wäre jetzt vielleicht ein wenig übertrieben“, resümierte Marktmeister Rolf Kehrenberg dann auch. Obwohl auch er überrascht war, dass doch viele Leute auch am Dienstagnachmittag und Abend noch den Weg zur Kirmes gefunden haben. „Da hätte es vielleicht jedoch gereicht um 14 Uhr zu eröffnen, statt um 12 Uhr.“ Die Schausteller hingegen waren dankbar. „Besonders dafür, dass uns seitens der Gemeinde problemlos ein weiterer Tag eingeräumt worden ist“, bedankten sich Robert Heitmann und Patrizia Rasch im Namen aller Kollegen. Der Tag habe – und das war allen im Vorfeld klar – zwar nicht den Samstag ersetzten können, „aber immerhin haben wir weitestgehend unsere Stromkosten reinholen können“, so Heidi Sperlich. Am meisten begeisterte die Schausteller, dass die Ascheberger ihr Versprechen – an den verbleibenen Tagen richtig zu feiern – eingelöst haben. „Am Sonntag war es bereits mittags so voll wie noch nie, und alle haben wirklich Gas gegeben“, bilanzierte Marlon Meyer.

Gewinne, Gewinne, Gewinne heißt es auch am  Dienstag. Foto: Tina Nitsche
Gewinne, Gewinne, Gewinne heißt es auch am Dienstag. Foto: Tina Nitsche

Ausspielgeschäfte, Fahrgeschäfte und selbstverständlich auch die Ausschankbetriebe wurden sehr gut angenommen. Doch dann kam abends der Regen. „Leider zwei Stunden zu früh, sonst wäre der Sonntag perfekt gewesen“, sind sich Timo Röber und Frank Derleh einig.
Was jedoch alle Schausteller gleichermaßen feststellten: „Die Ascheberger lieben ihre Kirmes wirklich!“ Das bestätigt auch Marktmeister Rolf Kehrenberg, dem seitens eines Schaustellergehilfen angetragen worden ist, das Ascheberg einmalig sei. „Mehr noch, der Angestellte der Firma Rasch stellte vor allem klar, dass er auf keiner Veranstaltung so viele freundlich Menschen mit strahlenden Gesichtern sieht wie hier. Solche Komplimente freuen uns natürlich.“ Besonders dankt Kehrenberg vor allem der Stromfirma Mothes. „Die haben wir mit unserer spontanen Verlängerung in zeitliche Nöte gebracht, denn eigentlich hätten sie am Dienstag schon die Stromversorgung für die Kirmesveranstaltung in Borghorst installieren müssen.“ Nun ist wieder Ruhe eingekehrt. Die Jacobi-Kirmes 2015 jedoch wird immer als eine ganz Besondere in die Geschichtsbücher eingehen. Tina Nitsche
Auch nach dem Regen am Montag waren die Clübchen abends unterwegs.. Foto: Tina Nitsche
Auch nach dem Regen am Montag waren die Clübchen abends unterwegs.. Foto: Tina Nitsche

Auch Leonie war Dienstag auf der Jacobi-Kirmes anzutreffen. Foto: Tina Nitsche
Auch Leonie war Dienstag auf der Jacobi-Kirmes anzutreffen. Foto: Tina Nitsche

Impressionen der Jacobi-Kirmes am Montag. Foto: Tina Nitsche
Impressionen der Jacobi-Kirmes am Montag. Foto: Tina Nitsche

Impressionen der Jacobi-Kirmes am Montag. Foto: Tina Nitsche
Impressionen der Jacobi-Kirmes am Montag. Foto: Tina Nitsche

Hals über Kopf in den Sonnenuntergang.
Hals über Kopf in den Sonnenuntergang. Foto: Tina Nitsche

Pillen, Pendel und ein Angriff auf das Zwerchfell

Kolpingspielschar Ascheberg startete mit grandioser Premiere in die Theatersaison

Die aufgetakelte Gerda (Elly Mangels) hat ein etwas anderes Anliegen an den Herrn Doktor Hubertus (Feranz-Jopsef Nientiedt, M.). Arzthelferin Hilde (Heike Zobel, r.) durschaut diese sehr wohl. Foto: Tina Nitsche
Die aufgetakelte Gerda (Elly Mangels) hat ein etwas anderes Anliegen an den Herrn Doktor Hubertus (Feranz-Jopsef Nientiedt, M.). Arzthelferin Hilde (Heike Zobel, r.) durschaut diese sehr wohl. Foto: Tina Nitsche
Ausdrucksstark managen Arzttochter Jenny (Verena Kirchhoff, l.) und Arzthelferin Hilde (Heike Zobel, r.) das Praxisgeschehen. Foto: Tina Nitsche
Ausdrucksstark managen Arzttochter Jenny (Verena Kirchhoff, l.) und Arzthelferin Hilde (Heike Zobel, r.) das Praxisgeschehen. Foto: Tina Nitsche
Conny Schröder-Genehr (r.) feierte als esoterisch angehauchtes Tresken ein grandioses Theaterdebüt. Foto: Tina Nitsche
Conny Schröder-Genehr (r.) feierte als esoterisch angehauchtes Tresken ein grandioses Theaterdebüt. Foto: Tina Nitsche

ASCHEBERG. Lachen ist hier wohl die beste Nebenwirkung aller Zeiten. Gilt sie doch als äußerst gesund. Eine Medizin, die es am Samstag im Pfarrheim St. Lambertus sogar ganz ohne Rezept gegeben und für wahre Begeisterungsstürme gesorgt hat!
Verabreicht von der Kolpingspielschar Ascheberg in Form des plattdeutschen Theaterstück „Pillen, Pendel un de Patienten“ von Christa Bitzer. Eine Premiere nach Maß! Grandios, erfolgreich und begleitet von tosendem Applaus.
Eine Szenerie, die eigentlich alltäglich ist. Da treffen unterschiedlichste Charaktere – die aufgetakelte Gertrud (super Elly Mangels), die ganz andere Ziele beim Herrn Doktor verfolgt, ihr verklemmter Sohn Klaus-Peter (brillant Jonas Sellinghoff) und Kurt (Michael Daldrup) – im Wartezimmer einer Arztpraxis zusammen. In diesem Fall in der vom leicht aufbrausenden Dr. Hubertus (hervorragend Franz-Josef Nientiedt), seines Zeichens auch noch unfreiwilliger Strohwitwer.
Die Akteure reißen die Besucherschar von Anfang an mit und sorgen am laufenden Band mit gekonnten Attacken auf das Zwerchfell und einer großen Portion Lokalkolorid dafür, dass das Publikum aus dem Lachen nicht mehr rauskommt. Die Mittel und Tricks zu denen Sprechstundenhilfe Hilde (grandios Heike Zobel) und Arzttochter Jenny (ausgezeichnet Verena Kirchhoff) greifen, um den völlig überdrehten Hypochonder Ferdinand (exzellent Martin Weiß) von seinen vermeintlichen Krankheiten zu heilen, hält die Gästeschar kaum auf den Stühlen. „Ein Pendel“, ruft eine Besucherin und klopft sich lachend auf die Schenkel. Aber genau dieses Pendel und ein wohlgemeinter Rat helfen auch dem unbeholfenen, von seiner Frau unterdrückten Paul (super Karl Mangels) auf die Sprünge.
Die verschrobene Gerda (bravourös Mechthild Mehring) wirbelt das Praxisleben überdies mit ihrer penetranten Neugierde auf höchst amüsante Weise durcheinander. Und als dann noch das esoterisch angehauchte Tresken (fantastisches Debüt von Conny Genehr-Schröder) ihre Chance beim alleinstehenden Profilschullehrer Axel (exzellent Ludger Heubrock) wittert, selbstverständlich mit Hilfe der Sterne „eine plötzliche Begegnung mit der Jungfrau berührt sie heute“, tobt das Publikum endgültig.
Die Wartezeit in dieser Praxis ist vor allem eines: kurzweilig und unterhaltsam. Für den Hauch Amore sorgt Enrico (ausdrucksstark Alex Rehr). Tanzend und singend kitzelt Jennys italienischer Freund nicht nur das Zwerchfell der Zuschauer.
Die Kolpingspielschar hat sich mit ihrem Stück selbst übertroffen und sorgt dafür, das beim völlig begeisterten Publikum die Gesichtsmuskeln überstrapaziert werden und die Lachtränen nur so kullern. Kurzum ein Besuch in dieser Praxis lohnt sich wirklich! Tina Nitsche

Die weiteren „Arzttermine“:

Samstag, 17. Januar, 19.30 Uhr
Sonntag, 18. Januar, 16.30 Uhr
Samstag, 24. Januar, 19.30 Uhr
Sonntag. 25. Januar, 14.30 Uhr

Paradiesvögel im schillernden Kirmeskosmos

Nächtlicher Flug im Farbenrausch, Otto Wendler machte es im Wellenflieger möglich.  Foto: Tina Nitsche
Nächtlicher Flug im Farbenrausch, Otto Wendler machte es im Wellenflieger möglich. Foto: Tina Nitsche
Wehende Haare bei rasanter Fahrt im Musikexpress.  Foto: Tina Nitsche
Wehende Haare bei rasanter Fahrt im Musikexpress. Foto: Tina Nitsche

Die Jakobi-Kirmes Ascheberg bescherte den vielen Besuchern Adrenalkinschübe, jede Menge Spaß und bunte Vielfalt
ASCHEBERG. Ein kurzer heftiger leuchtend bunter Schauer prasselte farbenfroh vom strahlend blauen Himmel und zauberte den unzähligen Besuchern ein Lachen in die Gesichter. Die Hände flogen zum Himmel, als die stellvertretende Bürgermeisterin Maria-Schulte Loh gemeinsam mit den Schaustellern am Samstagabend die größte Dorfkirmes im Münsterland traditionell mit Freichips eröffnete. Danach hieß es Bahn frei für drei Tage unvergessliches Kirmesvergnügen. Jung und Alt stoben auseinander und stürzten sich vergnügt ins Getümmel.
Zahlreiche Paare Hände legten sich um die Stahlbügel. Das Blut rauschte in den Adern, ein Kribbeln machte sich in der Magengrube breit und dann schoss (das) Adrenalin die juchzenden Menschen in andere Sphären. Ausharren – Warten – unbeschreiblicher Zauber in luftiger Höhe und Gefühlsstürme als es im freien Fall rasant zu Boden ging. „Adrenalin pur“, japste eine Besucherin überglücklich, als sie das gleichnamige Fahrgeschäft verließ und in der Menge abtauchte. Mittendrin schillernde Paradiesvögel mit schrägen glitzernden Kopfbedeckungen. Trends wurden ausgemacht. Der Kirmessommer präsentierte sich opalisierend, glitzernd, bunt. Wie? Madeleine Heitmann machte es vor: Die trendbewusste Kirmesbesucherin flanierte da mit farbenfroh blinkender Brille durch die Massen und verschaffte sich mit einem in Design dazu passenden Schnuller Gehör, denn dieses Prachtexemplar verfügte über eine integrierte Pfeife. Am Schießwagen zielten alle scharf und das im Takt der eigenen Musik. Zielen, Schießen, DJ spielen – multitaskingfähig präsentierte sich das Publikum, zu dem nicht nur Einheimische, Herberner und Davensberger, sondern auch viele Auswärtige zählten. Rauschender Farbenwirbel, die Haare flatterten im Wind, Dauerlächeln im Gesicht, fröhliches Gekreische – ein Auftakt nach Maß in einer bunten atemberaubenden Welt. Da ging es rasant in die Höhe, im Salto-Mortale auch über Kopf, der Himmel war zum Greifen nah im Wellenflug, die Fahrten im Musikexpress gingen mal vorwärts, mal rückwärts, die Geschmacksvariante mit den vielen Kirmesspezialitäten ließ ebenfalls keine Wünsche offen. Die Jakobi-Kirmes verwandelte den Ortskern in einen schillernden Kosmos, mit vielen bunten Reizen, dem sich keiner entziehen konnte. Tina Nitsche