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Prädikat: Echt gut!

Profilschüler tauchen bei der ersten Ausbildungsmesse in die vielfältige Berufswelt ab
ASCHEBERG. Die farbigen Klemmbretter sind startklar. Schnell noch einen Blick auf den großen Messeplan und dann tauchen Hannah Krampe und Sophia Schafmann ab in die vielfältige Berufswelt, die sich am Freitag bei der ersten Ausbildungsmesse der Profilschule auftut.
Jede der beiden Neunklässlerinnen geht dabei gezielt vor. Beide haben sich jeweils drei Berufe herausgesucht über die sie sich informieren wollen. Hannah interessiert sich für das Berufsbild Fitnesskauffrau, Hotelfachkauffrau und Erzieherin. Sophia möchte sich beim Sozialwerk St. Georg über den Beruf der Heilerziehungspflege schlau machen, den Polizeiberuf näher unter die Lupe nehmen aber auch den der Bankkauffrau.
Dabei haben beide beruflich eigentlich feste Vorstellungen. „Wenn man weiß, was man werden will, konzentriert man sich meistens auf das eine. Aber diese Berufsmesse zeigt Alternativen auf, die man sonst möglicherweise gar nicht in Betracht gezogen hätte“, findet Hannah diese erste Ausbildungsmesse an der Profilschule richtig gut.
Ihr Wunschberuf Schauspielerin am Theater oder Autorin ist hier nicht vertreten, ebenso wenig wie der Industriekaufmann, den Sophia anstrebt. „Macht aber nichts“, sagt Sophia. „Ich habe schon einen Praktikumplatz für den Beruf Industriekauffrau in Werne sicher, da kann ich mir hier anderes anschauen“. Auch Hannah hat sich schon ein Praktikum am Theater in Bochum gesichert.
Nun lässt sie sich am Stand der „Wellnessoase“ über den Fitnesskaufmann aufklären. Dabei erfährt sie, dass mindestens ein Realschulabschluss notwendig ist, dass man ein Faible für Sport haben sollte, aber auch im Umgang mit Menschen. Sophia steht währenddessen am Stand vom Sozialwerk St. Georg. Versorgt mit reichlich Infomaterial kehrt sie später von dort zurück und ist verblüfft. „Ich wusste gar nicht dass die dort auch Ergotherapeuten ausbilden.“ Bei der Kreispolizeibehörde erfährt sie, dass es „60 verschiedene Berufe bei der Polizei gibt“. Dennoch ist es irgendwie nicht ihrs. „Da ziehe ich die Heilerzieherin bei St. Georg vor.“ Beide sind begeistert.
„Die machen das echt gut hier“, geht ein Lob an die 45 Aussteller. Beide wissen zwar, was sie nach dem Abi – das sie auf jeden Fall anstreben – wollen, aber die Berufsmesse hat ihnen viele interessante Alternativen und Einblicke aufgezeigt. Tina Nitsche

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Viertklässler auf Schnupperkurs

Mariengrundschüler schnupperten Profilschulluft
ASCHEBERG. Celia riecht an der schwarzen Dose mit dem grauen Deckel. Emma nimmt unterdessen beschwingt einen Ritztest vor, um auf diese Weise die Härte von unterschiedlichen Stoffen zu vergleichen. Sechs Stationen waren im Chemielabor der Profilschule aufgebaut, denn die Profilschüler erwarteten am Mittwochmorgen die Viertklässler der Mariengrundschule Herbern. Diese wollten für einen Morgen Profilschulluft schnuppern. Ein Morgen, der auch der Entscheidungsfindung diente, denn die Jungen und Mädchen wechseln nach den Sommerferien auf eine weiterführende Schule. „Das tolle ist, die Herberner Grundschule kommt dabei immer geschlossen“, freute sich Carsten Nas, Abteilungsleiter 5-8 der Profilschule Ascheberg. Emsig waren auch die Siebtklässler der Profilschule. Denn sie gewährten den Gästen einen Einblick in ihren Schulalltag.
n Gruppen, die zuvor ausgelost worden waren, führten die Profilschüler die Jungen und Mädchen aus Herbern herum. Einige tauchten ins Profil Mathe ab, andere ließen sich von Musikinstrumenten im Profil Musik verzaubern. Englisch stand ebenfalls zur Auswahl und eben das Profil Naturwissenschaften mit seinen sechs Stationen im Chemielabor. Jeweils drei Profile galt es dabei für rund 25 Minuten zu durchlaufen.
Die Kinder hatten Wahlmöglichkeiten, lediglich der Segel-Unterricht war ein Muss. Dafür ist keine Rettungsweste erforderlich, schließlich geht es hier um das selbstgesteuerte Lernen. Für die Mariengrundschüler war es ein äußerst interessanter Morgen, denn sie erhielten einen umfassenden Einblick in das besondere pädagogische Konzept der Schule, das ihnen überdies zum Teil von Kindern vermittelt wurden. „Deshalb auch bewusst die Gruppenaufteilung, denn die garantiert anschließend einen besseren Austausch“, so Carsten Nas. Zum Abschluss durften die Gäste ihre Bewertung in Form eines lachenden, neutralen oder traurigen Aufklebers abgeben. „Auf diese Weise erhalten wir ein kindgerechtes Feedback“, so Nas abschließend. Tina Nitsche

Info:
Am 17. Januar findet an der Profischule ein Tag der offenen Tür statt und bietet nochmals die Möglichkeit einen Blick hinter die Kulisse der Profischule zu werfen.

Mit der Patentante in den Schulalltag

An der Quizstation  konnten die Profilschüler dann unter Beweis stellen, was sie über ihr künftiges neues Schulgebäude schon alles in Erfahrung gebracht hatten. Foto: Tina Nitsche
An der Quizstation konnten die Profilschüler dann unter Beweis stellen, was sie über ihr künftiges neues Schulgebäude schon alles in Erfahrung gebracht hatten. Foto: Tina Nitsche
Florian Schulte (r.) Lehrer an der Profilschule gehörte mit zum Orgateam des Kennenlerntages "TFS meets Profil". Am Tag selber verdingte er sich am Kuchenbuffett. Foto: Tina Nitsche
Florian Schulte (r.) Lehrer an der Profilschule gehörte mit zum Orgateam des Kennenlerntages „TFS meets Profil“. Am Tag selber verdingte er sich am Kuchenbuffett. Foto: Tina Nitsche
„TFS meets PSA“ – Kennenlerntag an der Theodor-Fontane-Schule für die Profilschüler

HERBERN. Maxi und Marlene haben seit Montag eine neue Patentante. Denn Rona brachte den beiden Siebtklässlern der Profilschule die örtlichen Gegebenheiten der Theodor-Fontane-Schule näher. „TFS meets PSA“ hieß es ab mittags in Herbern. Die Theodor-Fontane-Schüler waren bestens vorbereitet auf den Besuch. Vier Stationen waren aufgebaut, zwei weitere Aktionen warteten in Form eines Quiz und des Daumenabdrucks auf die Ankömmlinge. Das Kuchenbuffet bog sich angesichts der vielen Kuchenspenden. „Und die sind alle so was von lecker“, erklärte Profilschullehrer Florian Schulte, der gemeinsam mit Kollegin Harmke Wember und den beiden Lehrerinnen der Theodor-Fontane Schule, Anna Althoff und Christine Peick, zum Orgateam gehörte. Unterstützt wurde das Quartett bei der Ausrichtung des Kennenlerntags dabei von den Schulleitungen. In Teams zogen die Profilschüler los, um die Theodor-Fontane-Schule (TFS) zu erkunden und sich an den Stationen auf unterhaltsame Weise kennenzulernen. In ihren Reihen jeweils einen sachkundigen Führer der TFS, der gleichzeitig zum Paten mutierte. „Bei uns ist es Tradition, dass ältere Schüler jüngere unter ihre Fittiche nehmen“, erklärte Anna Althoff, die verriet, dass dieses Konzept auch mit den Profilschülern fortgeführt werden soll. „Viele Probleme können unter Schülern einfacher geklärt werden.“ Am Montag gab es jedoch keine Problem. Im Gegenteil. Ganz ohne Berührungsängste ging das Treffen harmonisch vonstatten. Tim tauchte gutgelaunt seinen Daumen in blaue Farbe und verewigte sich auf der weißen Leinwand. Dem Herberner gefällt es ausnehmend gut, dass er ab Sommer vor Ort zur Schule geht. „Da kann ich morgens länger schlafen und mit dem Fahrrad zur Schule fahren“, sagt er und grinst. Mona kann ihm da nur beipflichten. Auch bei ihr bimmelt der Wecker nach den Ferien später. Unterdessen kämpft Basti auf dem Basketballfeld, gleich nebenan an der Station „Fußball“ geht die Mannschaft Holland „jubelnd“ in Führung, doch die Belgier ziehen nach und landen den Anschlusstreffer. An der Station Wickingerschach machen einige Schüler Jagd auf den König, andere kämpfen in der Sporthalle beim Brennball an Station zwei um die Punkte. Hanna hat gut aufgepasst und beantwortet beim Quiz die Frage nach der Schulsozialarbeiterin richtig. Fragen blieben kaum welche offen. „Rona hat uns alles bestens erklärt“, lobt Maxi seine neue Patentante. Auch er freut sich auf die neue Schule, wenngleich für ihn der Wecker nach den Ferien früher klingelt, da er ab dann zum Buskind mutiert. Tina Nitsche