„Hektors Team“ vollzieht glatten Durchmarsch

ASCHEBERG. Drei Siege nach Königswurf, drei Siege nach Tie-Break und am Ende Riesenjubel. Sechs gewonnene Spiele – besser hätte es für „Hektors Team“ zum Auftakt in die Kubb-Liga-Saison nicht laufen können. Denn damit fuhr die muntere Truppe am Samstag auf dem Rasen bei Brüggemann—Rother nicht nur den Tagessieg ein, sondern setzte sich gleich auch an die Spitze der Tabelle. Dicht auf den Fersen sind ihnen auf Platz zwei die „GS Siäpro’“, gefolgt von „Bastu Vänner“ auf Platz drei. Gleichzeitig sind die Karten für diese Saison komplett neu gemischt worden. Alles ist möglich – alles ist drin! Denn Titelverteidiger und ewiger Erster „Kubless“ mischt in dieser Saison nicht im Liga-Geschehen mit, da sich die Spieler auf die internationale Ebene konzentrieren wollen.

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Drei mal Königswurf, drei Mal Tie-Break: Mit sechs gewonnen Spielen legte Hektors-Team einen fulminanten Start in die Kubb-Liga-Saison hin und holte damit auch gleich den Tagessieg beim ersten Ligaspieltag. Foto: Tina Nitsche

„Somit wird es sicherlich spannend“, bilanzierte Kubb-Koordinator Ulli Kruse. Der Spaßfaktor jedenfalls stand am Samstag ganz oben. Höchst motiviert starteten 14 Teams ins Geschehen. Da trafen die Herzbuben“ auf den „SuB Club“, die „Nordstürmer“ gaben Gas, und die „Herzdamen“ hatten gut lachen. Denn bestens gelaunt kamen sie zum Ziel. Erfolgreich! Die rote Laterne ist ihnen nach Spieltag eins sicher. Mission erfüllt! Schließlich ist das Schmuckstück nett anzusehen, „und ganz so schnell wollen wir sie ja noch nicht abgeben!“ Doch was die Zukunftspläne der Damen angeht, darüber schweigen sie lieber erst einmal. Immerhin ist die Saison ja gerade einmal gestartet.
Der Erfolg ist dabei individuell zu werten, denn ein jeder hat andere Ziele. Für die Newcomer der Liga, das Herberner Team „Bailando“ lief es nicht ganz schlecht. Denn immerhin rangieren die Debütanten nicht als Schlusslicht der Tabelle, sondern an vorletzter Stelle. Den „Herzdamen“ sei Dank. Und auch hier, ist noch alles offen. Schließlich haben sich die Teams am Samstag, bei bestem Wetter, erst einmal warm gespielt. Die Stimmung war richtig gut, Jubelschreie auf der einen Seite, Tiefenentspannung in den Spielpausen auf der anderen Seite, Leckereien vom Grill – „was will man mehr?“ fragte sich Kai Görlitz, der Dienst im neuen Meldewagen schob. Das Kolping-Kubb Team als Ausrichter, war bestens zufrieden mit dem gelungenen Start in die Kubb-Saison. Und „Hektors Team“ angesichts ihres glatten Durchmarsches an die Tabellenspitze erst recht! Tina Nitsche

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„Ich will zu Günther Jauch!“

Reinhard „Opa“ Feldmann verpackt seinen großen Wunsch musikalisch in originelles Bewerbungsvideo
HERBERN. Wenn man unbedingt etwas erreichen möchte, dann muss man etwas dafür tun. Notfalls auch mal Kopf stehen oder zu ungewöhnlichen Mitteln greifen. Reinhard „Opa“ Feldmann ist sein Ziel, unbedingt einmal bei Günther Jauch auf dem Stuhl bei „Wer wird Millionär“ zu landen, äußerst kreativ angegangen. Mit der Gitarre unterm Arm, einem selbstkomponierten Song und dem Versprechen: „…weil ich es schaffe, die ersten drei Fragen auf dem Kopf stehend zu beantworten.“
„Und dafür übe ich schon, Kopfstand“, gibt der Herberner grinsend zu.
Sein Leben ist die Musik. Auch wenn er schon 66 Jahre alt ist. „Damit fängt das Leben schließlich gerade erst an, wenn man Udo Jürgens glauben darf und ich glaube ihm.“ Sein Bewerbungsschreiben ist frisch, frech, ungewöhnlich – typisch „Opa“ eben. Aber das allein hat ihm nicht gereicht.
„Nein, seit 2001 versuche ich bei Jauch auf dem Stuhl zu landen und nach über 300 vergeblichen Anrufen habe ich das jetzt auch mal verdient“.
Als kreativ-musikalisches Köpfchen hat er seine Wünsche kurzerhand in einen beschwingten Song-Text verpackt, der nun schon lustig seine Runde durch das World Wide Web dreht. Eine Nacht hat er dafür gebraucht, dann stand sein Text. Was fehlte war eine ohrwurmtaugliche Melodie. Da setzte er auf den Suzi Quattro &Chris Normann Hit „Stumblin in“. „Die ist so schön rhythmisch!“.
Doch damit allein war es nicht getan. Immerhin bewirbt sich „Opa“ beim Günther Jauch Spezial, und ist, wie er zugibt „technisch nicht so versiert“. Gut das Freund Klaus Heming vom Fach ist. In der heimischen Garage drehten die beiden Kumpel das Bewerbungsvideo „Zu Günther Jauch möchte ich auch“.
Da wurden die Finger gequält, der eine an der Gitarre, der andere am Rechner. Das Video steht – ganz nach den gewünschten Vorgaben. Mit dem Hochladen an RTL gestaltete es sich nicht so leicht. Doch „Opa“ wäre nicht „Opa“ wenn er nicht noch ein Ass im Ärmel hätte: Den guten alten Postweg.
„Ja, man ist ja jetzt schon bekloppt, man weiß noch nicht mal ob es klappt, und macht sich schon über alles Gedanken.“ Sorgen macht sich „Opa“ jedoch nicht. „Joker habe ich diverse im Ärmel“, sagt er grinsend. Nun will er sein bescheidenes Wissen erweitern – für den Fall der Fälle, dass er mit 66 Jahren dann endlich mal bei Günther Jauch auf dem Stuhl landet. Tina Nitsche

https://www.youtube.com/watch?v=7ZgQ_RDLbpQ&feature=youtu.be

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Auch der schriftliche Bewerbungsteil kommt in „Opa“-typischer Marnier daher. Foto: Tina Nitsche

„I love Herbern!“

Frühlingsfest lockte Besucherscharen in den Ort
HERBERN. „I love Herbern!“ – dazu standen Jung und Alt am Sonntag. Ausdrücken taten sie es unterschiedlich. Der kleine Jona ergatterte eine Postkarte und präsentierte seine Liebe zu Herben ohne große Worte. Dafür grinsend und schwarz auf weiß. Andere taten ihre Liebe wortreich kund: „Mein Gott ist das toll hier!“
Sie alle hatten ein Ziel: Auf nach Herbern zum Frühlingsmarkt. Von nah und fern kamen die Gäste und genossen den Frühling. Und dieser bot sich ihnen in einer bunten Vielfalt. Altes Handwerk, Selbstgemachtes, Dekoratives, blitzende Karossen, Kunst, Wissenswertes – überall gab es etwas zu entdecken.
Die Süd- und die Merschstraße mutierten zu einer bunten Meile. Hier tobte das Leben, denn an den vielen Ständen gab es richtig viel zu entdecken. Darunter auch so manches Unikat. Die Läden hatten geöffnet. „Da kann man mal ganz unbeschwert bummeln“, stürzte sich eine Besucherin lachend ins Getümmel. Der Frühling lockte die Menschen raus. Sie kamen zu Fuß, mit Fahrrädern oder auf Inlinern und genossen die Leichtigkeit. Selbst Petrus spielte mit und verwöhnte Besucher und Veranstalter ab mittags mit reichlich Sonne.
„Die haben hier beim Frühlingsfest echt immer Glück mit dem Wetter“, so Winfried Trautmann. Anderen bekamen die zweistelligen Plusgrade nicht ganz so gut. „Kreislaufwetter“, meinte eine Besucherin und hatte recht. Der Krankenwagen kam deshalb leider zum Einsatz. Dennoch genossen Groß und Klein diesen ungewöhnlichen Frühlingstag, der allen mit Leckereien die Gaumen verwöhnte und so manchem obendrein bei der Tombola noch einen dicken Gewinn bescherte.

Der Herberner Spielmannzug sorgte für beschwingte Töne.
Der Herberner Spielmannzug sorgte für beschwingte Töne. Foto: Tina Nitsche

Der Kolpingspielmannzug Herbern zauberte zudem beschwingte Töne ins Geschehen. Musikalisch versteht sich. „Das ist Genuss pur“, jauchzte die kleine Lena. Gut gelaunt spazierten Groß und Klein in den Frühling. Strahlende und teilweise auch phantasievoll angemalte Gesichter dominierten das Geschehen. Genuss und Leichtigkeit waren angesagt. Kaum einer konnte sich der tollen Stimmung entziehen.   Die Macher des Herberner Frühlings, sowie die vielen Vereine, die ebenfalls zum erfolgreichen Gelingen beitrugen, waren begeistert.
„Wir hatten noch nicht einmal geöffnet, da waren die Straßen schon voll“, verriet Ewald Gausepohl. Ab mittags herrschte überall dichtes Gedränge. Große Worte waren nicht nötig, um den Erfolg zu beschreiben. „Schau Dich doch einfach um, da muss nicht mehr viel gesagt werden“, bilanzierte Christian Deitermann, zweiter Vorsitzender Herbern Parat. Kein Wunder, denn den Besuchern wurde einmal mehr eine Veranstaltung mit Herz geboten. In Herbern! Tina Nitsche

Gut gelaunt in den Frühling!
Gut gelaunt in den Frühling! Foto: Tina Nitsche
Der Heberner Löschzuglud zum Mitmachen ein.
Der Heberner Löschzug lud zum Mitmachen ein. Foto: Tina Nitsche