Kaffeegenuss mit allen Sinnen

Kolpingsfamilie Ascheberg wartet mit einem besonderen Café auf
ASCHEBERG. Entspannt zurücklehnen und genießen? Das geht natürlich am besten mit einer Tasse Kaffee.
Die darf es dann auch am Wochenende im Ascheberger Westen gerne sein. Denn in den Seminarräumen der Firma Klaas öffnet das Kolpingcafé. Das allerdings bietet nicht nur Kaffee- und Kuchengenuss! Denn wer hier Platz nimmt, der bucht die Unterhaltung quasi gleich mit! Kaffee und Kuchen nämlich werden in ungewöhnlicher Atmosphäre serviert. Von wegen Bilder oder Regale an der Wand! Nein, die Gäste finden sich mitten im Marktambiente wieder. Rund um die Kaffeetafel präsentieren sich die unterschiedlichen Kolpingabteilungen mit dem was sie ausmacht.
Da begeistert die Kolpingjugend beispielsweise mit Aktionen für die kleinsten Gäste. Alle Abteilungen machen überdies mit einer ungewöhnlichen Foto- und Videoshow von sich reden. Fest steht: Die Besucher dürfen gespannt sein. Mehr wird an dieser Stelle noch nicht verraten. Nur soviel: Musik liegt ebenfalls in der Luft. Denn immerhin vereint die Kolpingsfamilie Ascheberg ja auch den Kolpingsspielmannzug in ihren Reihen. Die Spielleute jedoch sind im Ascheberger Westen unterwegs. „Sozusagen als Werbeträger“, verrät Sascha Klaverkamp, zweiter Vorsitzender schmunzelnd. Momentan haben die Mitglieder alle Hände voll zu tun. Schließlich will ein solches Vorhaben bestens vorbereitet werden.
Ach ja, ganz ohne aufzupassen kommen die Cafébesucher nicht davon. Denn neben Kaffee und Kuchen wartet außerdem ein besonderes Kolpingrätsel auf sie. Attraktive Preise inklusive. Überdies darf auch gerne mit einem Cocktail an der Cocktailbar angestoßen werden. Schließlich feiert die Kolpingsfamilie in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag. Viele wissen das schon, „aber längst noch nicht alle kennen uns“, so Klaverkamp. Der 1. und 2. April bietet deshalb die beste Gelegenheit die Kolpingvielfalt kennenzulernen. Ganz gemütlich bei einer Tasse Kaffee!
Und wer dann Lust bekommt mitzumischen, nur zu! Denn diese Familie vereint ganze Generationen sowie diverse Abteilungen unter seinem Dach und zählt aktuell 461 Mitglieder. „Die 500 zu knacken, wäre dann doch ein besonders schönes Geschenk“, würde sich da nicht nur Sascha Klaverkamp über weitere Kolpingbrüder- und Schwestern freuen. Tina Nitsche

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Sagt der Bauch ja?

Wer kann da schon nein sagen? – „White Sox“ wollen mit richtig guten Songs, ihrem Markenzeichen und richtig viel Bewegung auch Talente für die eigenen Reihen begeistern
ASCHEBERG. Forsters „Bauch und Kopf“, das „Alte Fieber“ der Toten Hosen – wenn diese Songs auf der Playlist stehen, dann hört sich das nach richtig guter Musikunterhaltung an. Mehr noch: Das klingt verdächtig nach einer Rock-Pop-Veranstaltung. Stimmt!
Am 2. April erklingen diese Lieder. Im Ascheberger Westen. Da machen jedoch weder die Toten Hosen, noch Mark Forster Station. Nein, diese Lieder werden von einer Gruppe von Herren angestimmt, deren Name von ihrem Markenzeichen herrührt. Sie tragen am liebsten weiße Socken, und das auch zur schwarzen Anzughose.
Aber gerade weil sie anders sind, haben sie ihren Verein vom angestaubten Image „Männergesangverein“ befreit. Denn treten die „White Sox“ auf, dann ist eines garantiert: Ein bunter Musikmix.

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Ein Meister ist noch nie vom Himmel gefallen, deshalb lautet die erklärte Devise bauch bei den White Sox: Üben, üben, üben! Foto: Tina Nitsche

Und so laufen auch derzeit die Proben auf Hochtouren. Hohe und tiefe Töne vermischen sich mittwochs auf dem Saal bei Bultmann, dem erklärten Übungsquartier der Herren in den weißen Socken. Denn schließlich wollen sie bei der Ascheberger Gewerbeschau begeistern. Nicht nur die Massen, sondern vielleicht auch noch das ein oder andere Sangestalent für die eigenen Reihen. „Denn Nachwuchs können wir immer gebrauchen“, so Martin Janning, Vorsitzender der munteren Truppe. Wer hier mitmischen möchte muss nur eines mitbringen: Spaß am Singen. Kann ich nicht – gibt’s nicht – lautet die erklärte Devise.
Und wer jetzt meint das Singen in einem Chor sei altmodisch, der unterliegt einem Irrglauben. Denn die White Sox setzten weder auf altes Volksliedergut, noch auf Bewegungsunfähigkeit. Von wegen: Stillgestanden! Nein, hier wird gesungen mit vollem Körpereinsatz, schnippende Finger und wippende Füße inklusive. Statt Anzug und Krawatte, setzen diese Herren auf legere Kleidung und eben die weißen Socken, ihrem Markenzeichen. Und auch ihr Repertoire trägt die Note: Höchstmodern. Denn Stillstand ist Rückgang, die White Sox jedoch streben vorwärts. Mit aktuellen Songs wie Bauch und Kopf, aber auch ihrem eigenen Rap, der mittlerweile schon zur Erkennungsmelodie geworden ist. Und das macht soviel Spaß, dass sich aus dem Chor sogar ein A-Capella-Ensemble und die White-Sox-Band formiert hat. Wer nun neugierig geworden ist, und erwägt bei dieser ungewöhnlichen Truppe mitzumischen, dem sei empfohlen am Sonntag, 2. April gegen 14.30 Uhr bei Klaas am Kolping-Café vorbeizuschauen oder später bei Fensterbau Kröger. Und vielleicht sagen dann Bauch und Kopf: Ja, hier will ich mitmachen! Tina Nitsche

Info:

Wer sich entschließt bei den White Sox einzusteigen, der kann einfach mittwochs, um 20.30 Uhr auf dem Saal Bultmann zu den Proben kommen.

Propeller und heiße Kisten

Mit den Hotrods durch den Ascheberger Westen oder einfach in die Luft gehen!
ASCHEBERG. Die Zeit entschleunigen, Platz nehmen und entspannt aber auffällig reisen – diese Komponente bieten die Macher der Gewerbeschau „Let’s go West“ am 1. und 2. April.
Denn das Orga-Team hat Rudi Faber mit seinen Hotrods engagiert. Gerade einmal 160 Kilo wiegt ein solch auffälliges 13 PS starkes Geschoss, das durch ein außergewöhnliches Design besticht. „Quasi ein Gokart mit Straßenzulassung“, erklärt Rudi Faber, Geschäftsführer der Hotrod Citytour Münster GmbH. Vor rund 70 Jahren lieferten sich junge Rebellen in den Staaten in aufgemotzten Kleinwagen Beschleunigungsrennen.
„Das war die Geburtsstunde der sogenannten Hot-Rods, die damals ein Mix aus Straßenfahrzeug und Rennwagen waren“, gibt Faber Einblicke in die Geschichte seiner Mini-Bulliden. Die wesentlich „zahmeren“ Nachbauten erobern inzwischen als attraktive Citytourautos zum Selbstfahren Deutschlands Metropolen. In Ascheberg haben die sportlichen Flitzer ihr Debüt im vergangenen Jahr bei der Italienischen Nacht gegeben. Höchst erfolgreich. Denn die Nachfrage war riesig, und somit Geduld angesagt, um eines der begehrten Vehikel zu ergattern. Nun machen sie im Ascheberger Westen an der Waschstraße Ligges Station.

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Die Hotrod-Touren waren der Hit beider Ialienischen Nacht, jetzt kommen sie als Attraktion zur Gewerbeschau in den Ascheberger Westen. Wer einfach mal Platz nehmen will, das ist erlaubt, gefahren wird jedoch nur mit Helm! Foto: Tina Nitsche

Rund eine halbe Stunde geht es dort für Besucher mit Faible fürs Autofahren auf eine ungewöhnliche Ausfahrt. Einzigste Voraussetzung: Die Fahrer müssen über einen Führerschein der Klasse drei verfügen und dürfen als Teilnehmer im Straßenverkehr kein Alkohol im Blut haben. Sturmhaube und Helm sind Pflicht, werden aber gestellt. Und schon kann es losgehen. Sportlich, aber nicht weich gefedert. Jede Bodenwelle ist deutlich zu spüren. Denn statt Limousinencharakter wartet hier echtes Rennfahrfeeling und das im Cabrio-Format! „Da bläst einem der Wind um die Nase bei der etwas anderen Sightseeingtour“, verspricht Faber.
Und während die einen dann den Open-Air-Fahrspaß genießen und durch den Ascheberger Westen und den Ort cruisen, haben andere die Möglichkeit in die Luft zu gehen. Mit dem Hubschrauber. Denn der fehlt beim Unterhaltungsspektakel am ersten Aprilwochenende natürlich nicht. Gelten die Hubschrauberrundflüge zur Gewerbeschau doch als das erklärte Highlight. Hier heißt es bei Klaas auf der Rasenfläche: Einsteigen, anschnallen, abheben und die Welt aus der anderen Perspektive betrachten. Nervenkitzel pur und garantiert unvergleichliche Ausblicke! Und die können ganz ohne Sturmhaube und Helm genossen werden! Tina Nitsche

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Der Hubschrauber hebt ebenfalls wieder ab zur Gewerbeschau und dreht seine Runden über Ascheberg.. Foto:Tina Nitsche

Tüll ist nicht nur was für Ballerinas!

Modenschau bei Siebeneck: Der Modesommer 2017 besticht durch kräftige Töne, lässigen Look und Jeans, Jeans, Jeans!
ASCHEBERG. Endlich geht mit dem Winter die Jahrezeit der tristen Töne zu Ende. In den Startlöchern steht der Sommer. Und der kommt modisch gesehen mit auffälligen Farbexperimenten daher.
Ob leuchtendes Gelb, sattes Orange oder Pink – bei den Oberteilen dominieren die kräftigen Töne und drängen die Pastellvariante aus dem Vorjahr in den Hintergrund. En vogue ist dabei auch die Farbe weiß, wie am Freitag auf dem Laufsteg des Modehauses Siebeneck bei der diesjährigen Modenschau deutlich wurde. Und dabei trägt Frau gerne auch mal T-Shirts mit Botschaft oder peppt die weiße Bluse mit einem bunten Tuch auf.
Die Schnitte fallen locker und oversized aus, lassen die feminine Seite aber trotzdem nicht missen. Und irgendwie grüßen dabei die 80er Jahre. Da kam es erstmals zur Durchmischung der beiden Modebereiche Sport- und Alltagsmode. Und auch in diesem Modesommer sind die sportlichen Elemente nicht wegzudenken. Bequeme Hosen aus Sweatshirt-Stoff gehören zu den Basics und vermitteln vor allem eines: Wohlgefühl.
Ein Dauerbrenner in der Modewelt ist die Jeans. Und dieses Jahr heißt es: „Jeans, Jeans, Jeans!“ Egal ob als Hose, Bluse, Kleid oder Jacke – „Hauptsache Denim“, kündigte Moderatorin Patrizia Holtermann an. Und das in allen erdenklichen Waschungen!

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Locker und lässig geht es in den Modesommr 2017! Bei der Modenschau im Modehaus Siebeneck präsentierten die Models die neuesten Treds. Foto: Tina Nitsche

Die 80er lassen grüßen
Und wie werden die zum Hingucker? Mit dem erklärten Accessoire der 80ies natürlich. Die sind nämlich irgendwie überall! Mädels schnallt Euch an! Und das wörtlich: Die breiten Taillengürtel sind zurück und gehören zu den absoluten Must-Haves in diesem Sommer. Sie werten nicht nur ein schlichtes Hemdkleid oder eine Bluse auf, sondern werden in Kombination mit der Jeans zum echten Eyecatcher. Ach ja, erwähnt werden sollte auch, dass Tüll nicht nur etwas für Ballerinas ist. Denn genau wie Rüschen oder Pailletten sorgt er für verspielte Akzente und den femininen Touch im Bereich Abendmode, die 2017 einen Hang zum Kurzen hat, figurbetont daherkommt und auch die kräftigen Farbelemente nicht missen lässt.
Die Zeichen stehen damit auf Wohlfühlsommer! Denn modisch kommt der variantenreich daher, wie die Models eindrucksvoll darboten. Bunt, auch mal mit floralen Drucken und ausgefallenen Schnitten! „Da ist für jeden Geschmack und für jede Altersklasse etwas dabei“, stellten die Gäste der Modenschau bei Siebeneck begeistert fest. Tina Nitsche

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Die Jeans ist absolut angesagt im Modesommer 2017. Und das für jede Altersklasse. Frau kombiniert sie mit leichtem Mantel und weißer Bluse und erzielt dadurch den sporlich-chicen Look. Foto: Tina Nitsche
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Ohne Jeans läuft nichts im Modesommer 2017. Denn Jeans in allen Waschungen und dazu noch gekrempelt sind mega in. Foto: Tina Nitsche
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Sweatshirt-Stoff ist alltagstauglich im Modesommer! Steht er doch auch bei Hosen für Wohlgefühl! Foto: Tina Nitsche
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Das bewährte Team an Models brachte dem Publikum bei der Modenschau im Modehaus Siebeneck die neuesten Sommertrends näher. Foto:Tina Nitsche

Die Bande der unbekannten Helden

Guido Kasmann fesselte die Kinder mit einer tollen Geschichte
HERBERN. Was tut ein Geschichtenerzähler, dem keine Geschichte mehr einfällt? Und vor allem was tun seine Helden, die er schon kreiert hat? Sie warten. Auf die passende Geschichte.
Einfach ist das nicht! Annika weiß wovon sie spricht. Guido Kasmann erst recht. Schließlich hat er eben genau diese Geschichte erfunden. Die von den Helden – für die es zunächst noch gar keine Geschichte gab. Ein ganz schönes Durcheinander, „und ein super Buch“, flüstert ein kleiner Junge und lässt sich von Guido Kasmann wieder in seinen Bann ziehen. Der Kinder- und Jugendbuchautor ist am Mittwoch in der Mariengrundschule Herbern zu Gast gewesen. Und das war ein ganz toller Schultag für die Drittklässler. Statt schreiben, lesen und rechnen habe sie vorgelesen bekommen.
„Von einem echten Autor“, wie einige stolz verkünden. Der Autor da vorne ist für einen Tag in seine einstige Berufswelt zurückgekehrt. Denn Guido Kasmann war Grundschullehrer, bevor er sich ganz der Kunst des Bücherschreibens zugewendet hat. „Und das kann der richtig gut“, finden die Drittklässler der Mariengrundschule.
Glucksend und lachend tauchten sie ein in die Welt von Annika, die ihren Papa in seinem Arbeitszimmer durch ein Guckloch in der Wand beobachtet. Heimlich versteht sich. Ihr Papa ist Kinderbuchautor Friedhelm Barnhelm. Der, der schon mal ganz erfolgreich ein Buch geschrieben hat und sich nun die Haare rauft, weil ihm nichts einfällt. Wenn er zaubern könnte, dann, ja dann wäre vielleicht alles gut. Doch was passiert stattdessen? Es plumpst ein Zauberer ins Arbeitszimmer. Und die Helden, die eigentlich ja nur auf eine passende Geschichte warten, in der sie dann eine Rolle spielen können, müssen mit Annika den Papa und die Welt vor dem bösen Zauberer retten. Ganz schön viel Arbeit.
Nicht nur im Buch, sondern auch für Guido Kasmann. Der bringt seine Geschichte „Die Bande der unbekannten Helden – rettet die Welt“ so lebendig rüber, dass er nicht nur die Kinder im Klassenzimmer völlig begeistert, sondern stimmlich fast sekündlich, in eine andere Rolle schlüpfen muss. Alleine dadurch erweckt er sein Buch quasi zum Leben. Die Kinder sind gefesselt. Können sich gar nicht mehr losreißen und manchmal auch gar nicht mehr aufhören zu lachen. Mit seiner Lesung – an der Mariengrundschule Herbern findet übrigens jedes Jahr eine Autorenlesung für die Drittklässler statt – hat Kasmann den Kindern einen unvergesslichen Morgen beschert. Und das mir einer Geschichte über einen Geschichtenerzähler, dem irgendwie so gar keine Geschichte einfällt. Gut, das es da die Helden des Alltags gibt! Tina Nitsche

Magische Zahl geknackt

Bürgerbusverein  Ascheberg begrüßte 100 000. Fahrgast
ASCHEBERG. „Die Überraschung fährt mit, mal abwarten was passiert“, greift Joseph Streyl entschlossen zum Hörer. Denn was sich da genau um 9.40 Uhr an der Bushaltestelle Appelhofstraße ereignet, vermag er nicht zu sagen. Noch nicht. Aber er hofft, das sich die Türen des Bürgerbusses öffnen und diesem der 100 000. Fahrgast entsteigt. Das Telefonat war erfolgreich, auf dem Gesicht des Vorsitzenden des Bürgerbusvereins malt sich ein Lächeln ab. „Es sitzen Leute im Bus“, sagt er.
Damit ist klar: Das Glückwunschkommando kann rollen. Und das kommt in großer Besetzung daher. Volksbank Vorständler Herbert Holzhinrich hat einen riesigen Präsentkorb dabei, „Für den 100 000. Fahrgast“, sagt er. Helmut Sunderhaus kommt mit einem bunten Frühlingsstrauß, um den 100 001. Fahrgast die Glückwünsche der Gemeinde zu überbringen. Und auch der Bürgerbusvorstand mit Jan Jungeilgis, Robert König sowie Georg Schoppmann steht parat. Ebenso wie Fahrer Walter Sobbe, der am Donnerstagmorgen frei hat.
Als der Bus hält, steigt Yaghub Shamkani als erstes aus. Nichtsahnend. Die Überraschung steht ihm ins Gesicht geschrieben, als er beglückwünscht wird und als der 100 000. Fahrgast den großen Präsentkorb erhält. Nicht minder gering ist die Freude bei seiner Frau Elham Amiri Asl, die sich als 100 001. Fahrgast über den Blumengruß der Gemeinde Ascheberg freuen darf. Und auch Hussein Asam kommt in den Genuss eines Präsentes. Als 100 002 Fahrgast erhält der Herberner einen Regenschirm und eine gefüllte Bürgerbus-Tasche. Doch nicht nur das Trio, das in Herbern zu Hause ist, freut sich.
Auch Joseph Streyl ist mehr als zufrieden. Die Zahlen sprechen für sich. Der 100 000. Fahrgast zeigt das das Projekt Bürgerbus läuft. „Denn es sind jetzt auf den Tag genau, zehn Jahre, fünf Monate und neun Tage her, seitdem der Bürgerbus Ascheberg im Oktober 2006 zur ersten Fahrt aufgebrochen ist und wir haben die 100 000er Marke geknackt“, freut sich Streyl. Mehr noch, auch in diesem Jahr sprechen die Zahlen für sich. Bis Februar hat der Bürgerbus schon über 734 mehr Leute als im Vorjahr transportiert. Nicht ganz unschuldig an dem guten Lauf, ist das Bürgerbus-Team und seine 27 ehrenamtlichen Fahrer. Sie alle leisten beste Arbeit. Tina Nitsche

Es grüßt die Rabenmutter!!!

Marie-Christin Uhlenbrock: Eine Mama, eine Bloggerin, ein kreativer Kopf
ASCHEBERG. Ein freches Grinsen im Gesicht, den Zeigefinger provokant erhoben, Tatoos wohin man schaut und feuerrote Haare – es grüßt die Rabenmutter!
„Das bin ich“, sagt Marie Christin Uhlenbrock grinsend und zupft an dem blauen T-Shirt, auf dem ihr Konterfei prangt. Gut, die echte Rabenmutti ist zwar blond, aber ansonsten sind Ähnlichkeiten durchaus erkennbar. Ein außergewöhnliches Lable, von einer ungewöhnlichen Rabenmutter.
Rabenmutter? „Ja, Rabenmutter“, sagt Marie-Christin und steht dazu. Ein provokanter Name für eine junge Mama. Aber einer, der sich bei Tausenden von Followern schon längst eingebrannt hat. „Denn was viele nicht wissen, die wirkliche Rabenmutter, also die der Vogelspezies, ist die, die sich am meisten um ihren Nachwuchs kümmert“, verdeutlicht Ann-Christin.
Und damit ist sie dann auch schon am Anfang ihrer Geschichte, die kurz nach der Geburt von Tochter Elly begonnen hat. Eine Geburt ist kein Zuckerschlecken. In jeder Hinsicht. Ob die Geburt eines Kindes oder einer Idee. Marie-Christin hat die Erfahrung gemacht. Und eben weil vieles rund um die Geburt nicht leicht ist, „und vor allem ungesagt bleibt“ hat sich die 29-jährige das mal von der Seele geschrieben. Klar, deutlich aber humoristisch rechnet sie ab! Und das kommt an. Denn die Aschebergerin greift auch gerne mal Themen auf, die sonst eher unter den Tisch fallen. Sie lässt viele Menschen an ihrem Muttersein teilhaben.

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Marie-Christin Uhlenbrock ist „Deine Rabenmutter“.

Frau rockt. Frau bloggt. Frau rechnet ab. Die Rabenmutter begeistert. Nicht nur auf Facebook. Und schon gar nicht nur durch ihre Texte, sondern auch durch ihre erklärte Vorliebe für Kinder, denen sie über ihre Texte jede Menge Gutes zukommen lässt. Denn so hat sie beispielsweise derzeit eine große Auktion initiiert. Zu Gunsten für ein Kinderhospiz.
Und eigentlich sind es ihre vielen vielen Leser, die sie zu ihrer nächsten Idee inspiriert haben. Eine T-Shirt-Kollektion für Kinder, Papas und natürlich alle (Raben-) Mütter. Die bestechen durch ausgefallene Motive wie u.a. Einhörner oder Trolle. Motive, die anders sind. Witzig, spritzig, farbenfroh. Entwickelt von Marie-Christin, umgesetzt von Freundin Julia Wenderoth, einer Grafikerin. „Julia vielen besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Fräulein Hasenfuß, bringt meine Ideen zu Papier“, erzählt Marie-Christin. Kennengelernt hat sie diese Freundin, wie könnte es anders sein, über ihren Blog. Mittlerweile prangen die Motive auf diversen Untergründen. Taschen, Shirts, Jacken, Tassen oder Sportbekleidung. Marie-Christin und Julia liefern das Design, „und Spreadshirt stellt die Textilien und Accessoires zur Verfügung und kümmert sich um den Versand“, erklärt Marie-Christin.
Und auch bei dieser Geschäftsidee steht die Förderung von Kindern und Organisationen im Vordergrund. Denn den Großteil des Gewinns spendet das Duo an gemeinnützige Institutionen oder lassen ihn in neue Projekte für Eltern und Kinder fließen. Initiiert von einer Frau, die sich nicht gerne in eine Schublade packen lässt, dazu steht, das sie anders ist und gerne auch mal provoziert. Notfalls auch mit erhobenen Finger auf einem fetzigen T-Shirt. Denn da grüßt eben modisch für jeden sichtbar: Die Rabenmutter! Tina Nitsche

Weitere Infos unter http://www.frau-rabenmutter.de
Derzeit läuft gerade eine große Auktion. Weitere Infos dazu unter: https://www.facebook.com/deinerabenmutter/?fref=ts