Archiv der Kategorie: Menschen

Der Häuptling kommt mit dem Fahhrad

Gruppe Natur und Pflege leistet seit 20 Jahhren ehrenamtliche Arbeit in der Gemeinde
ASCHEBERG. Nach und nach trudelten die Herren am Pümpchen ein. Zu Fuß. Denn das Pümpchen an der Sandstraße war der Treffpunkt, den die Gruppe Natur und Pflege für ihre traditionelle Winterwanderung, die immer am Samstag nach Rosenmontag stattfindet, ausgemacht hatten.
Nur einer bog wenig später anders um die Ecke. „Der Häuptling kommt mit dem Fahrrad“, konnte sich Rudi Knabe ein Grinsen irgendwie nicht verkneifen, als Alfons Voß vom Drahtesel stieg. Voß und sein Fahrrad gehören irgendwie zusammen. Und das seit nunmehr zwanzig Jahren. So begegnen ihm die Bürger am häufigsten. Denn der Ascheberger ist täglich mit dem Rad unterwegs. Am liebsten in der Natur. Denn eben diese ist ihm ein wichtiges Anliegen! Genau wie Frank Römisch. Die beiden gründeten vor 20 Jahren die Gruppe Natur und Pflege, die heute auf fünfzehn Mitglieder angewachsen ist.
Reinhard Baumhöver, Jürgen Köppen, Ferdi Vennemann, Rudi Knabe, Winfried Tönies, Martin Höring, Bernfried Kallwey, Raimund Weiß, Rolf Nientidt, Rolf Kleemann, Fritz Hermann und Theo Merschieve sind nämlich auch mit von der Partie. Jüngster Neuzugang ist Ludger Naber. Eines haben diese Herren gemeinsam: Sie lieben die Natur, „und diese Gemeinschaft, vor allem aber den Zusammenhalt“, nennt Rolf Nientidt einen weiteren Grund, weshalb er hier gerne mit anpackt. Anpacken ist genau das richtige Wort, für das was die Herren leisten. Sie befreien die Natur von Unrat. „Wir sorgen dafür, dass nicht überall soviel Müll rumliegt, denn der wird mittlerweile überall achtlos auch mitten im Grünen abgeladen.“
Ferner reparieren und pflegen sie die Holzbänke, die überall in der Gemeinde, sprich in den drei Ortsteilen, für Spaziergänger aufgestellt sind. Auf diesem Sektor hat ihnen die Arbeit schon manches Lob eingebracht. „Vor allem Touristen sind oft erstaunt, dass es bei uns noch so etwas gibt.“, verrät Alfons Voß. Logisch, dass die dann gerne ein Päuschen auf einer gepflegten Bank einlegen. Frische Luft und Bewegung ist das, was alle Herren an dieser Arbeit reizt. „Außerdem lernt man immer wieder Leute kennen und kommt ins Gespräch“, fügt Voß hinzu. „Nicht zu vergessen, man tut mit diesem Ehrenamt auch etwas Gutes“, ergänzt Ludger Naber. Denn es ist ein Ehrenamt, dass diese Herren ausführen. Bescheiden und ohne großes Aufheben darum zu machen. Eine Arbeit, die vielseitig ist und auch ein wenig Bürokratie erfordert.
Sponsorensuche
„Bei der Sponsorensuche zum Beispiel, denn von alleine bezahlen sich die Bänke und ihre Instandhaltung nicht“, gibt Voß zu, dass da auch in diesem Jahr wieder Gönner gefragt sind. Noch haben sie Pause. Im Frühjahr geht es dann wieder los. Am Samstag startete die Truppe zum Winterspaziergang, „ins Blaue“, grinste Alfons Voß, der aber nicht ausschloss, dass die Wanderung nicht doch irgendwo auch durchs Grüne führte. Logisch, denn da fühlt sich die Gruppe Natur und Pflege irgendwie am Wohlsten. Und das seit nunmehr zwei Jahrzehnten. Tina Nitsche

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Trikot statt Pappnase

Kleine Kicker gaben Gas beim 18. Karnevalsturnier des TuS Ascheberg! – Eltern und Fans fieberten mit!
ASCHEBERG. Nein, die roten Pappnasen haben sich die Jungs am Samstag und Sonntag nicht aufgesetzt. Auch wenn da Karnevalswochenende war. Statt dessen stülpten sich die kleinen Kicker ihre grün-weißen Trikots über und gingen freudestrahlend auf Punktejagd beim 18. Karnevalsturnier des TuS Ascheberg.
Was ist schon Karneval? „Das Beste an Karneval ist Fußball“, gab Louis Bomholt freudestrahlend zu. Denn beim erklärten Lieblingssport liefen der Ascheberger und seine Mitstreiter im Spiel gegen den TuS Hiltrup dann auch zur Höchstform auf. Selbst als sie einen Punkt zurücklagen, gaben die Jungs von Trainer Thomas Lisowski nicht auf.
Angefeuert vom Coach und den Eltern nahmen die F2-Junioren Kurs auf das gegnerische Tor. „Ben lauf! – Louis mehr nach rechts!“ – Mensch zieh vorbei!“ – die Eltern fieberten mit. Mal lauter, mal leiser. Und die zehn Minuten – auf diese Zeitspanne war der Spielmodus festgelegt worden – zogen sich dabei für manchen Fan manchmal auch in die Länge.
Bewegung kam ins Spiel, als das Orgateam, bestehend aus Ludger Rüschenschmidt und Thorsten Lepper, oben am Mischpult den Torbonus ankündigten. „Da simmer dabei, dat ist prima, Viva Colonia“, heizte die Kölscher Kultband „Die Höhner“ den Kickern musikalisch und zugegebenermaßen auch ein wenig karnevalistisch ein! Und das blieb nicht ohne Wirkung. Ascheberg traf – das Publikum jubelte! „Das gibt es doch gar nicht“, entfuhr es TuS- Jugendobmann Thomas Witthoff, der das Karnevalsturnier im übrigen auch geplant hat. „Die sahnen hier auch richtig ab!“, erklärte er, dass bereits die G1 Mannschaften am frühen Morgen schon jeweils beim Torbonus die Tore fallen ließen. Und eben diese Treffer wurden richtig belohnt! Mit Kammelle!
Während die G1-Mannschaften ohne Wertung spielten, sah es bei den F2, F1, E1 und E2-Mannschaften anders aus. „Da erhält jeder Spieler eine Urkunde“, verriet Rüschenschmidt.14-tani-tus-karmevalsturnier-bearb
Auf dem Spielfeld unten ist abgepfiffen worden. Endstand 1:1. Die Jungs von Trainer Lisowski gehen sich stärken, während sich Union Lüdinghausen startklar macht und gegen SC Westfalia Kinderhaus antritt.
Leonard Wenner greift zufrieden zur Süßigkeitentüte. „Karneval ist Fußball und nicht verkleiden“, macht er dabei deutlich, dass auch er kein Clownskostüm braucht. Aber das Beste beim Turnier sind „Spiel, Spaß und Spannung.“ Oder wie die Höhner es ausdrücken: „Da simmer dabei!“ Tina Nitsche

Info:

Die Ergebnisse des gesamten Karnvealturniers finden sich unter: http://tusfussball.de/turniere/karneval-2018.html

 

 

Verliebt in den Traum in Weiß

Dickes Lob für die Kommunionkleiderbörse – Zukunft des Angebots allerdings ungewiss
ASCHEBERG.
Amy ist verliebt! In ihr Kommunionkleid. Ergattert hat sie es am Samstag bei der Kommunionkleiderbörse im Pfarrheim St. Lambertus. Und dabei galt das Motto: „Wer zuerst kommt mahlt zuerst“, in besonderem Maße.
„Denn im Vergleich zu den Vorjahren haben wir nur wenig im Angebot“, verriet Marlies Auferkamp, Organisatorin der Kommunionkleiderbörse. Sie vermutet, dass das Internet ein Grund für den erheblichen Rückgang ist. „Dass ist wirklich schade“, sagt sie und verrät, dass sie mit der Herberner Kollegin Birgit Nienhaus – die Kommunionkleiderbörse findet jährlich wechselnd einmal in Ascheberg und einmal in Herbern statt – überlegt, die Veranstaltung einzustellen.
Traurig wären darüber sicherlich viele. Denn der Andrang am Samstag war groß, die Schlange der Wartenden lang. Jeweils drei Mädchen durften sich zeitgleich in einem Raum durch das Angebot arbeiten. Gut, wer da entscheidungsfreudig war. Amy war es. Zwei Kleider probierte sie an, doch das erste davon war der erklärte Favorit. Das Rosenkleid überließ sie Juna, die somit auch schnell fündig wurde. Auch Marla probierte nur drei Kleider an und entschied sich für das zweite. Nachdem die Drei glücklich mit ihren Errungenschaften den Ankleideraum verlassen haben, arbeitet sich Pia durch das Angebot.

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Amy hat sich verliebt: In ihr Kommunionkleid! Sie konnte sich schnell entscheiden. Foto: Tina Nitsche

Ein Traum in weiß – wie eine kleine Prinzessin dreht sie sich vor dem Spiegel. Mama Cornelia hält die Anprobe vorsichtshalber per Handykamera fest. „Dann brauchen wir nachher nur noch zu schauen, welches am besten aussah“, verrät sie lachend. Doch Pia benötigt nicht lange. Unterdessen herrscht nebenan im Verkaufsraum für die Jungen Ebbe. „Zwei Jungen sind hier fündig geworden“, verrät Andreas Kloß der mit Ehefrau Manuela und Marion Schrilz hier Dienst schieb. Wie auch Marlies Auferkamp bemängelt er das knappe Angebot. „Vor zwei Jahren konnten wir uns vor Anzügen hier kaum drehen und heute?“ weist er auf lediglich zwei Ständer. Auch er vermutet den Grund für das eher karge Angebot in der Internetkonkurrenz. „Und sicherlich wird auch innerhalb des Freundeskreises viel weitergegeben“, ergänzt Auferkamp. Sie wurde im Mädchenbereich beim Verkauf von einigen Müttern der Katechetengruppe unterstützt. Während sich das Verkaufsteam so seine Gedanken machte, waren die Eltern glücklich über das Angebot und lobten die tolle Beratung. Und nicht nur Amy verließ das Pfarrheim nach kurzer Zeit mit einem tollen Kleid im Gepäck und einem strahlenden Lächeln auf den Lippen. Tina Nitsche

Info:
Der Erlös der Kommunionkleiderbörse kommt der Pfarrbücherei zu Gute.

Die Reise geht nach Sayda!

Anmeldungen zum 14-tägigen Urlaubsspaß mit dem Kolpingferienlager
ASCHEBERG. Die Weihnachtsferien sind gerade erst vorbei und da werfen die Sommerferien schon ihre Schatten voraus! Und da geht es für einige ins Erzgebirge! Wer mit von er Partie ist? Na alle Jugendlichen im Alter zwischen zehn und 16 Jahren, die sich am Freitag, 12. Januar ab 17.30 Uhr im Kolpingraum des Pfarrheims St. Lambertus für das Kolping-Ferienlager „4-teen-fundays“ anmelden.
Natürlich ist das Erzgebirge groß. Leiterteam und Betreuer haben jedoch schon jetzt ein festes Ziel vor Augen: Sayda! Ein kleiner Ort mit Forsthaus direkt am Waldrand, wird vom 4. bis zum 18. August das Urlaubsdomizil für die Jugendlichen sein. Alten Lagerhasen ist Sayda ein Begriff, denn Sayda wurde bereits 2007 und 2011 schon einmal angesteuert. Langeweile bleibt hier garantiert ein Fremdwort. Dafür sorgt schon das rührige Lagerleiterteam. Denn das Team war schon fleißig, was die Urlaubsgestaltung anbelangt.
„Ein Highlight wird sicherlich der Besuch des Freizeitparks Belantis sein, aber auch eine Tagesfahrt nach Dresden ist geplant“, gibt Lagerleiter Simon Handrup schon vorab einige Einblicke hinsichtlich der Aktivitäten. Zudem gibt es Gruppenspiele, Lagerpartys und Abendshows im 4-teen-fun-Ferienlager. Damit können die Sommerferien getrost kommen, denn die Teilnehmer dürfen sich auf viel Unterhaltung und Kurzweil freuen.
Die Kosten für die 14-tägige Ferienfreizeit nach Sayda belaufen sich auf 333 Euro zuzüglich 30 Euro Taschengeld pro Teilnehmer. Bei der Anmeldung am Freitag, 12. Januar, ist eine Anzahlung in Höhe von 50 Euro zu leisten. Anmeldungen sind neben dem Termin am Freitag jedoch auch Online möglich. Nähere Informationen zum Ferienlager gibt es unter http://www.ferienlager-ascheberg.de oder beim Lagerleiter Simon Handrup, Tel. 0162/6995577 bzw. per Mail unter kontakt@ferienlager-ascheberg.de Tina Nitsche

Nächtliches Shoppen mit weihnachtlichem Flair

Der große Besucherstrom blieb beim Late-Night-Shoppen aus / Besucher die da waren waren begeistert
ASCHEBERG. Was bedarf es um den Kunden beim Weihnachtseinkauf glücklich zu machen? Ganz einfach: Einer guten Beratung und eines breiten Lächelns. Wenn dann noch der Schlüssel in der Kasse steckt und die Verkäufer richtig Spaß an ihrer Arbeit haben, dann läuft alles andere von selbst.
So geschehen am Freitagabend beim weihnachtlichen Late-Night-Shopping in Ascheberg. Denn da mutierten Ulrike Schlottbohm, Irmtraud Meyer-Laucke, Susanne Schütte, Christiane Pelster und Beate Gottwald innerhalb von zehn Minuten zu Buchhändlerinnen bei Bücher Schwalbe. Die passende Anleitung dazu hatte Chef Günter Schwalbe höchstselbst geschrieben. Diese ungewöhnliche Idee kam bestens an.
Begeisterte Kunden bedienten Kunden – die Laune war hervorragend und ein Lächeln stand da allen ins Gesicht geschrieben. Der Nikolaus war an unterschiedlichsten Stellen im Ort anzutreffen. Und dabei präsentierte er sich wandlungsfähig. Mal als überdimensionaler Kopf, mal als ganze Figur und am häufigsten zum „Dahinschmelzen“ in Form von Schokolade. Denn der Einkauf wurde den Kunden bei der Pro-Ascheberg-Veranstaltung auf vielfältige Art und Weise versüßt. Durchaus auch mit dem Faktor der Gemütlichkeit. Denn was gibt es Schöneres als entspannt bei weihnachtlichem Gebäck zu sitzen und Weihnachtsgeschichten zu lauschen?

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Die Schoko-Weihnachtsmänner standen für die Kunden parat beim weihnachtlichen Late-Night-Shopping in Ascheberg. Foto: Tina Nitsche

„Das auf jeden Fall bedeutet für mich Weihnachten“, freute sich Anneliese Unewisse, die wie viele andere auch den Weg zu Haushaltswaren Dortmann gefunden hatte, wo Anke Richter-Weiß Weihnachtsgeschichten und Gedichte vorlas und damit für den besonderen „Ohrenschmaus“ sorgte. Dichtes Gedränge in den Straßen blieb jedoch aus, obwohl das Wetter mitspielte. In den Geschäften sah es hingegen anders aus. Einige waren der Anlaufpunkt schlechthin, andere hingegen waren weniger frequentiert. „Insgesamt gesehen war der Besucherstrom eher verhalten“, bilanzierte Bernd Heitmann, Vorsitzender von Pro Aschebeg.
Diejenigen, die das Angebot jedoch nutzten waren begeistert. „Hier ist es so schön stimmungsvoll mit den Kerzenbändern und den Weihnachtsbäumen. Wir genießen den Einkauf. Es ist doch schön auch mal ganz in Ruhe zu schauen und den ein oder anderen zu treffen“, waren Jörg und Birthe begeistert. Manfred Hölscher mochte dennoch die Augen nicht davor verschließen, das dieses Weihnachtsgeschäft irgendwie schleppend läuft. „Im handwerklichen Bereich nicht, da ist in meiner Werkstatt viel zu tun“, erklärte der Kürschnermeister. „Im Einzelhandel, sieht es dagegen eher mau aus. Woran es liegt? Genau da liegen die Fragezeichen“, hatte er darauf keine Antwort.
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Der Tannenbaummann: Bernd Heitmann, Vorsitzender von Pro Ascheberg, freute sich, dass das weihnachtliche Late-Night-Shopping bei den Kunden ankam, wenngleich der ganz große Besucherandrang ausblieb. Foto: Tina Nitsche

Heitmann hingegen sah den Freitagabend für eine solche Veranstaltung als den nicht so optimalen Termin. Viele Menschen würden dann noch in den Städten sein, Weihnachtsfeiern seien überdies ein Punkt, die es zu berücksichtigen gelte. „Da ist ein verkaufsoffener Sonntag natürlich eine ganz andere Hausnummer“, verspricht er, dass sobald es die Gesetzeslage zulässt, Pro Ascheberg wieder zum Zauberhaften Advent am Sonntag zurückkehren werde. Der nächtliche Bummel am Freitag, stieß bei den Besuchern dennoch auf Begeisterung. „Überall wurde etwas geboten, ob Glitzer-Einhorn-Sekt, Schätzspiel oder andere Dinge, die den Einkauf versüßen“, so eine Besucherin. Und vor allem das etwas andere Verkaufskonzept bei Schwalbe stieß auf großen Zuspruch und gute Laune. Schließlich ist es nicht alltäglich, wenn Kunden Kunden bedienen, während Chef und Mitarbeiterin ein hoffentlich schönes Weihnachtsessen genossen haben. Tina Nitsche

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Von wegen emotionslos!

Die Magie des Spiels lockte ganze Generationen zur Spielemesse ins Pfarrheim
ASCHEBERG. Worin eigentlich liegt genau die Faszination des Spiels? Ok, da gibt es die wahren Zocker, die gerne in die bunte Glitzerwelt von Las Vegas abtauchen, die Würfel rollen lassen und auf den dicken Gewinn hoffen. Da gibt es aber auch Menschen wie Du und ich, die mit Hilfe eines Spiels einfach zusammenrücken, gemeinsam etwas machen und Spaß haben.
Genau dieser Aspekt hat ganze Generationen am Sonntag ins Pfarrheim St. Lambertus gelockt. Denn dieses hatte sich in ein wahres Spielcasino verwandelt. Und dabei blieb nicht ein Tisch unbesetzt. Selbst mittags herrschte zum 25. Geburtstag der Spielemesse des Jugendamtes des Kreis Coesfeld High Noon.
Da wurde versucht den Entdecker sicher zur Pyramide zu bringen oder Captain Silver ein Schnippchen zu schlagen, um auf dem variablen Spielplan voranzukommen. Das Kinderspiel des Jahres hat es in sich. „Wow, das ist echt cool“, waren Florian und seine Schwester Antonia so begeistert, das am Ende feststand: „Das wünschen wir uns zu Weihnachten“.
Ganz gleich ob Stratege, der kühle Kopf, der Rechner oder der Kreative gefragt waren. eines einte alle Spiele, trotz unterschiedlichen Genres: Sie alle kitzelten Emotionen und riefen die unterschiedlichsten Gefühlsausbrüche hervor. Die Palette reichte dabei von heller Freude über höchste Konzentration bis ja manchmal auch leichte Falten auf der Stirn. „Und genau das ist ja auch der Sinn und Zweck von Spielen, sie bringen die Menschen dazu, Gefühle zu offenbaren“, sagt Michael Werremeier, Jugendamtsleiter Kreis Coesfeld, und Organisator der erfolgreichen Spielemesse. Überrascht über den großen Zuspruch war er nicht. Vielmehr hatte er mit einem solch großen Andrang gerechnet. „Spiele bringen Menschen aber auch Familien zusammen und diese Veranstaltung ermöglicht es den Menschen auch einmal einen Blick hinter die Kulisse zu tun.“

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Die Spielemesse bot die Gelegenheit Spiele zu testen, kennenzulernen und bei dieser Gelegenheit auch schon mal zu taxieren, ob das ein oder andere Spiel sich als passendes Weihnachtsgeschenk eignet. Foto: Tina Nitsche

Genau das faszinierte auch Papa Michael, der mit Ehefrau Andrea und Tochter Annika das Spiel Krakenalarm testete. „Hier kann man Spiele ausprobieren, das geht im Laden nicht. Das ist richtig toll, vor allem dann, wenn man auf der Suche nach einem guten Spiel ist.“ Auch Ute spielte sich mit ihren drei Kindern durch das große Spieleangebot. Spiele werden auch daheim gespielt. Das Brett- und Gesellschaftsspiele wieder vermehrt im Kommen sind, das findet sie gut. „Das ist eine tolle Alternative zu der gesamten Technik.“
Über 700 Spiele hatte das Team der Spielemesse dabei. Professionelle Spielberater erklärten die Spiele auf Wunsch. Draußen regnete es, drinnen regierte eine große freudestrahlende Gemeinschaft, kulinarisch verwöhnt von der Kolpingjugend, in der bunten Glitzerwelt des Spiels. Zwar nicht in Las Vegas – obwohl der gleichnamige Würfel-Langzeitspaß von Rüdiger Dorn auch im Angebot war – dafür ganz gemütlich im Ascheberger Spielcasino Pfarrheim St. Lambertus. Tina Nitsche

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Voll den Nerv getroffen!

KFD St. Anna lud mit dem Abend für die Sinne zum ungewöhnlichen Debüt
DAVENSBERG. Zwiebelkuchen, ein Glas Vino und ein Gläschen Pelegrino dazu – der Geschmacksnerv wurde damit schon „einmal voll getroffen!“ schwärmten die Damen am Freitagabend.
Denn da erlebten sie alle ein Debüt der Extra-Klasse im Heimathaus Davensberg. Die KFD St. Anna hatte erstmals zu einem Abend für die Sinne geladen. Und derer gibt es ja gleich mehrere. Schmecken ist nur einer davon, fühlen bzw. tasten ein weiterer. Die Haptik kam auch im Heimathaus nicht zu kurz. „Das fühlt sich rund an!“ „Nein, eher oval?!“ Stimmen wurden laut, als die Damen den Inhalt der liebevoll genähten Säckchen erfühlten. Und sie hatten alle recht! Denn das Innenleben der Säckchen entpuppte sich als eine Eichel, eine Kastanie, „und ein Werthers Echter, mmh lecker!“, schob sich Marita Mörchen das Bonbon in den Mund und ließ gleich noch einmal den Geschmacksnerv reagieren.
Der Geruchssinn lief ebenfalls auf Hochtouren, dafür hatte das KFD-Team gesorgt. Denn die Zutaten dafür waren ganz geschickt in den visuellen Sinn verpackt worden. Der ergab sich aus dem gesamten Ambiente. Kerzen, liebevoll dekorierte Tische und mitten darauf ein Stövchen auf dem ein Glas mit Zimtstangen, Gewürznelken und Rosmarin nicht nur für einen schönen Anblick, sondern auch für einen ganz individuellen Raumduft sorgte. Doch was haben eine gewisse Clara Dorn und der Weihnachtsmann mit dem Abend für die Sinne zu tun? „Nein, sie gehören nicht zu unserem Team“, gab KFD-Teamsprecherin Annette Aschwer schmunzelnd zu. Wohl jedoch zu dem Abend. Denn das KFD-Team hatte zu diesem auch Uta Hansen eingeladen.

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Uta Hansen sorgte beim Abend für die Sinne im Davensberger Heimathaus dafür, dass auch der Sinn „Hören“ bedient wurde. Denn ihr lauschten die Damen in gemütlichem Ambiente fasziniert, als sie diverste Bücher vorstellte. Foto: Tina Nitsche

Und die kam mit einer Menge interessanter Bücher im Gepäck. Schließlich wollte ja auch der fünfte Sinn „hören“ bedient werden. Und dafür sorgte die Mitarbeiterin von Bücher Schwalbe auf unterhaltsame Weise. Sie brachte ihnen die skurille sehr auf ihre Jugendlichkeit bedachte Clara Dorn näher, die nach dem Tod der Freundin zunächst eine Frage plagt: „Wer kommt zu meiner Beerdigung?“ Da besagte Clara ihr Leben lang Gift verspritzt hat, schwant ihr, dass da wohl kaum mit Gästen zu rechnen ist. Was also tun? Am besten heilig werden! Die 40 Frauen konnten sich ein Lachen kaum verkneifen, als Uta Hansen ihnen dieses Buch vorstellte. Muntere Unterhaltungslektüre, bei der Autorin Susanne Mewe den Kernfragen des Lebens auf den Grund geht. Die Wetekamps hingegen erleben eine ganz andere Überraschung, wie in dem Werk „Ein Rentier kommt selten allein – Unser Jahr mit dem Weihnachtsmann“ von Friedbert Stohner deutlich wurde. Denn wenn der Weihnachtsmann gleich ein ganzes Jahr bei einer Familie verbringen soll und das auch noch in geheimer Mission, um der Menschheit zu Weihnachten Geschenke zu sichern, dann sind Abenteuerlichkeiten vorprogrammiert. Ein Buch, das es wert ist unterm Weihnachtsbaum zu landen, befanden die Damen.
Anregungen für lange Winterabende erhielten die Frauen mehr als genug. Denn Uta Hansen stellte ein breites Spektrum, darunter „Wolkenschloss“, „Sauna mit Nachbar“, „Das Fundament der Ewigkeit“ aber auch mit „Eindrücke einer Landschaft – 70 Zeugnisse der Geschichte im Kreis Coesfeld“ das perfekte Buch für Heimatfreunde vor.
Das ungewöhnliche Debüt kam an. Dem wohnten nicht nur Mitglieder, sondern auch viele andere Frauen bei. „Mit so einem großen Zuspruch haben wir nicht gerechnet“, freute sich Annette Aschwer. Doch der Abend zeigte, die KFD St. Anna hatte mit ihm absolut den Nerv der Zeit getroffen, bot er doch für fast alle Sinne etwas. Tina Nitsche