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Es grüßt die Rabenmutter!!!

Marie-Christin Uhlenbrock: Eine Mama, eine Bloggerin, ein kreativer Kopf
ASCHEBERG. Ein freches Grinsen im Gesicht, den Zeigefinger provokant erhoben, Tatoos wohin man schaut und feuerrote Haare – es grüßt die Rabenmutter!
„Das bin ich“, sagt Marie Christin Uhlenbrock grinsend und zupft an dem blauen T-Shirt, auf dem ihr Konterfei prangt. Gut, die echte Rabenmutti ist zwar blond, aber ansonsten sind Ähnlichkeiten durchaus erkennbar. Ein außergewöhnliches Lable, von einer ungewöhnlichen Rabenmutter.
Rabenmutter? „Ja, Rabenmutter“, sagt Marie-Christin und steht dazu. Ein provokanter Name für eine junge Mama. Aber einer, der sich bei Tausenden von Followern schon längst eingebrannt hat. „Denn was viele nicht wissen, die wirkliche Rabenmutter, also die der Vogelspezies, ist die, die sich am meisten um ihren Nachwuchs kümmert“, verdeutlicht Ann-Christin.
Und damit ist sie dann auch schon am Anfang ihrer Geschichte, die kurz nach der Geburt von Tochter Elly begonnen hat. Eine Geburt ist kein Zuckerschlecken. In jeder Hinsicht. Ob die Geburt eines Kindes oder einer Idee. Marie-Christin hat die Erfahrung gemacht. Und eben weil vieles rund um die Geburt nicht leicht ist, „und vor allem ungesagt bleibt“ hat sich die 29-jährige das mal von der Seele geschrieben. Klar, deutlich aber humoristisch rechnet sie ab! Und das kommt an. Denn die Aschebergerin greift auch gerne mal Themen auf, die sonst eher unter den Tisch fallen. Sie lässt viele Menschen an ihrem Muttersein teilhaben.

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Marie-Christin Uhlenbrock ist „Deine Rabenmutter“.

Frau rockt. Frau bloggt. Frau rechnet ab. Die Rabenmutter begeistert. Nicht nur auf Facebook. Und schon gar nicht nur durch ihre Texte, sondern auch durch ihre erklärte Vorliebe für Kinder, denen sie über ihre Texte jede Menge Gutes zukommen lässt. Denn so hat sie beispielsweise derzeit eine große Auktion initiiert. Zu Gunsten für ein Kinderhospiz.
Und eigentlich sind es ihre vielen vielen Leser, die sie zu ihrer nächsten Idee inspiriert haben. Eine T-Shirt-Kollektion für Kinder, Papas und natürlich alle (Raben-) Mütter. Die bestechen durch ausgefallene Motive wie u.a. Einhörner oder Trolle. Motive, die anders sind. Witzig, spritzig, farbenfroh. Entwickelt von Marie-Christin, umgesetzt von Freundin Julia Wenderoth, einer Grafikerin. „Julia vielen besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Fräulein Hasenfuß, bringt meine Ideen zu Papier“, erzählt Marie-Christin. Kennengelernt hat sie diese Freundin, wie könnte es anders sein, über ihren Blog. Mittlerweile prangen die Motive auf diversen Untergründen. Taschen, Shirts, Jacken, Tassen oder Sportbekleidung. Marie-Christin und Julia liefern das Design, „und Spreadshirt stellt die Textilien und Accessoires zur Verfügung und kümmert sich um den Versand“, erklärt Marie-Christin.
Und auch bei dieser Geschäftsidee steht die Förderung von Kindern und Organisationen im Vordergrund. Denn den Großteil des Gewinns spendet das Duo an gemeinnützige Institutionen oder lassen ihn in neue Projekte für Eltern und Kinder fließen. Initiiert von einer Frau, die sich nicht gerne in eine Schublade packen lässt, dazu steht, das sie anders ist und gerne auch mal provoziert. Notfalls auch mit erhobenen Finger auf einem fetzigen T-Shirt. Denn da grüßt eben modisch für jeden sichtbar: Die Rabenmutter! Tina Nitsche

Weitere Infos unter http://www.frau-rabenmutter.de
Derzeit läuft gerade eine große Auktion. Weitere Infos dazu unter: https://www.facebook.com/deinerabenmutter/?fref=ts

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Atemberaubende Reise durch die Welt

Kinder begeisterten im Rahmen des OJA-Sommerferienprogramms mit gelungenem Musical
ASCHEBERG. Wie verkürzt man sich am besten die Wartezeit, wenn die Lehrerin nur mal eben schnell was kopieren will und ewig nicht wiederkommt? Luisa und Anna sind da kreativ, sie erzählen sich kurzerhand von den vielen Reisen, die sie schon einmal unternommen haben. Afrika, Madagaskar, Rio und der Eiskönigin haben die Mädchen bereits einen Besuch abgestattet. Die Reiseziele schildern sie so lebendig, dass diese plötzlich zum Leben erwachen: musikalisch, tänzerisch, malerisch. Die OJA lud am Freitag zur Musical-Premiere in die Aula der Realschule und servierte dem restlos begeisterten Publikum eine atemberaubende Reise durch die Welt. Tanzendes Rio, singende Eiskönigin, unvergleichliches Madagaskar und afrikanischer Urwald – alles von sechs- bis zwölfjährigen Kindern aus Herbern, Ascheberg und Davensberg, einstudiert im Rahmen der OJA-Ganztagsbetreuung beim Sommerferienprogramm.
Viel Arbeit haben die Jungen und Mädchen dazu im Vorfeld auf sich genommen. Denn sie studierten nicht nur Texte, Lieder und Tänze ein, sondern sie fertigten außerdem die Bühnenbilder selber und ihre Kostüme. Kreativität auf allen Ebenen also. Aber die Mühen hatten sich gelohnt. Das Stimmungsbarometer in der Aula der Realschule schnellte am Freitag rasant nach oben. Die Kinder rissen ihr Publikum mit, zeigten ihnen tänzerisch und musikalisch die schönsten Plätze dieser Erde, eingebettet in eine ganz alltägliche Situation aus dem Schulalltag. Denn selbst Anna und Luisa vergaßen bei dem phantasievollen Abenteuer, dass sie ja eigentlich immer noch auf ihre Lehrerin warteten. Riesiger Applaus seitens des Publikums waren abschließend die schönste Belohnung für das Höchstmaß an Kreativität und Phantasie, das die Kinder innerhalb einer Woche aufbrachten, um in den Sommerferien mit einem unvergesslichen Highlight zu begeistern. Tina Nitsche

Auch Hunde putzen Zähne

Emily traute sich mit Hundedame Ziu an der Leine spazieren zu gehen. Foto: tina Nitsche
Emily traute sich mit Hundedame Ziu an der Leine spazieren zu gehen. Foto: tina Nitsche
Mit vierbeinigem Besuch verabschiedete sich die ÜBI Herbern in die Ferien
HERBERN. Emily streckt vorsichtig die Hand aus. Es kitzelt als die kalte Hundenase die Handinnenfläche berührt und Emily muss lachen.
Nacheinander nähern sich auch die anderen Kinder vorsichtig der schwarzen Doggendame Ziu. Freundlich und behutsam begrüßen die insgesamt 16 Kinder der ÜBI Herbern auf diese Weise ihren vierbeinigen Besuch am Donnerstagnachmittag. Draußen unter den Bäumen auf dem Rasen auf dem Schulhofgelände der Mariengrundschule. Dort haben sich alle versammelt und dort fühlen sich auch die drei Hunde Ziu, Blacky und Briana am wohlsten.
Katharina Heinen, Pädagogische Leiterin der Übi, hat den Hundebesuch initiiert. „Ich habe im vergangenen Jahr beim Sommerferienprogramm miterlebt, wie gut die Aktion Hund bei den Kindern ankam. Da wir traditionell in der Woche vor den großen Ferien immer spannende Sachen machen, habe ich mich mit Barbara Kehrmann in Verbindung gesetzt und freue mich, dass wir die Aktion bei uns realisieren konnten.“ Der positive Effekt, den Katharina Heinen dabei im vergangenen Sommer schon erlebt hat, wird auch am vorletzten Schultag in Herbern erzielt. Die Jungen und Mädchen sind ganz still und hören aufmerksam zu. Erstaunt schauen sie sich das Gebiss von Hündin Briana an, als Frauchen Stephanie Beckers dem Irish Wolfshound das Maul aufhält. „Ganz weiße Zähne“, sagt Marva und ist fasziniert, dass auch ein Hund Zähne putzt. „Mit Zahnpasta?“ fragt Francesca. „Ja“, verrät Barbara Kehrmann und zaubert eine grüne Tube aus der Tasche. „Mit Fleischgeschmack.“ Die Kinder erfahren außerdem wie man sich einen Hund gegenüber richtig verhält und einiges über die Fell- und Krallenpflege. Barbara Kehrmann, Stephanie Beckers und Gaby Wentrup setzen bei ihrem Besuch nicht ausschließlich auf die Lerneinheiten. Der Spaß kommt ebenfalls nicht zu kurz. Ungläubig blicken alle, als die große Briana durch die Beine ihres doch vergleichsweise kleinen Frauchens tanzt. Ziu trottet brav mit den Kindern spazieren und lässt sich kraulen und der kleine Pudel Blacky greift tief in die Trickkiste. Zur Begeisterung der Kinder winkt er sogar zum Abschied. „Das ist ja super“, sind nicht nur Emily, Lotta und Seynae begeistert. Auch den Damen des Übi-Teams, Andrea Jabsen und Katharina Heinen, hat dieser Nachmittag bestens gefallen. Tina Nitsche

Die neuen drei „Ks“

Regina Selhorst ist die Frau an der Spitze des Landfrauenverbandes

HERBERN. Ihre neue Aufgabe empfindet Regina Selhorst als spannend. Denn die 51-jährige Herbernerin will als frischgebackene Präsidentin des Westfälisch-Lippischen Landfrauenverbandes eine Menge bewegen. Eine echte Aufgabe, denn sie steht einem äußerst starken Verband vor, der 43 000 Mitglieder zählt und zu dem 20 Kreis- und 377 Ortsverbände gehören. Dabei hat die Diplom-Verwaltungswirtin feste Ziele vor Augen, wobei sie auch mit manchem „verstaubten“ Image aufräumt. Von wegen Kinder – Küche – Kirche! „Wir haben neue drei Ks“, sagt sie, „nämlich Kommunikation, Kooperation und Kompetenz, wobei Kinder dabei selbstverständlich sind.“ Entsprechend ist die Bildungsarbeit ein großes Thema für die neue Präsidentin. Die neuen Medien werden effizient genutzt, wobei Selhorst dabei nie die alten Werte aus den Augen verliert. „Es gibt nichts wichtigeres als miteinander zu reden, denn nur so kann man eine Menge erreichen.“ Sie setzt auf den modernen Dialog, weil sie weiß, dass er funktioniert. Schließlich wird genau dieser durch die vorhandene Struktur im Verband gelebt. Das bisweilen „angestaubte“ Image der Landfrauen, passt mit der Realität nicht mehr überein. „Wir sind modern, obwohl wir auch noch alte Werte leben, wie beispielsweise das Handarbeiten. Bei uns wird noch gehäkelt, ja, aber wir häkeln Boshi-Mützen und die sind trendig“. Als neue Präsidentin ist es Regina Selhorst, die selbst Landfrau mit Leib und Seele ist, ein wichtiges Anliegen, dass die Menschen traditionelle Attribute wieder zu schätzen lernen und trotzdem ein realistisches Bild der Landwirtschaft erhalten. „Wir brauchen hier keine Streichelzoos, keine Museumslandwirtschaft und schon gar keine Landlustromantik“, weiß sie, dass, wenn es die Landwirtschaft nicht gäbe, es auch um die Ernährung schlecht bestellt wäre. Dabei setzt sie jedoch Landfrau nicht gleich mit Bäuerin. „Wir sind natürlich auch Interessensvertreter der Bäuerinnen, aber der Verband gliedert sich zur Hälfte in Bäuerin und zu 50 Prozent in Frauen aus dem ländlichen Raum auf.“ Mitglied kann in dieser Gemeinschaft jede werden. Wobei Selhorst sehr wohl weiß, dass Frauen aus ländlichen Bereichen andere Interessen als Frauen in der Stadt haben. Auf Landesebene macht sie sich stark für den Klimaschutz, den sie als politisches Thema sieht. „Wir funken auf allen Kanälen“, setzt sie in ihrem neuen Amt auf Teamwork, neue Medien und alte Werte. TN