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Pillen, Pendel und ein Angriff auf das Zwerchfell

Kolpingspielschar Ascheberg startete mit grandioser Premiere in die Theatersaison

Die aufgetakelte Gerda (Elly Mangels) hat ein etwas anderes Anliegen an den Herrn Doktor Hubertus (Feranz-Jopsef Nientiedt, M.). Arzthelferin Hilde (Heike Zobel, r.) durschaut diese sehr wohl. Foto: Tina Nitsche
Die aufgetakelte Gerda (Elly Mangels) hat ein etwas anderes Anliegen an den Herrn Doktor Hubertus (Feranz-Jopsef Nientiedt, M.). Arzthelferin Hilde (Heike Zobel, r.) durschaut diese sehr wohl. Foto: Tina Nitsche
Ausdrucksstark managen Arzttochter Jenny (Verena Kirchhoff, l.) und Arzthelferin Hilde (Heike Zobel, r.) das Praxisgeschehen. Foto: Tina Nitsche
Ausdrucksstark managen Arzttochter Jenny (Verena Kirchhoff, l.) und Arzthelferin Hilde (Heike Zobel, r.) das Praxisgeschehen. Foto: Tina Nitsche
Conny Schröder-Genehr (r.) feierte als esoterisch angehauchtes Tresken ein grandioses Theaterdebüt. Foto: Tina Nitsche
Conny Schröder-Genehr (r.) feierte als esoterisch angehauchtes Tresken ein grandioses Theaterdebüt. Foto: Tina Nitsche

ASCHEBERG. Lachen ist hier wohl die beste Nebenwirkung aller Zeiten. Gilt sie doch als äußerst gesund. Eine Medizin, die es am Samstag im Pfarrheim St. Lambertus sogar ganz ohne Rezept gegeben und für wahre Begeisterungsstürme gesorgt hat!
Verabreicht von der Kolpingspielschar Ascheberg in Form des plattdeutschen Theaterstück „Pillen, Pendel un de Patienten“ von Christa Bitzer. Eine Premiere nach Maß! Grandios, erfolgreich und begleitet von tosendem Applaus.
Eine Szenerie, die eigentlich alltäglich ist. Da treffen unterschiedlichste Charaktere – die aufgetakelte Gertrud (super Elly Mangels), die ganz andere Ziele beim Herrn Doktor verfolgt, ihr verklemmter Sohn Klaus-Peter (brillant Jonas Sellinghoff) und Kurt (Michael Daldrup) – im Wartezimmer einer Arztpraxis zusammen. In diesem Fall in der vom leicht aufbrausenden Dr. Hubertus (hervorragend Franz-Josef Nientiedt), seines Zeichens auch noch unfreiwilliger Strohwitwer.
Die Akteure reißen die Besucherschar von Anfang an mit und sorgen am laufenden Band mit gekonnten Attacken auf das Zwerchfell und einer großen Portion Lokalkolorid dafür, dass das Publikum aus dem Lachen nicht mehr rauskommt. Die Mittel und Tricks zu denen Sprechstundenhilfe Hilde (grandios Heike Zobel) und Arzttochter Jenny (ausgezeichnet Verena Kirchhoff) greifen, um den völlig überdrehten Hypochonder Ferdinand (exzellent Martin Weiß) von seinen vermeintlichen Krankheiten zu heilen, hält die Gästeschar kaum auf den Stühlen. „Ein Pendel“, ruft eine Besucherin und klopft sich lachend auf die Schenkel. Aber genau dieses Pendel und ein wohlgemeinter Rat helfen auch dem unbeholfenen, von seiner Frau unterdrückten Paul (super Karl Mangels) auf die Sprünge.
Die verschrobene Gerda (bravourös Mechthild Mehring) wirbelt das Praxisleben überdies mit ihrer penetranten Neugierde auf höchst amüsante Weise durcheinander. Und als dann noch das esoterisch angehauchte Tresken (fantastisches Debüt von Conny Genehr-Schröder) ihre Chance beim alleinstehenden Profilschullehrer Axel (exzellent Ludger Heubrock) wittert, selbstverständlich mit Hilfe der Sterne „eine plötzliche Begegnung mit der Jungfrau berührt sie heute“, tobt das Publikum endgültig.
Die Wartezeit in dieser Praxis ist vor allem eines: kurzweilig und unterhaltsam. Für den Hauch Amore sorgt Enrico (ausdrucksstark Alex Rehr). Tanzend und singend kitzelt Jennys italienischer Freund nicht nur das Zwerchfell der Zuschauer.
Die Kolpingspielschar hat sich mit ihrem Stück selbst übertroffen und sorgt dafür, das beim völlig begeisterten Publikum die Gesichtsmuskeln überstrapaziert werden und die Lachtränen nur so kullern. Kurzum ein Besuch in dieser Praxis lohnt sich wirklich! Tina Nitsche

Die weiteren „Arzttermine“:

Samstag, 17. Januar, 19.30 Uhr
Sonntag, 18. Januar, 16.30 Uhr
Samstag, 24. Januar, 19.30 Uhr
Sonntag. 25. Januar, 14.30 Uhr

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Plappernd unterwegs

Conny Schröder-Genehr entert als Neuling die Bühne der Kolpingspielschar
ASCHEBERG. Noch ist Conny Schröder-Genehr ganz ruhig. „Frag mich mal am Samstag“, sagt sie und lacht. Denn dann, und das will sie gar nicht ausschließen, kann es durchaus passieren, dass die „Lampenfieber-Kurve“ rasant ansteigt.
Doch die Aschebergerin ist bestens gerüstet für ihr neuestes Unterfangen. Denn erstmalig entert sie die Bühne der Kolpingspielschar Ascheberg beim diesjährigen plattdeutschen Theaterstück „Pillen, Pendel un de Patienten“. Und für dieses Debüt hat sie allerhand unternommen. Schließlich hat sie erst einmal die Grundvoraussetzungen schaffen müssen: Das Beherrschen der plattdeutschen Sprache. Ok, eine Sprache, die ihr nicht ganz fremd ist, das ostfriesische Platt beherrscht Conny nämlich.
Singend und plappernd
Ihr Rezept? „Zwei bis drei Einzelstunden bei Hanne Rehr und seitdem klappt es auch mit dem westfälischen Platt. Inzwischen sogar ohne Kartoffel“, sagt sie und grinst. Für alles andere lautete die Devise: Lernen, lernen, lernen. Und das funktioniert am Besten in Bewegung. „Beim Hundespaziergang, da bin ich ständig vor mich hinplappernd unterwegs gewesen, jetzt kann sogar der Hund platt“, verrät die 48-jährige und lacht. Auch Tochter Pia ist nicht von Mamas neuestem Plan verschont geblieben. „Für meine Rolle muss ich das Lied „Herzilein“ von den Wildecker Herzbuben singen“, erzählt Conny. Doch die zweite Zeile, die hat sie sich dabei nie merken können. Gut das technische Hilfsmittel in Form von PC und YouTube zur Verfügung stehen. „Das habe ich so oft laufen lassen, bis meine Tochter irgendwann nur noch stöhnte: Mama jetzt reicht’s aber.“
Auf der sicheren Seite
Kurz wirft die blonde Frau noch einen Blick auf ihr Rollenskript. Dann strafft sie die Schultern und entert in einwandfreiem westfälischen Platt die Bühne. Noch wird geprobt. Doch Conny mimt die esoterisch angehauchte Theresa schon jetzt perfekt. „Meine Erwartungen haben sich bis jetzt erfüllt. Es macht Riesenspaß, ich würde es sofort noch mal machen.“ Was ihr besonders gut gefällt, ist die tolle Gemeinschaft in die sie sofort mit offenen Armen integriert worden ist. Das vermittelt der „Neuen“ enorme Sicherheit. Und selbst, wenn bei der Premiere am Samstag das Lampenfieber sprunghaft ansteigen sollte, ist Conny beruhigt. „Da sind Angelika Hömann, Ludger Heubrock und Hanne Rehr, die haben mir über die sprachlichen Stolpersteine geholfen und die sind auch am Samstag da.“ Tina Nitsche

Spieltermine im Pfarrheim St. Lambertus:

Samstag, 10. Januar, 19.30 Uhr Premiere
Samstag, 17. Januar, 19.30 Uhr
Sonntag, 18. Januar, 16.30 Uhr
Samstag, 24. Januar, 19.30 Uhr
Sonntag. 25. Januar, 14.30 Uhr
Sonntag, 1. Februar, 14.30 Uhr
Samstag, 7. Februar, 19.30 Uhr

Viele Menschen glücklich gemacht….

Kolpingspielschar Ascheberg spendete 4000 Euro

Auf viele Gesichter zauberte die Kolpingspielschar Ascheberg am Montagabend ein strahlendes Lächeln. Denn da spendeten sie den Erlös in Höhe von 4000 Euro aus der vergangenen Theatersaison im Pfarrheim St. Lambertus an insgesamt 14 Institutionen der Gemeinde. Über je eine kräftige Finanzspritze freuten sich die Kindergärten St. Lambertus und St. Katharina, sowie die DRK Kindergärten Rheinsbergring und Bügelkamp, die Jugendhilfe Werne für die Außenwohngruppe auf der Dorfheide, die Hospizgruppe Ascheberg, die Pfarrbücherei St. Lambertus. Ebenfalls in den Genuss einer Geldspritze kamen das Kolpingferienlager, das Ferienlager der Pfarrgemeinde Ascheberg, die Messdienergruppe, der Förderverein der Grundschule, die Pfarrgemeinde, die Blaskapelle Ascheberg sowie der Kreuzbund Ascheberg. Alle Einrichtungen bedankten sich herzlich bei der Kolpingspielschar für die finanzielle Unterstützung. Tina Nitsche