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Danke Ascheberg!!!!!

Schausteller danken Besuchern und Gemeinde / Marktmeister Rolf Kehrenberg und Schausteller ziehen Kirmes-Fazit
ASCHEBERG. Unwetter, ein gestrichener Eröffnungstag und eine spontane Verlängerung – diese Jacobi-Kirmes war eindeutig anders.
„Ende gut alles gut, das wäre jetzt vielleicht ein wenig übertrieben“, resümierte Marktmeister Rolf Kehrenberg dann auch. Obwohl auch er überrascht war, dass doch viele Leute auch am Dienstagnachmittag und Abend noch den Weg zur Kirmes gefunden haben. „Da hätte es vielleicht jedoch gereicht um 14 Uhr zu eröffnen, statt um 12 Uhr.“ Die Schausteller hingegen waren dankbar. „Besonders dafür, dass uns seitens der Gemeinde problemlos ein weiterer Tag eingeräumt worden ist“, bedankten sich Robert Heitmann und Patrizia Rasch im Namen aller Kollegen. Der Tag habe – und das war allen im Vorfeld klar – zwar nicht den Samstag ersetzten können, „aber immerhin haben wir weitestgehend unsere Stromkosten reinholen können“, so Heidi Sperlich. Am meisten begeisterte die Schausteller, dass die Ascheberger ihr Versprechen – an den verbleibenen Tagen richtig zu feiern – eingelöst haben. „Am Sonntag war es bereits mittags so voll wie noch nie, und alle haben wirklich Gas gegeben“, bilanzierte Marlon Meyer.

Gewinne, Gewinne, Gewinne heißt es auch am  Dienstag. Foto: Tina Nitsche
Gewinne, Gewinne, Gewinne heißt es auch am Dienstag. Foto: Tina Nitsche

Ausspielgeschäfte, Fahrgeschäfte und selbstverständlich auch die Ausschankbetriebe wurden sehr gut angenommen. Doch dann kam abends der Regen. „Leider zwei Stunden zu früh, sonst wäre der Sonntag perfekt gewesen“, sind sich Timo Röber und Frank Derleh einig.
Was jedoch alle Schausteller gleichermaßen feststellten: „Die Ascheberger lieben ihre Kirmes wirklich!“ Das bestätigt auch Marktmeister Rolf Kehrenberg, dem seitens eines Schaustellergehilfen angetragen worden ist, das Ascheberg einmalig sei. „Mehr noch, der Angestellte der Firma Rasch stellte vor allem klar, dass er auf keiner Veranstaltung so viele freundlich Menschen mit strahlenden Gesichtern sieht wie hier. Solche Komplimente freuen uns natürlich.“ Besonders dankt Kehrenberg vor allem der Stromfirma Mothes. „Die haben wir mit unserer spontanen Verlängerung in zeitliche Nöte gebracht, denn eigentlich hätten sie am Dienstag schon die Stromversorgung für die Kirmesveranstaltung in Borghorst installieren müssen.“ Nun ist wieder Ruhe eingekehrt. Die Jacobi-Kirmes 2015 jedoch wird immer als eine ganz Besondere in die Geschichtsbücher eingehen. Tina Nitsche
Auch nach dem Regen am Montag waren die Clübchen abends unterwegs.. Foto: Tina Nitsche
Auch nach dem Regen am Montag waren die Clübchen abends unterwegs.. Foto: Tina Nitsche

Auch Leonie war Dienstag auf der Jacobi-Kirmes anzutreffen. Foto: Tina Nitsche
Auch Leonie war Dienstag auf der Jacobi-Kirmes anzutreffen. Foto: Tina Nitsche

Impressionen der Jacobi-Kirmes am Montag. Foto: Tina Nitsche
Impressionen der Jacobi-Kirmes am Montag. Foto: Tina Nitsche

Impressionen der Jacobi-Kirmes am Montag. Foto: Tina Nitsche
Impressionen der Jacobi-Kirmes am Montag. Foto: Tina Nitsche

Hals über Kopf in den Sonnenuntergang.
Hals über Kopf in den Sonnenuntergang. Foto: Tina Nitsche

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Die Kirmesparty geht weiter…….

So feiert Ascheberg Kirmes!
ASCHEBERG. Es ist Montag! Tag zwei der Jacobi-Kirmes läuft!Ganz richtig! In diesem Jahr ticken die Kirmesuhren in Ascheberg ein wenig anders! Denn erstmals in der Geschichte der Tradtitionsveranstaltung wird der Dienstag drangehängt. Schuld daran ist das Wetter! Das übrigens außer am Sonntag, auch am heutigen Montag nicht wirklich mitspielt! Aber eingefleischte Kirmesfans kann das nicht wirklich von einem Kirmesbesuch abhalten, oder?
„Nein! Wir feiern weiter“, sagen viele. Warum auch nicht? Ein Tänzchen im Regen kann auch Spaß machen! Und in den Zelten kann eh abends trockenen Fußes getanzt werden. Wie die Stimmung ist? Na, da lassen wir doch am besten Bilder sprechen!!!! Tina Nitsche

Einige Kegelbrüder des Clubs „Die Holzköppe“ feierten ausgelassen bis in die Nacht Kirmes. Foto Nitsche

Nachdem der Samstag ausgefallen war, brannten alle am Sonntag auf die Kirmes-Party! Foto: Tina Nitsche
Nachdem der Samstag ausgefallen war, brannten alle am Sonntag auf die Kirmes-Party! Foto: Tina Nitsche

Hoppla - es stimmt! Es gibt Verlängerung. Erstmals gibt es in Ascheberg Kirmes bis Dienstag: Am 28. Juli öffnet das bunte Treiben um 12 Uhr. Bis 22 Uhr drehen sich die Fahrgechäfte dann auf der Jacobi-Kirmes. Foto: Tina Nitsche
Hoppla – es stimmt! Es gibt Verlängerung. Erstmals gibt es in Ascheberg Kirmes bis Dienstag: Am 28. Juli öffnet das bunte Treiben um 12 Uhr. Bis 22 Uhr drehen sich die Fahrgechäfte dann auf der Jacobi-Kirmes. Foto: Tina Nitsche

Gute Stimmung herrschte im Ascheberger Partyzelt - da geht es übrigens auch am heutigen Montagabend sowie am Dienstag munter weiter mit der Party.
Gute Stimmung herrschte im Ascheberger Partyzelt – da geht es übrigens auch am heutigen Montagabend sowie am Dienstag munter weiter mit der Party. Foto: Tina Nitsche

Trotz Arbeit beste Laune: Auch das Kolping-Team hat an der traditionellen Weinlaube schon die Dienstpläne umgeschrieben. Denn hier geht es ebenfalls auch am Dienstag noch weiter.
Trotz Arbeit beste Laune: Auch das Kolping-Team hat an der traditionellen Weinlaube schon die Dienstpläne umgeschrieben. Denn hier geht es ebenfalls auch am Dienstag noch weiter. Foto: Tina Nitsche

Die Handy-Kameras waren im Dauereinsatz. Freies Wlan- ermöglichte das schnelle Hochladen von Bildern und Filmen. Und von diesen wurden reichlich gemacht! Die Kirmeserinnerung! Foto: Tina Nitsche
Die Handy-Kameras waren im Dauereinsatz. Freies Wlan- ermöglichte das schnelle Hochladen von Bildern und Filmen. Und von diesen wurden reichlich gemacht! Die Kirmeserinnerung! Foto: Tina Nitsche

Der Kampf mit der Bürokratie

Schausteller Robert Heitmann spricht über harte Zeiten
ASCHEBERG. Einfach geht anders! Das steht fest!
Denn das Jahr 2015 hat sich bislang alles andere als gut für die Schausteller präsentiert. Viel Arbeit, fehlendes Personal, oftmals leere Plätze und dazu noch Unmengen an Papierkram. Die Bürokratie lässt grüßen.
Nicht ganz unschuldig daran, ist das Mindestlohngesetz. Dieses beschert den Schaustellern jede Menge schriftlichen Aufwand. „Und macht es uns dazu noch schwer Personal zu bekommen“, erklärt Schausteller Robert Heitmann. Umso dankbarer ist er dem Präsidenten des Deutschen Schaustellerbundes (DSB), Albert Ritter. „Denn der hat sich wirklich eingesetzt, um hier einige Erleichterungen für uns zu schaffen“, weiß Heitmann, der selbst als Bundesfahnenoffizier im DSB tätig ist und nicht nur einmal Albert Ritter begleitet hat. „Nein, mit der Frau Nahles hat unser Präsident einige Male kommuniziert.“ Und das mit Erfolg, denn zum 1. August, gibt es zumindest schon einmal eine kleine Änderung, was die Hilfe der Familienmitglieder anbelangt. „Aber ansonsten, reicht uns das Mindestlohngesetz nicht gerade zum Vorteil’“, macht Heitmann deutlich. Denn sie beschert zusätzlichen Papierkram, der aufgrund der neuen DIN-Norm im vergangenen Jahr sowieso schon angestiegen ist.
„Neben Protokollen von Kühltemperaturen, DIN-Nummern und Reinigungsschläuchen, müssen wir nun detailliert Stundenzettel ausfüllen“, so Heitmann. Damit sei ja noch klar zu kommen, ebenso wie mit dem Mindestlohn an sich. „Der ist für uns eh kein Thema“. Das Problem liegt vielmehr in den Arbeitszeiten begründet. „Wenn wir spielen, hat der Tag mehr als acht Stunden, nur die Aushilfen und Angestellten dürfen nicht länger arbeiten“. Vor der Verabschiedung des neuen Gesetztes haben die Schausteller ihre Leute monatlich pauschal bezahlt. „Kost und Logis war frei, die Krankenversicherung lief über uns, das heißt die Leute hatten, je nachdem was sie für einen monatlichen Lohn hatten, gehen wir jetzt zum Beispiel mal von 1200 Euro aus, diese 1200 Euro bar auf der Hand.“
Nun jedoch mit dem neuen Gesetz, werden sie nach Stunden bezahlt, müssen sich selbst Krankenversichern, „und bei einigen Kollegen auch selbst für Kost und Logis aufkommen. Das macht die Arbeit wenig attraktiv, denn sie haben unterm Strich nicht mehr so viel Geld, stellen sich also schlechter.“
Die Folge sei daher, dass es für die Schausteller immer schwieriger werde, Leute zu bekommen. „Das Mindestlohngesetz zieht uns die Kräfte vom Platz.“
Nun steht die Ascheberger Jakobi-Kirmes an. „Und damit hoffentlich die Wende, denn sie gilt als Auftakt zu den Herbstveranstaltungen“, so Heitmann, der nicht nur hofft, sondern darauf baut, dass sich diese Veranstaltungen positiver abzeichnen, als das was das Jahr bis jetzt zu bieten hatte. „Ja, die Zeiten haben sich geändert. Immer mehr kleinere Veranstaltungen im Bundesgebiet, entschuldige nun den Ausdruck, *kacken’ ab.“ Woran es liegt? Da spielen sicherlich viele Faktoren eine Rolle. Das neue Mindestlohngesetz und der größere bürokratische Aufwand, sind nur einige davon. Tina Nitsche

Yeah – alle schaukeln!!!

Fahrspaß für Jung und Alt: Schaustellerfamilie Anton baut Überschlagschaukel Looping the Loop in Ascheberg auf
ASCHEBERG. Reinsetzen, Knopf drücken und los – nein, so läuft das hier nicht!
Denn wer beim Looping the Loop den besonderen Kick erleben will, „der muss schon selber etwas dafür tun“, sagt Schaustellerin Beate Anton.
Gemeinsam mit ihrem Mann Hans-Bernd sowie ihren Kindern Rudi und Belinda, ist sie am Mittwoch in Ascheberg eingetroffen. Dort baut die Schaustellerfamilie erstmals ihr Überschlaggeschäft „Looping the Loop’“ auf. Eines, von denen übrigens nur drei Stück deutschlandweit unterwegs sind.

Hans Bernd Anton und Sohn Rudi (l.) sind in luftigen Höhen unterwegs und schreiten mit den Aubauarbeiten ihres „Looping the Loop“ zügig voran. Foto: Tina Nitsche

Auf dem Parkplatz des ehemaligen Haus’ Bultmann wird das von der Kölner Firma Achtendung erbaute Geschäft mit einer Front von 14 Metern und einer Tiefe von neun Metern für ein unvergleichliches Fahrgefühl sorgen. Eines, dass dabei so manch älteres Semester sicher an längst vergangene Zeiten erinnert. Denn die insgesamt sechs Gondeln, in jeder können zwei Fahrgäste Platz nehmen, drehen sich nicht von alleine. Vielmehr müssen die Gäste schaukeln. „Und dabei tun sie ganz nebenbei noch was für ihre Fitness und Muskeln“, verrät Beate Anton. Aber genau das macht diesen Fahrspaß so unvergleichlich.
Ganze Generationen schaukeln hier um die Wette und versuchen sich zu überschlagen! „Und ganz ehrlich, dabei ist manch vierjähriger erfolgreicher als ein 14-jähriger“, hat Beate Anton schon oft beobachtet. Und genau das macht für sie auch den Reiz aus. „Dieses Geschäft kitzelt sämtliche Emotionen hervor. Ganze Generationen lachen gemeinsam, denn hier wird Fahrspaß für Vier- bis Hundertjährige geboten, und dadurch, dass alle gemeinsam für Bewegung sorgen müssen ist immer Action.“
Besonders rührend findet es die Schaustellerin jedes Mal, wenn die älteren Leute nach der Fahrt aussteigen und versonnen erklären, dass da Kindheitserinnerungen wach geworden sind. Hervorgerufen durch das Gefühl des Schaukelns. „Einige waren sogar schon zu Tränen gerührt, ja diese Schaukel ist Nostalgie pur“, schwärmt Beate Anton. Nostalgie hat dabei jedoch rein gar nichts mit Langeweile zu tun. Denn immerhin geht es sechs Meter hoch, wenn die Gäste es richtig anstellen. Doch höher, schneller, und weiter geht es hier nur, wenn die Passagiere selbst etwas dafür tun. Nicht jedoch auf Knopfdruck. Tina Nitsche