Farbreisen mit Entspannungsfaktor

Susanne Klaverkamp, Margot Erkens, Ralf Biko, Alicja Balawender-Nitsche, Jürgen Nitsche (v.l.n.r.) sowie Aloys Beuers und Silke Wormuth (hinten v.l.) ebenso wie Birgitt Winkel (fehlt auf dem Bild) sind die Gruppe 99, die ab Fronleichnam in der Nordkirchener Pictorius-Halle  zur Kunstausstellung "Quer Art" einladen. Susanne Klaverkamp, Margot Erkens, Ralf Biko, Alicja Balawender-Nitsche, Jürgen Nitsche (v.l.n.r.) sowie Aloys Beuers und Silke Wormuth (hinten v.l.) ebenso wie Birgitt Winkel (fehlt auf dem Bild) sind die Gruppe 99, die ab Fronleichnam in der Nordkirchener Pictorius-Halle zur Kunstausstellung „Quer Art“ einladen.

„Gruppe 99“ lädt zur Kunstausstellung „Quer Art“

ASCHEBERG/NORDKIRCHEN. Hinter dem See tut sich unendliche Weite auf. Der Blick wird ins Grüne gelenkt, über Felder, die scheinbar am Horizont enden. Die landschaftliche Idylle die Künstlerin Alicja Balawender-Nitsche hier mit Ölmischtechnik geschaffen hat, führt den Betrachter geradewegs in die Entspannung.
„Das I-Tüpfelchen an Farbe fehlt noch“, sagt die Künstlerin und will hier noch das ein oder andere kleine Highlight setzen. An der Komposition allerdings, da ändert sich nichts mehr. „Das ist versprochen.“ Bis zum 4. Juni ist dieses Werk vollendet. Schließlich soll es in der Ausstellung „Quer Art“ im Pistoriusflügel am Schloss Nordkirchen seinen Platz finden.

Bei dieser Landschaft fehlt noch das "I-Tüpfelchen", aber bis zur Ausstellungseröffnung ist es fertig, und wird eines von vielen unterschiedlichen Werken sein, mit denen die Gruppe 99 ihre Gäste verzaubert. Foto: Tina Nitsche
Bei dieser Landschaft fehlt noch das „I-Tüpfelchen“, aber bis zur Ausstellungseröffnung ist es fertig, und wird eines von vielen unterschiedlichen Werken sein, mit denen die Gruppe 99 ihre Gäste verzaubert. Foto: Tina Nitsche
Dorthin lädt die Gruppe 99 bis zum Sonntag, 7. Juni, Kunstbegeisterte ein. Und denen wird richtig etwas geboten. Sowohl in motivtechnischer Hinsicht als auch bei der Wahl der Malmittel. „Öl, Acryl, Aquarell Pastell- und Mischtechniken, das sind die Stoffe aus denen die Werke gemacht sind“, sagt Ralf Boiko, der mit Margot Erkens, Alicja Balawender-Nitsche, Aloys Beuers, Susanne Klaverkamp, Jürgen Nitsche, Birgitt Winkel und Silke Wormuth die „Gruppe 99“ bildet. Eine Gruppe, die 1999 von Schülern und VHS-Dozenten gegründet wurde und die eines eint: Die Leidenschaft der Malerei. Dabei geht das Doppelquartett jedoch unterschiedliche Wege, jeder setzt Kunst auf seine Weise um. Nur für die gemeinsamen Ausstellungen, da werden die vielen unterschiedlichen Werke zu einem großen Ganzen zusammengesetzt.
„Quer Art eben“, sagt Boiko schmunzelnd, „oder auch quer Beet.“ Denn die Gruppe setzt auf Vielseitigkeit. Nicht nur bei der Wahl der Malmittel. Jeder lässt sich auf seine Weise inspirieren. Margot Erkens beispielsweise kann bei ihren Werken den impressionistischen Einschlag nicht verleugnen. Landschaften liebt sie ebenso wie ihre Mitstreiter, aber in der Ausstellung finden sich auch Stilleben, florale oder figürliche Motive. Nur eines fehlt bei der nunmehr dritten Ausstellung in Nordkirchen in diesem Jahr: „Die bildhauerischen Elemente von Jürgen“, verrät Ralf Boiko. „Ich habe andere Eisen im Feuer“, will dieser nicht mehr verraten und setzt für diese Ausstellung mit digitaler Kunst einen anderen Schwerpunkt. Die Besucher dürfen sich auf wahre Farbreisen, eine echt bunte Mischung und auf entspannte Augenblicke freuen. Tina Nitsche

Info: Die Gemeinschaftsausstellung der Gruppe 99 öffnet an allen vier Tagen von jeweils 11 Uhr bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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Lautstarker Geburtstag!

Kanoniere der Bürgerschützen feierten zehnjähriges Bestehen
ASCHEBERG. Eine schnelle Reihe – eine langsame Reihe und zum krönenden Abschluss ein gemeinsamer Salut. Es krachte, es qualmte und es wurde viel Applaus gespendet. Denn schließlich waren die Schusssalven, die da am Sonntagmorgen an Schlingermannsweide abgefeuert worden sind, nicht alltäglich.
Doch ein Jubiläum ist für ein solch eher ungewöhnliches Spektakel schon ein passender Anlass. Feiern dann auch noch die Kanoniere einen runden Geburtstag, dann ist das Abfeuern von Kanonen eigentlich auch schon ein Muss. Die Kanoniere der Bürgerschützen Ascheberg feierten ihr Jubiläum im wahrsten Sinne des Wortes lautstark. Allen voran die Kanone Irmingard, die eine Gruppe der Bürgerschützen vor zehn Jahren aus Bayern abholte. Unterstützt wurden die Ascheberger Kanoniere von den Kanonieren des Bürgerschützenvereins Herbern 1822, der Schützenbruderschaft St. Georg Mersch-Ameke 1839 und des Schützenvereins Wiescherhöfen Lohauserholz 1838. Sie alle hatten ihre eigenen Kanonen mit. Doch eine „Irmingard“ vereinen sie nicht in ihren Reihen.
„Das Original Geschütz stammt aus dem Jahr 1470 und ist heute noch in Bern zu bewundern“, klärte Oberst Theo Bonkhoff in den Schießpausen auf und erläuterte, dass es sich bei der Ascheberger Irmingard um einen Nachbau handelt, der 1998 gefertigt worden ist. Doch sie mal eben so abzufeuern das funktioniert nicht! Vielmehr bedarf es dazu einer Ausbildung mit Abschlussprüfung. Wer Inhaber dieses Sachkundenachweises – auch Schwarzpulverschein genannt – ist, hat jedoch noch eine weitere „Kleinigkeit“ zu beachten. „Denn Alkohol ist vor und während des Schießens absolut verboten“, so Oberst Bonkhoff.
Derweil blies Martin Hörster, Kommandant der Kanoniere, zum gemeinsamen Salut! Die Kanoniere verschwanden anschließend zunächst einmal im „Qualmnebel“. Dann wurde es noch einmal laut! Die vielen Gäste spendeten tosenden Applaus angesichts der mehr als gelungenen Vorführung. Ja, und dann durften die Kanoniere auch endlich auf ihr zehnjähriges Bestehen anstoßen. Gemeinsam mit den Gastvereinen wurde anschließend gefeiert. Tina Nitsche

Der Vollstrecker

Hartmut Sommerfeld pustete „Schützenluder“ von der Stange und regiert die Bürgerschützen Ascheberg
ASCHEBERG. Er kam, visierte an und vollstreckte. So wie sich das für einen defensiven Mittelfeldspieler gehört.
Nur schlenzte Hartmut Sommerfeld in diesem Fall nicht das runde Leder ins Netz. Nein, er pustete den Königsvogel „Schützenluder“ von der Stange. Mit dem 383. Schuss um genau 19.08 Uhr.
„Wir haben einen neuen König“ – Siegesgesänge ertönten an der Vogelstange an Schlingermannsweide. Hartmut Sommerfeld landete auf den Schultern seiner Schützenbrüder und wurde lautstark als neuer König der Bürgerschützen Ascheberg gefeiert.
Einer, der ganz gezielt in den Kampf eingriff und genau zwei Mal an der Vogelstange gesichtet wurde. Und einer, der durch seine Tat dem „Dauerschützen“ Norbert Rüschenschmidt die Aussichten auf die Kaiserwürde vermasselte. Geplant? „Das war nicht gewollt, aber gewünscht“, gab der Heizungs- und Lüftungstechniker nach seinem Volltreffer lachend zu. „Ich hätte es ihm nicht zugetraut“, verriet ein Besucher. Aber der erklärte Mönchengladbachfan und TuS-Ascheberg-Kicker hat nicht umsonst den Spitznamen „Der Vollstrecker“. Seine Tat ist er strategisch angegangen, bevor er zielte, sicherte sich der Junggeselle zunächst einmal ab, ob ihm eine Königin zur Seite steht. Als das geklärt war, schritt er zur Tat.
Ein großer Kampf hatte bis dato nicht stattgefunden. Norbert Rüschenschmidt war derjenige, der am öftesten zum Gewehr griff. Es mischten sich zwischenzeitlich noch Metzgermeister Dieter Werges und Andreas Dopp ins Geschehen ein. Und dann kam Hartmut Sommerfeld. Selbst seinen Farben blieb er mit seinem Treffer treu. Grün-Weiß-Schwarz sind die Farben seiner geliebten Gladbacher aber auch die der Bürgerschützen.
Nun regiert Sommerfeld mit Königin Silvia Müllers für ein Jahr die Bürgerschützen. Unterstützt wird er vom Hofstaat, dem Martin und Manuela Auferkamp, Heinz Sommerfeld und Elke Leisen, Stefan Borgmann und Birgit Bäumker, Josef und Petra Hölscher, Michael und Anja Mersmann, Andreas und Doris Kröger, Rolf Knodel und Arno Bentlage, Christoph und Anette Hannig sowie Martin Höhne und Martina Gabrielski angehören.Tina Nitsche

Info:
Am heutigen Samstagabend lädt das Königspaar um 20 Uhr zum großen Königsball.