Von wegen emotionslos!

Die Magie des Spiels lockte ganze Generationen zur Spielemesse ins Pfarrheim
ASCHEBERG. Worin eigentlich liegt genau die Faszination des Spiels? Ok, da gibt es die wahren Zocker, die gerne in die bunte Glitzerwelt von Las Vegas abtauchen, die Würfel rollen lassen und auf den dicken Gewinn hoffen. Da gibt es aber auch Menschen wie Du und ich, die mit Hilfe eines Spiels einfach zusammenrücken, gemeinsam etwas machen und Spaß haben.
Genau dieser Aspekt hat ganze Generationen am Sonntag ins Pfarrheim St. Lambertus gelockt. Denn dieses hatte sich in ein wahres Spielcasino verwandelt. Und dabei blieb nicht ein Tisch unbesetzt. Selbst mittags herrschte zum 25. Geburtstag der Spielemesse des Jugendamtes des Kreis Coesfeld High Noon.
Da wurde versucht den Entdecker sicher zur Pyramide zu bringen oder Captain Silver ein Schnippchen zu schlagen, um auf dem variablen Spielplan voranzukommen. Das Kinderspiel des Jahres hat es in sich. „Wow, das ist echt cool“, waren Florian und seine Schwester Antonia so begeistert, das am Ende feststand: „Das wünschen wir uns zu Weihnachten“.
Ganz gleich ob Stratege, der kühle Kopf, der Rechner oder der Kreative gefragt waren. eines einte alle Spiele, trotz unterschiedlichen Genres: Sie alle kitzelten Emotionen und riefen die unterschiedlichsten Gefühlsausbrüche hervor. Die Palette reichte dabei von heller Freude über höchste Konzentration bis ja manchmal auch leichte Falten auf der Stirn. „Und genau das ist ja auch der Sinn und Zweck von Spielen, sie bringen die Menschen dazu, Gefühle zu offenbaren“, sagt Michael Werremeier, Jugendamtsleiter Kreis Coesfeld, und Organisator der erfolgreichen Spielemesse. Überrascht über den großen Zuspruch war er nicht. Vielmehr hatte er mit einem solch großen Andrang gerechnet. „Spiele bringen Menschen aber auch Familien zusammen und diese Veranstaltung ermöglicht es den Menschen auch einmal einen Blick hinter die Kulisse zu tun.“

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Die Spielemesse bot die Gelegenheit Spiele zu testen, kennenzulernen und bei dieser Gelegenheit auch schon mal zu taxieren, ob das ein oder andere Spiel sich als passendes Weihnachtsgeschenk eignet. Foto: Tina Nitsche

Genau das faszinierte auch Papa Michael, der mit Ehefrau Andrea und Tochter Annika das Spiel Krakenalarm testete. „Hier kann man Spiele ausprobieren, das geht im Laden nicht. Das ist richtig toll, vor allem dann, wenn man auf der Suche nach einem guten Spiel ist.“ Auch Ute spielte sich mit ihren drei Kindern durch das große Spieleangebot. Spiele werden auch daheim gespielt. Das Brett- und Gesellschaftsspiele wieder vermehrt im Kommen sind, das findet sie gut. „Das ist eine tolle Alternative zu der gesamten Technik.“
Über 700 Spiele hatte das Team der Spielemesse dabei. Professionelle Spielberater erklärten die Spiele auf Wunsch. Draußen regnete es, drinnen regierte eine große freudestrahlende Gemeinschaft, kulinarisch verwöhnt von der Kolpingjugend, in der bunten Glitzerwelt des Spiels. Zwar nicht in Las Vegas – obwohl der gleichnamige Würfel-Langzeitspaß von Rüdiger Dorn auch im Angebot war – dafür ganz gemütlich im Ascheberger Spielcasino Pfarrheim St. Lambertus. Tina Nitsche

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Voll den Nerv getroffen!

KFD St. Anna lud mit dem Abend für die Sinne zum ungewöhnlichen Debüt
DAVENSBERG. Zwiebelkuchen, ein Glas Vino und ein Gläschen Pelegrino dazu – der Geschmacksnerv wurde damit schon „einmal voll getroffen!“ schwärmten die Damen am Freitagabend.
Denn da erlebten sie alle ein Debüt der Extra-Klasse im Heimathaus Davensberg. Die KFD St. Anna hatte erstmals zu einem Abend für die Sinne geladen. Und derer gibt es ja gleich mehrere. Schmecken ist nur einer davon, fühlen bzw. tasten ein weiterer. Die Haptik kam auch im Heimathaus nicht zu kurz. „Das fühlt sich rund an!“ „Nein, eher oval?!“ Stimmen wurden laut, als die Damen den Inhalt der liebevoll genähten Säckchen erfühlten. Und sie hatten alle recht! Denn das Innenleben der Säckchen entpuppte sich als eine Eichel, eine Kastanie, „und ein Werthers Echter, mmh lecker!“, schob sich Marita Mörchen das Bonbon in den Mund und ließ gleich noch einmal den Geschmacksnerv reagieren.
Der Geruchssinn lief ebenfalls auf Hochtouren, dafür hatte das KFD-Team gesorgt. Denn die Zutaten dafür waren ganz geschickt in den visuellen Sinn verpackt worden. Der ergab sich aus dem gesamten Ambiente. Kerzen, liebevoll dekorierte Tische und mitten darauf ein Stövchen auf dem ein Glas mit Zimtstangen, Gewürznelken und Rosmarin nicht nur für einen schönen Anblick, sondern auch für einen ganz individuellen Raumduft sorgte. Doch was haben eine gewisse Clara Dorn und der Weihnachtsmann mit dem Abend für die Sinne zu tun? „Nein, sie gehören nicht zu unserem Team“, gab KFD-Teamsprecherin Annette Aschwer schmunzelnd zu. Wohl jedoch zu dem Abend. Denn das KFD-Team hatte zu diesem auch Uta Hansen eingeladen.

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Uta Hansen sorgte beim Abend für die Sinne im Davensberger Heimathaus dafür, dass auch der Sinn „Hören“ bedient wurde. Denn ihr lauschten die Damen in gemütlichem Ambiente fasziniert, als sie diverste Bücher vorstellte. Foto: Tina Nitsche

Und die kam mit einer Menge interessanter Bücher im Gepäck. Schließlich wollte ja auch der fünfte Sinn „hören“ bedient werden. Und dafür sorgte die Mitarbeiterin von Bücher Schwalbe auf unterhaltsame Weise. Sie brachte ihnen die skurille sehr auf ihre Jugendlichkeit bedachte Clara Dorn näher, die nach dem Tod der Freundin zunächst eine Frage plagt: „Wer kommt zu meiner Beerdigung?“ Da besagte Clara ihr Leben lang Gift verspritzt hat, schwant ihr, dass da wohl kaum mit Gästen zu rechnen ist. Was also tun? Am besten heilig werden! Die 40 Frauen konnten sich ein Lachen kaum verkneifen, als Uta Hansen ihnen dieses Buch vorstellte. Muntere Unterhaltungslektüre, bei der Autorin Susanne Mewe den Kernfragen des Lebens auf den Grund geht. Die Wetekamps hingegen erleben eine ganz andere Überraschung, wie in dem Werk „Ein Rentier kommt selten allein – Unser Jahr mit dem Weihnachtsmann“ von Friedbert Stohner deutlich wurde. Denn wenn der Weihnachtsmann gleich ein ganzes Jahr bei einer Familie verbringen soll und das auch noch in geheimer Mission, um der Menschheit zu Weihnachten Geschenke zu sichern, dann sind Abenteuerlichkeiten vorprogrammiert. Ein Buch, das es wert ist unterm Weihnachtsbaum zu landen, befanden die Damen.
Anregungen für lange Winterabende erhielten die Frauen mehr als genug. Denn Uta Hansen stellte ein breites Spektrum, darunter „Wolkenschloss“, „Sauna mit Nachbar“, „Das Fundament der Ewigkeit“ aber auch mit „Eindrücke einer Landschaft – 70 Zeugnisse der Geschichte im Kreis Coesfeld“ das perfekte Buch für Heimatfreunde vor.
Das ungewöhnliche Debüt kam an. Dem wohnten nicht nur Mitglieder, sondern auch viele andere Frauen bei. „Mit so einem großen Zuspruch haben wir nicht gerechnet“, freute sich Annette Aschwer. Doch der Abend zeigte, die KFD St. Anna hatte mit ihm absolut den Nerv der Zeit getroffen, bot er doch für fast alle Sinne etwas. Tina Nitsche

Aus Reisebüro Nitsche wird Reiseagentur Meimberg

Für Kunden bleibt alles wie gehabt, denn weder beim Team noch am Service ändert sich etwas
ASCHEBERG. Eine Ära geht zu Ende. Vor 33 Jahren gründete Horst-Gunther Nitsche das Reisebüro Nitsche, das dann von seiner Tochter Daniela Jürgens weitergeführt wurde. Ein Familienbetrieb, der nun in eine Großfamilie übergeht.
Am 1. November hat die Reiseagentur Meimberg GmbH das Ascheberger Unternehmen übernommen. Das Münsteraner Unternehmen, 1970 von Julius Meimberg gegründet, ist ein ebenfalls familiär geführter Betrieb mit nunmehr insgesamt 14 Niederlassungen, sechs davon im Kreis Coesfeld.
Der Übergang vom Reisebüro Nitsche zur Reiseagentur Meimberg GmbH ist fließend. Für die Kunden ändert sich nichts. Denn die bisherige Inhaberin Daniela Jürgens übernimmt nun die Büroleitung der Ascheberger Meimberg-Filiale. „Es ist eine gute Lösung“, freut sich Jürgens über die Neuerung, da diese vor allem eines mit sich bringt: „Ich kann mich jetzt komplett auf den Verkauf konzentrieren, denn die Back Office Arbeiten, sprich Organisation, Buchhaltung usw. werden nach Münster verlegt.“
Thomas Schemmer, Geschäftsführer der Reiseagentur Meimberg freut sich darüber „ein gut etabliertes Reiesebüro übernehmen zu können.“ Perspektivisch gesehen der richtige Schritt.
„Fachpersonal zu bekommen wird immer schwieriger in unserer Branche, zudem unterliegen wir ständig vielen Änderungen, so wie aktuell die geplante Erneuerung des Pauschalreiserechtes ab 2018“, so Jürgens. Solche Dinge lassen sich in einer „Großfamilie“ einfacher stemmen, als in einem kleinen Familienbetrieb. Daniela Jürgens dankt ihren vielen Kunden auf diesem Wege für zahlreiche Jahre Treue und freut sich auf weitere gute Zusammenarbeit. „Denn für die Kunden ändert sich wie gesagt durch die Übernahme nichts, weder am kompetenten Team noch am gewohnt guten Service, denn dieser wird auch bei uns groß geschrieben“, so Schemmer abschließend. Tina Nitsche