Mit der Genehmigung vom Chef!

Packendes Finale im Abendrot: Alfons Kühnhenrich ist neuer Schützenkönig
ASCHEBERG. Zugegeben, von Ehefrau Anne hatte Alfons Kühnhenrich keine ausdrückliche Erlaubnis für seine Tat eingeholt. „Dafür hatte ich das OK vom Chef“, grinste der Elektriker, der bei Klaas arbeitet.
Ausgestattet mit dieser Genehmigung begab er sich am Freitag an die Vogelstange bei Frenking. Und dort blieb er bis zum finalen Schuss um 20.15 Uhr. Da nämlich pustete der 49-jährige Königsvogel „Meister-Jäger“ von der Stange und wurde jubelnd von seinen Schützenbrüdern als neuer König gefeiert.
Einer, der sowohl in der Kolpingsfamilie und in der Schützenbruderschaft St. Katharina Berg und Tal (BuT) Mitglied ist. Denn seit Jahren feiern die beiden Vereine zusammen. Und einer, der sich mit seinen Mitstreitern nichts schenkte. Gemeinsam mit Thorsten Mennemann und Ludger Heubrock lieferte er sich einen packenden Wettstreit in der untergehenden Abendsonne. Einem, bei dem in diesem Jahr das ganze Schützenvolk von A bis Z mitfieberte. Dafür sorgten unter anderem Michael Frye (2. Vorsitzender BuT) sowie Martin „Boat“ Weiß (Kolpingsfamilie), die das Treiben an der Vogelstange mehr als unterhaltsam moderierten.
Selbst Präses Carsten W. Franken konnte sich dieser besonderen Stimmung nicht entziehen und griff zum Fernglas. Es war mega-spannend, ja, aber die Geduld wurde auf dem letzten Stück dann auch auf die Probe gestellt. Denn „Jägermeister“ machte es den Schützen schwer. Doch dann endlich, mit dem 333. Schuss fiel der zähe Vogel und der Präses hatte eine neue Aufgabe. Er rief die Königsmutter an, um ihr persönlich von der Tat des Schwiegersohnes zu berichten.
Und die Königin selbst? Die strahlte und hatte zur unglaublichen Tat ihres Mannes nur eines zu sagen: „Schön!“ Bestens war auch die gesamte Atmosphäre am Freitagabend. Und das lag nicht nur am wunderschönen Abendrot, sondern vor allem an der holländischen Blaskappelle „N Moal Wat Aans“, die die Besuchermassen zum „Kochen“ brachte, ebenso wie der Kolpingsspielmannzug.
Alfons und Anne Kühnhenrich treten nun in die Fußstapfen von König Heinz König und Königin Steffi. Für ein Jahr regieren sie mit ihrem Hofstaat die Schützenbruderschaft BuT und die Kolpingsfamilie. Am Samstagabend feierten sie einen gelungenen Königsball. Tina Nitsche

Sorgten für Riesenstimmung: die Blaskapelle "N Moal Wat Aans". Foto: Tina Nitsche
Sorgten für Riesenstimmung: die Blaskapelle „N Moal Wat Aans“. Foto: Tina Nitsche

Lieferte sich mit Thorsten Mennemann und Alfons Kühnhenrich einen spannenden Wettkampf: Lutz  Heubrock. Foto: Tina Nitsche
Lieferte sich mit Thorsten Mennemann und Alfons Kühnhenrich einen spannenden Wettkampf: Lutz Heubrock. Foto: Tina Nitsche

Päses Carsten W. Franken checkte die Lage unterm Kugelfang per Fernglas. Foto: Tina Nitsche
Päses Carsten W. Franken checkte die Lage unterm Kugelfang per Fernglas. Foto: Tina Nitsche

Alfons Kühnhenrich wurde als neeuer Schützenkönig der Schützenbruderschaft St. Katharina Berg und Tal sowie der Kolpingsfamilie. Seine Majestät gehört beiden Vereinen an. Foto: Tina Nitsche
Alfons Kühnhenrich wurde als neeuer Schützenkönig der Schützenbruderschaft St. Katharina Berg und Tal sowie der Kolpingsfamilie. Seine Majestät gehört beiden Vereinen an. Foto: Tina Nitsche

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Ein harmonisches Miteinander

Das erste Flüchtlingstreffen wurde überaus gut angenommen
ASCHEBERG. Lamine und Abdoulayce hatten sich schick gemacht. Schließlich waren sie am Samstag eingeladen. Genau wie all die anderen Flüchtlinge aus der Gemeinde Ascheberg.
Ein wenig aufgeregt waren sie alle, die Flüchtlinge, aber auch die Menschen, die das große Treffen initiert hatten. Das war in diesem Falle die Arbeitsgruppe Kontakte der Flüchtlingshilfe St. Lambertus. Was sie erwartet, das wusste niemand so genau. Doch eines sei an dieser Stelle vorab verraten: Es war eine Veranstaltung, die von Erfolg gekrönt war und die vor allem eines zeigte: Ein harmonisches Miteinander und die große Hilfsbereitschaft, die seitens der Bürger den Flüchtlingen entgegengebracht wird.
Viele Bürger haben größere und kleinere Aufgaben übernommen. Ehrenamtlich. Da gab es welche, die die Flüchtlinge von Davensberg und Herbern nach Ascheberg und zurück fuhren.

Jenny Reckers (l.) und  Sohn Leandro (r.) fuhren mit Abdoulaye und Lamine (2.v.r.) von Herbern nach Ascheberg zum großen Flüchtlingstreffen. Foto: Tina Nitsche
Jenny Reckers (l.) und Sohn Leandro (r.) fuhren mit Abdoulaye und Lamine (2.v.r.) von Herbern nach Ascheberg zum großen Flüchtlingstreffen. Foto: Tina Nitsche

Anna, Birthe und Caja Homann beispielsweise kümmerten sich rührend mit einem Spielenangebot um die Flüchtlingskinder. Die Kolpingsfamilie Ascheberg stellte dafür gerne ihre unterschiedlichen Spielsachen bereit.
Man war auf Du und Du, was den Kontakt erleichterte. Denn die AG Kontakte, unter der Leitung von Sabine Lenz und Marlies Rellmann, hatte sich auch zum Thema Kontaktaufnahme im Vorfeld Gedanken gemacht. Gelöst wurde es auf schöne Weise: Jeder Besucher erhielt am Eingang ein Schildchen, wo er seinen Vornamen drauf schreiben konnte. Verschiedene Nationalitäten saßen bei Kaffee und Kuchen gemeinsam an den Tischen. Kommuniziert wurde auf englisch – hier übersetzte Ludger Konkol, Elias Saffra übersetzte weiter ins Arabische – aber auch mit Händen und Füßen.
Rührend war die Geste von Simon und Johannes Nöcker. Die Jungen hatten Kartoffeln verkauft und übergaben Maria Schumacher, Vorsitzende der Steuerungsgruppe, den erwirtschafteten Betrag in Höhe von 40 Euro.
„Dass das so gut angenommen wurde, damit haben wir nicht gerechnet, 120 Gäste, das ist phantastisch“, freuten sich Marlies Rellmann und Sabine Lenz über die Besucherschar.
Auch Maria Schumachers Wunsch, den sie zur Begüßung äußerte, ging in Erfüllung: An den Tischen kamen sich die Menschen näher. Es wurden viele gute Gespräche geführt. Und eines steht schon jetzt fest: Eine Wiederholung eines solchen Treffens ist nicht ausgeschlossen. Tina Nitsche

Ideen muss man haben!

Yoga zu Gunsten der Flüchtlingshilfe
ASCHEBERG. Flüchtlingshilfe kann in vielerlei Hinsicht geschehen. Im Großen wie im Kleinen.
Manchmal bedarf es eigentlich nur einer Idee. Eine solche hatte Yogalehrerin Steffi Küter. Normalerweise finden in den Sommerferien keine Yogakurse statt. Doch sie bot nun zwei Termine während der Sommerpause an. Unentgeltlich. Auf Spendenbasis.
Die Spendendose füllte sich schnell. Die Yogis steuerten gerne einen Beitrag zur Idee von Steffi Küter bei. Die bot zwei Kurse an. Rund 30 Kursteilnehmer, nutzten das Angebot und frönten in der Sommerpause ihrem Lieblingssport. 267 Euro kamen dabei an Spenden zusammen.
Die Summe überreichte Steffi Küter am Montagabend an Maria Schuhmacher, Silke Nientiedt und Gudrun Welzel. Die drei gehören der Steuerungsgruppe der Flüchtlingshilfe St. Lambertus an. In der Steuerungsgruppe wird dann auch über den Verwendungszweck entschieden. „Sprachkurse für die Flüchtlinge wären beispielsweise eine Möglichkeit“, sah Schuhmacher im Erlernen der deutschen Sprache ein wichtiges Projekt, wo Hilfe nötig ist.
Das Trio bedankte sich bei Steffi Küter und den Kursteilnehmern. Küter betonte, dass sie mit dieser Aktion gerne ein Zeichen gesetzt hat, um dadurch vielleicht auch andere anzuspornen mit kleinen Dingen Gutes zu tun. Tina Nitsche

Wer zuerst kommt…..hat freie Tischwahl!

Das SuB-Kartenvorverkaufsspektakel lockte die Oktoberfestfans früh aus den Federn
ASCHEBERG. Karierte Hemden und die Krachlederne waren trotz tropischer Temperaturen die bevorzugte Kleiderwahl am Samstagmorgen. Ferner landete im Reisegepäck von Klaus Lilienbecker, Andreas Kneilmann und Dirk Holtkötter noch selbstgebrautes Hefeweizen.
Bestens gewappnet für eine längere Wartzeit positionierte sich das Trio dann am Samstagmorgen um 7.15 Uhr an die Dieninsgstraße. Ganz schön früh, aber eine besondere Mission bedarf manchmal auch außergewöhnliche Maßnahmen. „Der Wecker tat ganz schön weh heute Morgen“, gab Andreas Kneilmann zu. Schließlich war die Nacht kurz und „vor allem recht italienisch“, ergänzte Klaus Lilienbecker. Doch nach grün-weiß-rot, sprich nach der Italienischen Nacht, standen die Zeichen bei den Herren auf Blau-Weiß.
Das SuB-Oktoberfest ist zwar noch ein wenig hin, aber Karten dafür, die gab es beim Kartenvorverkaufsspektakel am Samstag. Und da lautete die Devise: wer zuerst kommt mahlt zuerst. Und wähnten sich die drei Herren dabei in der Annahme recht früh zu sein, dann hatten sie die Rechnung ohne Mara Pöpping gemacht. Denn ihr Wecker ging wesentlich früher als der von Andreas Kneilmann. Das Mädchen startete bereits nachts in das Unterfangen SuB-Kartenkauf. Mit dem Fahrrad. Denn von Davensberg aus ging es nach Ascheberg. Pünktlich um 4 Uhr morgens bezog sie Position vor dem Eisenwarenladen Stiens.
Sechs Stunden später fiel dort im Innenhof der Startschuss zum Kartenverkauf. Die Warteschlange reichte zu diesem Zeitpunkt schon bis zur alten Apotheke. Mara jedoch war es, die als erste die begehrten Karten in der Hand hielt und natürlich freie Platzwahl hatte. Doch auch das Männertrio in den Krachledernen kam zum Zug. Rund eine Stunde später war das Spektakel vorbei. Fast ausverkauft. Nur einige wenige Restkarten gibt es ab Montag noch im Kleinen Atelier bei Manfred Hölscher zu den Geschäftszeiten an der Sandstraße. „Außerdem haben wir noch wie jedes Jahr ein kleines Kontingent für die Abendkasse am 10. Oktober. Dort können Kurzentschlossene ab 18 Uhr noch Karten ergattern, dann allerdings ohne Platzreservierung“, so Kapellmeister Manfred Hölscher abschließend. Tina Nitsche

Es war „fantastico“!

Eine perfekte zehnte Italienische Nacht
ASCHEBERG. „Lasciatemi cantare con la chitarra in mano….“ – Gesungen wurde in dieser Nacht viel. Mit und ohne Gitarre. Mal auf englisch, mal auf deutsch, aber natürlich auch auf italienisch!
Logisch, wenn sich ganze Generationen aufmachen, um eine Nacht zu zelebrieren, in der Dolce Vita ganz groß geschrieben wird. Eine Italienische Nacht.
Die zehnte ihrer Art in Ascheberg. „Und eine, die mittlerweile Kultstatus hat“, wie es eine Besucherin treffend ausdrückte.
Die Jubiläumsausgabe präsentierte sich wettertechnisch lauschig. Selbst angekündigte Gewitter zogen vorüber, lediglich ein paar Blitze erhellten für einen kurzen Augenblick den Himmel. Sie waren jedoch der Grund dafür, dass das geplante Ballonglühen auf der Biete nicht stattfand. Die Regenschirme kamen nicht zum Einsatz, denn bis auf drei Tropfen Regen präsentierte sich diese unvergleichliche Nacht eher tropisch. „Wie im Urlaub!“ freute sich da eine Mädelclique und stürzte sich hinein ins italienische Getümmel.
Ein Cocktail am Beach Himmelstraße, ungestört shoppen, die Hand über die polierte Außenhaut einer sportlichen Luxuskarosse gleiten lassen, lauteren und leiseren Klängen lauschen, Farbspiele, Kerzenschein, Wellness und Gaumenfreude genießen – „perfetto“, befand der „Italiano vero“ Lennart. Denn als echter Italiener konnte der Junge das beurteilen. Das Bild war geprägt von der Leichtigkeit des Seins. Genuss stand ganz oben auf der Skala. Die Stelzenläufer zauberten zu fortgeschrittener Stunde illuminiert im Phantasikostüm ein Lächeln auf die Lippen der Besucher.
Die selbsternannten Piraten vom „Raumschiff Entenscheiss“ chillten mit auffälliger Kopfbedeckung aus Luftballons nach einer Runde durch den Ortskern am Strand in den Liegestühlen beim Reisebüro Nitsche und träumten von neuen Zielen.
Auf dem Kirchplatz begeisterten Tänzerinnen der Tanzschule Ruhrmöller mit atemberaubenden Darbietungen, während der Kirchenchor nicht nur musikalisch mit viel Herz daherkam. Viele Gruppen und Vereine mischten mit.
„Diese Nacht war besonders, es war eine außergewöhnliche Stimmung“, brachte es Pro Ascheberg Mitglied Daniela Jürgens auf den Punkt. Und auch Pro-Aschebergs Pressesprecher Manfred Hölscher sprach von zufriedenen Geschäftsleuten, begeisterten Besuchern und einem rundherum gelungenen Spektakel.
Die Besucher hingegen waren sich alle einig: „Es war einfach nur fantastico!“ Tina Nitsche

Gestatten: Die Piraten vom Raumschiff Entenscheiß! Foto: Tina Nitsche
Gestatten: Die Piraten vom Raumschiff Entenscheiß! Foto: Tina Nitsche

Rassig und temperamentvoll - die Tänzerinnen der Tanzschule Ruhrmöller begeisterten auf dem Kirchplatz. Foto: Tina Nitsche
Rassig und temperamentvoll – die Tänzerinnen der Tanzschule Ruhrmöller begeisterten auf dem Kirchplatz. Foto: Tina Nitsche

Tante Juju (r.) begeiserte mit selbstgemachter Mode. Foto: Tina Nitsche
Tante Juju (r.) begeiserte mit selbstgemachter Mode. Foto: Tina Nitsche

Gut gelaunter Pizzabäcker. Foto: Tina Nitsche
Gut gelaunter Pizzabäcker. Foto: Tina Nitsche
Impressionen der Italienischen Nacht. Foto: Tina Nitsche
Impressionen der Italienischen Nacht. Foto: Tina Nitsche
Zauberte den Besuchern ein Lächeln ins Gesicht: Der illuminierte Stelzenläufer. Foto: Tina Nitsche
Zauberte den Besuchern ein Lächeln ins Gesicht: Der illuminierte Stelzenläufer. Foto: Tina Nitsche

Italiano vero - mit Lennart (l.) besuchte ein waschechter Italiener die Italiienische Nacht. Foto: Tina Nitsche
Italiano vero – mit Lennart (l.) besuchte ein waschechter Italiener die Italiienische Nacht. Foto: Tina Nitsche

Duftende Augenblicke, die begeistern, Frau auf der Suche nach dem passenden Parfum! Foto: Tina Nitsche
Duftende Augenblicke, die begeistern, Frau auf der Suche nach dem passenden Parfum! Foto: Tina Nitsche
Die Fantasten begeisterten mit Eigenkompositionen,
Die Fantasten begeisterten mit Eigenkompositionen. Foto: Tina Nitsche

Der perfekte italienische Moment: Wellness meets Mode. Foto: Tina Nitsche
Der perfekte italienische Moment: Wellness meets Mode. Foto: Tina Nitsche
Genussvolle italienische Momente. Foto: Tina Nitsche
Genussvolle italienische Momente. Foto: Tina Nitsche
Die illuminierten Stelzenläufer gingen auf Tuchfühlung mit den Besuchern. Foto: Tina Nitsche
Die illuminierten Stelzenläufer gingen auf Tuchfühlung mit den Besuchern. Foto: Tina Nitsche

Amore liegt in der Luft!

Kirchenchor serviert zur Italienischen Nacht Vorgeschmack auf ungewöhnliches Musikspektakel
ASCHEBERG. Amore – Ti amo – auf italienisch wird das Wörtchen Liebe besonders groß geschrieben! Die Gondoliere auf den Kanälen Venedigs mit ihren rot-weiß gestreiften Shirts, plätscherndes Wasser, zarte Klänge und Töne – so klingt Dolce Vita.
Und die fehlt auch am Freitag, 14. August, in Ascheberg nicht. Das italienische Liebesflair zaubert der Kirchenchor in den Ort! Musikalisch!
Kirchenchor und – Liebesprogramm? Da mögen in der Tat an dieser Stelle einige Augen groß werden! Aber genau mit einem solchen sind die Sänger und Sängerinnen unterwegs. Wo? „An unterschiedlichen Standorten im Dorf – wer uns hören will, der findet uns. Garantiert“, kündigt Chorleiterin Andrea Thül-Reddig an und plaudert ein wenig aus dem Nähkästchen.
Denn was die Besucher der Italienischen Nacht bei diesen Aufritten erwartet, das hat rein gar nichts mit Kirchengesang zu tun. Soviel ist schon jetzt versprochen. Nein, der Chor erzählt vielmehr eine Liebesgeschichte a la Bonheur. Eine, mit sämtlichen Höhen und Tiefen. Denn er plant für das kommende Jahr zum Valentinstag Großes. „Und einen kleinen Vorgeschmack gibt es dazu bereits zur Italienischen Nacht“, verrät Andrea Thül-Reddig.
Der Chor arbeitet an einem Liebesprogramm zum Tag der Liebenden. Musikalisch erzählen sie dabei eine Geschichte, vom ersten Rendevouz, dem ersten Kuss, der ganz großen Liebe, „aber auch vom ersten Liebeskrach.“ Denn eines ist mal klar, „Küssen kann man nicht alleine!“ Damit fängt alles an. Logisch, dass der Max-Rabe Hit mit zum Repertoire zählt. Aber auch internationale Hits serviert der Kirchenchor, wie „You raise me up“ von Westlife und auch Josh Groban gesungen, oder der Christina Perry – Song „Jar of hearts“.
Ja, ja, die Liebe ist kein einfaches Spiel, aber das wohl wichtigste Thema des Menschen. Überall auf der Welt.
Der Kirchenchor steht mit seinem Vorhaben noch am Anfang. „Aber einiges haben wir bereits einstudiert“, servieren die Sänger zur italienischen Nacht eine unwiderstehliche Kostprobe. Zuvor wird noch einmal geübt, „denn das muss sein nach der langen Sommerpause“, so die Chorleiterin.
Auch die Italienischen Nacht beginnt der Chor mit einer Übungseinheit. Gegen 20 Uhr treten sie ihren musikalischen Liebeszug an. Unverkennbar gekleidet mit weißen Blusen, und roten Tüchern. Im Gepäck außerdem rote Herzluftballons sowie ein E-Piano. So setzt die Truppe dann musikalisch ein ungewöhnliches Zeichen der Liebe, indem sie Amore in allen Sprachen klangvoll ganz groß schreiben. Unüberhörbar – die Besucher müssen nur den Klängen folgen, dann werden sie sie finden, die Liebe und die Sänger. Tina Nitsche

Stimmungsvolles Lichtspektakel

Die pfiffige Idee zur Italienischen Nacht – Frank Neuhaus und Uwe Mörchen schicken Besucher in die Luft
ASCHEBERG. Die Idee ist nicht frisch aus dem Boden gestampft. „Nein, die hatte ich schon im vergangenen Jahr“, verrät Frank Neuhaus lachend. Nur in diesem Jahr verwirklichen er und Uwe Mörchen sie und lassen Ascheberger Besucher der Italienischen Luft damit richtiggehend in die Luft gehen.
Wie? Mit einem Heißluftballon. Denn der Schnäppchenmarkt und Schuh Neuhaus verlosen eine Ballonfahrt für zwei Personen bei der Italienischen Nacht. Doch bevor sich die Gewinner die Welt von oben beschauen dürfen, haben sie erst einmal am 14. August etwas zu gucken. Einen kleinen Vorgeschmack sozusagen und ein besonderes Appetithäppchen für das Auge.
Denn das dynamische Duo bringt die Biete zum Glühen. Ein Freund der Familie Neuhaus ist leidenschaftlicher Ballonfahrer. Er kommt am Freitag, 14. August, nach Ascheberg. Mit seinem Ballon. „Landen“ wird er damit auf der Wiese neben Schuh Neuhaus. „Das passt platzmäßig so gerade“, sagt Frank Neuhaus. Abheben wird er damit in dieser Nacht jedoch nicht. Vielmehr inszeniert er ein außergewöhnlich stimmungsvolles Lichtspektakel.
Eine riesige Glühbirne
Auf besagter Wiese bringt er den weißen Heißluftballon nämlich zum Glühen. Keine schnelle Angelegenheit. „Zwei Stunden werden mindestens für den Aufbau benötigt“, erklärt Frank Neuhaus. Beim Einbruch der Dunkelheit wird der Ballon dann fahrbereit aufgerüstet. Nur ein Start erfolgt nicht. Der Brenner wird zwar betätigt und mit heißer Luft gefüllt, „das dient allerdings nur dazu, dass er aufgerichtet werden kann“. Durch die Flamme des Brenners wird die Ballonhülle von innen beleuchtet, auf diese Weise entsteht ein Lichteffekt, der die gesamte Umgebung des Ballons illuminiert. „So wie eine riesengroße Glühbirne“, führt Frank Neuhaus einen passenden Vergleich an. Diese taucht die Biete dann zur Italienischen Nacht in ein ungewöhnliches Licht, das für eine ganz besondere Stimmung sorgt.
Das italienische Feeling wird bei Schuh Neuhaus durch eine große Cocktailbar vor dem Laden verstärkt. Prosecco und Vino gibt es drinnen. Biertrinker kommen gegenüber am Bierwagen beim Schnäppchenmarkt auf ihre Kosten. Das erklärte Motto: Dolce Vita mit allen Sinnen.
Denn was wäre ein italienischer Abend ohne Einkaufsgenuss? Keine Sorge, bei all den Aktionen drinnen und draußen auf der Biete halten die findigen Ideengeber selbstverständlich auch ihre Ladentüren geöffnet. Und jeder Einkauf wird mit einem Los versüßt. Und wer dabei Glück hat, der darf dann in die Luft gehen! Tina Nitsche